Digitalisierung der Beschaffung Abschied von Excel und Co – Die Zukunft ist jetzt!

Von Willi Ruopp 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wer jetzt nicht digitalisiert, der verliert. Ein Grundsatz, der nicht erst seit gestern gilt und doch nach wie vor so manchen Einkäufer vor unlösbare Herausforderungen stellt, wie die Globalisierung, die Lieferketten immer komplexer werden lässt. Dies macht die Professionalisierung und Digitalisierung des Managements erforderlich, um nicht den Überblick zu verlieren.

(Bild:  Stefan Haehnel)
(Bild: Stefan Haehnel)

Durch die umfassende Digitalisierung in sämtlichen Industriebereichen hat sich der Einkauf grundlegend verändert. Die klassische Beschaffung, wie man sie mittels selbstprogrammierter und fehleranfälliger Excel-
Dateien kennt, wird es nicht mehr lange geben. Wieso der Abschied von Excel und Co schnell erfolgen und stattdessen auf Automatisierung und Digitalisierung gesetzt werden sollte, erklärt Willi Ruopp, CEO der B2B-Beschaffungsplattform für Präzisionsbauteile CNC24.

Laut der «Digital Procurement Survey 2024» von PwC beträgt die angestrebte Digitalisierungsrate im Einkauf bis 2027 70 Prozent. Eine klare Bekennung der Einkäufer zum Fortschritt. Doch aktuell sieht es noch anders aus. Gerade in der Fertigungsbranche setzen viele Unternehmen weiterhin auf E-Mail, Telefon und persönliche Kontakte. Auch der Angebotsabgleich wird oft noch manuell oder mit selbst entwickelten Lösungen durchgeführt, was viel Zeit kostet und ineffizient ist. Die Lösung liegt in der Automatisierung und Digitalisierung der Einkaufsstrukturen. Durch sie können Unternehmen international wettbewerbsfähig bleiben, dem Fachkräftemangel entgegenwirken und gleichzeitig vermeiden, Opfer des demografischen Wandels zu werden. Die Generation der sogenannten Babyboomer geht nach und nach in Rente und nimmt ihr wertvolles Wissen mit in den Ruhestand, während die Komplexität im Einkauf steigt. Vor allem kleineren und mittelständischen Unternehmen setzen diese Entwicklungen zu.

Bildergalerie

Digitale Beschaffungsplattformen als Enabler

Digitale Beschaffungsplattformen können hierbei eine entscheidende Rolle spielen, um Strukturen im Einkauf zu digitalisieren und bestehende Defizite zu beheben. Der Smart Manufacturer CNC24 aus Deutschland hat diesen Bedarf erkannt und eine Lösung entwickelt, die den Beschaffungsprozess transparenter und effizienter macht. Das Berliner Unternehmen möchte mit seiner B2B-Beschaffungsplattform für Fertigungsbauteile die Einkaufsabteilungen langfristig entlasten, den Weg in eine digitale Zukunft ebnen und die gesamte Fertigungsbranche fundamental digitalisieren. CNC24 fungiert dabei als Schnittstelle zwischen Fertiger und Kunden. Für Einkäufer von Industrieunternehmen ist der Beschaffungsprozess kein leichtes Unterfangen. Passende Fertiger für die unterschiedlichen, teils komplexen Bauteile zu finden, bedarf eines guten Netzwerkes. Die Kontakte müssen erst im Rahmen eines Lieferantenmanagements aufgebaut und gepflegt werden, zudem müssen die passenden Bauteile auf Qualität überprüft werden. All das ist sehr zeit- und kostenintensiv. Beschaffungsplattformen können Einkäufer genau dabei entlasten. Die Idee hinter CNC24: Einkäufer können durch die Zusammenarbeit ihr eigenes Fertiger-Netzwerk um ein internationales Netzwerk mit über 500 Lieferanten erweitern. Dieses wird regelmässig auditiert und erweitert. Durch dieses weltweite Netzwerk kann bei jedem Kundenauftrag stets auf freie Kapazitäten zugegriffen werden, eine hohe Verfügbarkeit von Materialien gewährleistet und die termingerechte Lieferung der Bauteile sichergestellt werden.

It's a match: Künstliche Intelligenz bringt Kunden und Fertiger zusammen

Die Beschaffungsplattform setzt im Matching-Prozess zwischen Kunden und Fertiger vor allem auf präzise Daten, die in der eigens entwickelten Software «CNC24 PartCloud» gesammelt und verarbeitet werden, sowie auf den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Zunächst werden alle grundlegenden Informationen wie Liefertermin, Preisvorstellungen und Präferenzen bezüglich der Herkunftsländer erfasst. Anschliessend werden sämtliche Datenpunkte zu einem Bauteil sowie eine Fertigungszeichnung digital und automatisiert erfasst. Dazu zählen die Bauteilmasse, Materialien, Toleranzen, Anzahl und Arten von Gewinden, Informationen zur Oberflächenbeschaffenheit, Revisionsnummer und Prüfmass. Das Programm liest all diese produktionsrelevanten Informationen automatisch aus den Fertigungszeichnungen aus. Um nun den passenden Fertiger für das gewünschte Bauteil zu finden, kommt eine Kombination aus Künstlicher Intelligenz und einem Machine-Learning-Algorithmus zum Einsatz. «CNC24 PartCloud» setzt dabei auf die Historie und speichert alle relevanten Informationen aus den Aufträgen, um die fehlerfreie Fertigung der Bauteile zu gewährleisten. Erst jetzt erhält der Kunde nach sorgfältiger Prüfung einen Preis, ungenaue Instant-­Kalkulatoren sucht man bei CNC24 vergeblich. Bei der Auswahl der Lieferanten steht Qualität an höchster Stelle. Um diese konsequent zu gewährleisten, unterziehen sich die Lieferanten regelmässigen Auditierungen. Zudem werden die Bauteile in dem hauseigenen Messzentrum in Berlin auf einer Gesamtfläche von 1200 Quadratmetern auf ihre Qualität überprüft. So konnte CNC24 seine Reklamationsquote von 0,17 Prozent auf 0,11 Prozent reduzieren, womit ein branchenweiter Spitzenwert erzielt wird.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Alles aus einem Guss

Mit einer Beschaffungsplattform erhalten Einkäufer einen zentralen Ansprechpartner für ihren gesamten Beschaffungsprozess. Dieser digitalisiert nicht nur den Einkauf, sondern entlastet diesen auch langfristig. Damit können sich Einkäufer wieder auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und einer digitalen Transformation steht nichts im Wege.

(ID:50286377)