Interview mit Sylke Schulz-Metzner SPS 2021: Alle freuen sich auf den persönlichen Austausch

Autor Silvano Böni

Die SPS steht vor der Türe. Live und in Farbe, und endlich wieder vor Ort. Wir sprachen mit Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS der Mesago Messe, über die Erwartungen an die Veranstaltung und was das zusätzliche digitale Angebot «SPS on air» zu bieten hat.

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Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS.
Sylke Schulz-Metzner, Vice President SPS.
(Bild: Mesago/Tanja Isecke)

Nach einem Jahr Pause kann die SPS nun endlich wieder physisch durchgeführt werden. Was sind Ihre Erwartungen?

Sylke Schulz-Metzner: Wir bekommen in den letzten Wochen immer wieder die Rückmeldung, dass sowohl Aussteller als auch Besucher sich nach dieser langen Zeit ganz besonders auf den persönlichen Austausch und die Gespräche am Messestand freuen. Wir gehen also davon aus, dass darauf in diesem Jahr der Hauptfokus der Messe liegen wird. Durch die Durchführung der SPS als «2G-Veranstaltung» wird dieses Miteinander auch unter annähernd «normalen» Voraussetzungen stattfinden können: Zutritt zum Veranstaltungsgelände haben ausschliesslich geimpfte und genesene Personen. Im Gegenzug muss in den Messehallen keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden und die Abstandsregeln entfallen ebenfalls. So können wir unsere Kernaufgabe als Veranstalter, der Branche eine Kommunikationsplattform zu bieten, erfüllen, sorgen aber gleichzeitig für maximalen Infektionsschutz.

Die Messe wird zusätzlich durch die digitale Plattform «SPS on air» ergänzt. Erzählen Sie uns bitte etwas über dieses digitale Konzept.

S. Schulz-Metzner: Bereits 2020 haben wir ja einige digitale Veranstaltungen durchgeführt, um unseren Zielgruppen auch während der Pandemie eine Austauschmöglichkeit zu bieten. Wir haben zwar mittlerweile alle erfahren, dass digitale Formate das persönliche Gespräch nicht ersetzen können, doch eine digitale Plattform ist immer eine sinnvolle Ergänzung für diejenigen, die aufgrund noch andauernder Reisebeschränkungen nicht in Nürnberg vor Ort sein können. Auf der «SPS on air» erwartet Teilnehmende ein hochkarätiges Vortragsprogramm, die digitalen Präsenzen der Aussteller mit Ansprechpartnern und natürlich die Möglichkeit, sich mit Branchenkollegen aus aller Welt per Matchmaking-Funktion zu vernetzen. Letzteres ist im Übrigen auch ein echter Pluspunkt für die Besucher vor Ort, da die «SPS on air» mit allen Inhalten nach Veranstaltungsende noch eine weitere Woche geöffnet bleibt. Die Teilnahme an der «SPS on air» ist im Ticket für die Präsenzmesse inbegriffen, ebenso gibt es aber auch reine Online-Tickets.

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Welche Herausforderungen sehen Sie bei der Umsetzung dieses hybriden Messeformats?

S. Schulz-Metzner: Unser Leitgedanke bei der Konzeption der hybriden Veranstaltung war es, sowohl Teilnehmende vor Ort als auch digitale Teilnehmende miteinander in Kontakt zu bringen und das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Branche zu stärken. Dass die beiden Eventkomponenten tatsächlich als eine Veranstaltung wahrgenommen und genutzt werden, könnte durchaus eine Herausforderung im ersten Jahr werden, da es dieses Format bei der SPS so noch nie gab.

Was sind die Schwerpunktthemen der diesjährigen Ausgabe? Und haben diese sich durch die hybride Durchführung geändert?

S. Schulz-Metzner: Die Fokusthemen bleiben grundsätzlich bestehen und bilden das gesamte Spektrum der smarten und digitalen Automation ab. Natürlich entwickeln sich die Schwerpunkte aber durch den Einfluss aktueller Trends stetig weiter. So gibt es in diesem Jahr beispielsweise im Rahmen der «SPS on air» erstmals einen eigenen Themenblock zu «Use cases for AI».

Noch gibt es Länder und Unternehmen mit Reiserestriktionen für ihre Bürger und Mitarbeiter. Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie auf der Messe?

S. Schulz-Metzner: Da sich die Lage immer noch ständig und dynamisch verändert, ist es tatsächlich schwierig, dazu im Vorfeld eine Aussage zu treffen. Wir hoffen jedenfalls, dass all diejenigen, die in diesem Jahr noch nicht wieder nach Nürnberg reisen können, von dem digitalen Angebot Gebrauch machen.

Und wie sieht es mit der Ausstelleranzahl und -fläche aus, auch im Vergleich zu «normalen» Zeiten?

S. Schulz-Metzner: Wir erwarten in diesem Jahr rund 750 Aussteller auf dem Nürnberger Messegelände, vorwiegend aus Deutschland und dem europäischen Ausland. Das haben wir in Anbetracht der andauernden Pandemie-Situation auch nicht anders erwartet. Allerdings nutzen viele Unternehmen aus aller Welt das Angebot einer digitalen Präsenz im Rahmen der «SPS on air», um ihre Produktinnovationen der internationalen Automatisierungsbranche zu präsentieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Die SPS gilt als die Leitmesse für die industrielle und smarte Automatisierung, die Konkurrenz ist aber gross und zahlreich. Was tun Sie, um diese Vormachtstellung zu halten?

Wir profitieren zwar von unserer langjährigen Erfahrung und der tiefen Verwurzelung in der Branche. Doch uns ist durchaus bewusst, dass in Zukunft noch mehr erforderlich sein wird, um Leitmesse zu bleiben. Daher werden wir unser Angebot künftig über die drei Messetage hinaus sukzessive ausweiten, um der Automatisierungsbranche schon bald ganzjährig hochwertigen Content, Produktneuheiten und eine Austauschplattform zu bieten.

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