Führungswechsel Institute for Human Centered Engineering der BFH unter neuer Leitung

Quelle: Pressemitteilung

Thomas Niederhauser übernimmt ab Januar 2022 die Leitung des Institutes for Human Centered Engineering HuCE der Berner Fachhochschule BFH von Marcel Jacomet. Mit Fokus auf der Medizintechnik und industrieller Automation verbindet das Institut neue Forschungserkenntnisse aus verschiedenen Disziplinen und entwickelt daraus in enger Kollaboration mit Industriebetrieben und Spitälern innovative Produkte und Lösungen.

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(Bild: Berner Fachhochschule)

Die Medizintechnik ist ein wichtiger Schwerpunkt der Berner Fachhochschule BFH, der durch die neue Leitung des Institute for Human Centered Engineering HuCE weiter gestärkt wird. Thomas Niederhauser hat an der BFH Elektro- und Kommunikationstechnik studiert und danach den Master in Biomedical Engineering, der gemeinsam von der Universität Bern und der BFH angeboten wird, absolviert. Nach seinem Doktorat an der Universität Bern kehrte Niederhauser 2014 an die BFH zurück und ist seit 2018 als Professor für Biomedizinische Signalverarbeitung und Regelungstechnik tätig. «Niederhauser kennt die anwendungsorientierte Forschung des Instituts bestens und arbeitet aktuell mit Medtech Zulieferern und Inverkehrbringern sowie universitären Instituten und Spitälern in mehreren interdisziplinären Projekten zusammen. Darunter zum Beispiel mit der Dyconex AG, EMS Electro Medical Systems, sitem-insel oder der Universität Bern», sagt Lukas Rohr, Leiter des Departements Technik und Informatik der BFH. «Er verfügt über ein sehr gutes Netzwerk zu verschiedenen Akteuren im Gesundheitssystem Schweiz, was wichtig ist für die strategische Weiterentwicklung des Instituts.»

Innovationen rasch auf den Markt bringen – durch Kooperation

Das Institute HuCE zeichnet sich durch eine breite Technologiekompetenz der Professoren*innen sowie eine hervorragende Infrastruktur aus, wie z.B. den Reinraum zur industriellen Herstellung von Medizinprodukten am Switzerland Innovation Park Biel/Bienne. «Diese wollen wir nutzen, um den Medizinalstandort Bern vorwärts zu bringen», bekräftigt Niederhauser. Das Institut ist zudem nach dem Qualitätsstandard ISO-13485 zertifiziert, was die Zusammenarbeit mit Medtech-Unternehmen sowie Spitälern erleichtert. «Wir sprechen die gleiche Sprache wie die Abnehmer und Anwender unserer Technologien», sagt Thomas Niederhauser, «was unter anderem die gemeinsame Durchführung von klinischen Studien zur Analyse von Wirksamkeit und Sicherheit eines Medizinprodukts ermöglicht.»

Thomas Niederhauser ist überzeugt, dass technologische Innovation und deren erfolgreiche Umsetzung am Markt nur als Kooperation zwischen Forschungs- und Industriepartnern rasch möglichst erfolgen kann. Deshalb will er das bestehende Netzwerk der Professor*innen im Institut vertiefen und weiter ausbauen, durch verstärkte Kommunikation der Forschungsergebnisse in Fachzeitschriften und digitale Medien und gezielte Förderung des eigenen Nachwuchses. «Wir wollen den gesellschaftlichen Auftrag der BFH bestmöglich mittragen: Nebst dem Wissenstransfer stellen wir zusammen mit den Fachbereichen auch die praxisorientierte Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte für die Industrie sicher. Dies führe zu einer nachhaltigen Innovation», sagt Niederhauser. Er ist sich allerdings bewusst, dass die Medizintechnik-Branche mit steigendem Preisdruck im Gesundheitswesen und immer höheren regulatorischen Anforderung konfrontiert ist. «Innovation ist nicht nur auf ein neuartiges Produkt beschränkt, sondern kann ebenfalls Design und Herstellung von bestehenden Produkten umfassen, z.B. durch den Einsatz von kollaborativen Robotern in der Fertigung», erläutert Niederhauser. Sein Ziel ist es, die Medizintechnik und die industrielle Automation langfristig zu vereinen, mit dem Institut HuCE als Forschungs- und Entwicklungspartner mit einem breiten technologischen Angebot.

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