Mit 277 motion plastics-Neuheiten präsentiert igus 2025 unter dem Motto «Go Zero Lubrication» eine Rekordzahl an schmierfreien Kunststoff-Innovationen. Trotz der herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Lage im Jahr 2024 konnte der motion plastics-Spezialist die Anzahl der aktiven Kunden um 5 Prozent steigern und die Umsatzmilliarde halten.
Mittlerweile umfasst der gesamte igus Campus in Köln, wo das Unternehmen produziert, testet und forscht, rund 218 000 Quadratmeter.
(Bild: igus)
«Die sich verändernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gehen auch an uns nicht spurlos vorbei», erklärt Tobias Vogel, Geschäftsführer Gleitlager- und Lineartechnik bei igus. «Auch wir schauen – wie viele unserer Kunden – auf Einsparungen und gesteigerte Effizienz, zum Beispiel durch verstärkte Automatisierung in unserer Fabrik. Unser Fokus liegt aber immer auf der Frage: Was hat der Kunde davon? Die Herausforderungen sind für uns erst recht ein Ansporn, neue Wege zu gehen und die Innovationskraft ‚made in Germany‘ unter Beweis zu stellen, um sowohl unsere als auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden zu stärken.» In diesem Jahr präsentiert igus mit 277 motion plastics-Neuheiten eine Rekordzahl an Innovationen: von PTFE-freien Werkstoffen und einer kompletten Energiekettenserie aus Recyclingmaterial über ein neuartiges Trockenreinraum-Zertifikat bis hin zum humanoiden Roboter – und investiert dafür weiter in die Forschung, Entwicklung und Produktion neuer, innovativer technischer Lösungen. «Wir haben in den letzten fünf Jahren allein in Köln über 350 Millionen Euro investiert – in Grundstücke, Gebäude, modernste Maschinen, Software, neue Produkte, Menschen und Marketing», so Tobias Vogel. Mittlerweile umfasst der gesamte igus Campus in Köln, wo wir produzieren, testen und forschen, rund 218 000 Quadratmeter. Mit der neuen 20 000 Quadratmeter grossen Produktionshalle wächst auch das Testlabor, das grösste in der Branche, auf knapp 5500 Quadratmeter.
Weltweite Investitionen für noch mehr Kundennähe
«Der Kunde steht im Zentrum all unserer Aktivitäten», betont Michael Blass, Geschäftsführer e-kettensysteme bei igus. «Aus diesem Grund investieren wir auch bewusst nah bei unseren Kunden.» So erweitert igus zum Beispiel die Niederlassung in Shanghai mit einem Neubau von circa 25 000 auf 70 000 Quadratmeter. In Bangalore wurde die Produktionsfläche durch einen neuen 16.000 Quadratmeter grossen igus Campus sogar verdreifacht. In den USA baut man nach dem Spritzguss jetzt auch eine Spindelfertigung vor Ort auf und hat eine eigene RBTX Customer Test Area für Low-Cost-Robotik eröffnet. So haben nun 10 Länder ihre eigenen Customer Test Areas, damit Kunden vor Ort schnell und einfach ihre individuelle Low-Cost-Automatisierungslösung finden. Drei dieser Standorte (USA, China, Brasilien) werden zu regionalen Hubs ausgebaut, sodass auch Produktion und Entwicklung verstärkt lokalisiert werden. In weiteren Ländern wie Japan, Spanien, Taiwan und Polen wird ebenfalls in die Erweiterung der Niederlassungen investiert.
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Aber auch in Deutschland setzt igus ganz klar auf Kundennähe. Mit der Übernahme der Firma elko Verbindungstechnik baut das Unternehmen zum Beispiel gezielt Konfektionierungskapazitäten in Süddeutschland auf. elko ist darauf spezialisiert, Leitungen und Steckverbinder zu kundenspezifischen Systemen zusammenzustellen, die vor allem in Werkzeugmaschinen und in der Automobilindustrie zum Einsatz kommen. Am Standort Köln investiert igus auch weiter in neue Automationslösungen, um Prozesse zu verschlanken und die Durchlaufzeiten zu erhöhen – ob mit eigens entwickelten und patentierten Crimp-Towern oder durch den Einsatz von AGVs in den Fabrikgebäuden.
Auf dem Weg zur CO2-Neutralität
Bei dem Ziel bis Ende 2025 mit den Gebäuden und der Produktion, gemessen an Scope 1 & 2, CO2-neutral zu sein, steht igus aktuell bei 92 Prozent. «Wir müssen hier noch besser werden und arbeiten dafür an zahlreichen Nachhaltigkeitsmassnahmen – vom neuen Parkhaus mit kompletter Fassadenbegrünung über die Modernisierung unserer Bestandsgebäude, zum Beispiel mit Photovoltaikanlagen, bis hin zur Ausweitung unseres MHRS-Systems für das Heizen mit Maschinenabwärme», erklärt Michael Blass.
277 Innovationen für die Zukunft der Industrie
Nachhaltigkeit muss jedoch auch ein fester Bestandteil von Produktinnovationen sein. Daher präsentiert igus zur Hannover Messe 2025 unter anderem umweltschonende Lösungen wie PTFE-freie Varianten der iglidur Standard-Gleitlagermaterialien G, X und H – mit gleicher Leistung zum fast gleichen Preis. Im Bereich Energieketten stellt das Unternehmen zudem seine komplette E2.1 Serie auf Recyclingmaterial um. Dieses besteht aus Post-Consumer-Rezyklat wie alten Fischernetzen sowie ausgedienten Energieketten, die igus im Rahmen des eigenen «chainge» Programms recycelt. Das ermöglicht einen um 80 Prozent geringeren CO2-Fussabdruck. Mit dem igus Mobile Shore Power Outlet (iMSPO) hat igus zudem eine mobile «Steckdose» für die Landstromversorgung von Container- und Kreuzfahrtschiffen entwickelt. Das System kommt bereits in Häfen wie Hamburg, Rotterdam und Singapur zum Einsatz und ist für den diesjährigen Hermes Award der Deutschen Messe nominiert. igus treibt auch neuartige Lösungen für den Trockenreinraum voran, der im Zuge der Batteriefertigung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA wurde ein neuartiges Zertifikat entwickelt, das die Reinraumtauglichkeit der igus e-ketten im Langzeittest bestätigt. Sie halten über 15 Millionen Doppelhüben bei geringster und gleichbleibender Partikelemission stand.
Stand: 08.12.2025
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In Zeiten, in denen immer mehr Unternehmen sparen müssen, investiert igus zudem in die Entwicklung besonders kostengünstiger Produkte für seine Kunden. Dazu gehört die neue Energiekette glide-chain G4.42 für einfache gleitende Anwendungen, zum Beispiel an Hallenkranen, mit Verfahrwegen von bis zu 30 Metern. Durch ein optimiertes Design ist sie nicht nur 12 bis 25 Prozent leichter, sondern auch 30 bis 40 Prozent günstiger als abmessungsgleiche Standardketten aus dem E2- und E4-Programm. Dass noch viel Innovationspotenzial in der deutschen Industrie steckt, zeigt igus auch mit seiner Entwicklungsarbeit im Bereich Low-Cost-Automation. Das Unternehmen arbeitet aktuell an seinem ersten humanoiden Roboter aus Hochleistungskunststoff. Er integriert die Rebel Cobots als Roboterarme und nutzt den mobilen Roboter Rebel Move als Basis. So soll er sich flexibel und ortsunabhängig an verschiedenen Arbeitsplätzen einsetzen lassen – bei einem Return on Invest von unter einem Jahr.