Steckverbinder im Schienenverkehr Bahn frei für Connectivity im Schienenverkehr

Von binder 3 min Lesedauer

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Der Schienenverkehr wird in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Getrieben von der Mobilitätswende und Investitionen in die Infrastruktur wird dieser moderner, vernetzter und effizienter. In diesem Kontext nehmen Steckverbinder, die eine nahtlose Kommunikation zwischen unterschiedlichen Subsystemen ermöglichen, eine Schlüsselrolle ein. Doch Steckverbinder für den Schienenverkehr müssen hohe Anforderungen an Brandschutz und mechanische Belastbarkeit erfüllen und daher spezielle Prüfungen und Qualifizierungen durchlaufen.

Steckverbinder von binder im Einsatz in Bremssystemen, Türsteuerungen und Fahrgastinformationssystemen – sie erfüllen höchste Anforderungen an Dichtigkeit und mechanische Belastbarkeit. (Bild:  Fotolia)
Steckverbinder von binder im Einsatz in Bremssystemen, Türsteuerungen und Fahrgastinformationssystemen – sie erfüllen höchste Anforderungen an Dichtigkeit und mechanische Belastbarkeit.
(Bild: Fotolia)

Bahnunternehmen und Staaten investieren weltweit stark in die Infrastruktur, Digitalisierung und Automatisierung rund um den Bereich Schienenverkehr. Vernetzte Systeme und digitale Technologien tragen dazu bei, den Bahnverkehr effizienter, sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Beispielsweise ermöglichen automatisierte Prozesse, alternative Antriebstechnologien und smarte Infrastrukturlösungen eine bessere Nutzung bestehender Kapazitäten und eine Reduktion von CO₂-Emissionen.

Diese Entwicklungen erfordern Steckverbinder, die den rauen Umgebungseinflüssen im Bahnbereich standhalten und gleichzeitig die erforderliche Connectivity liefern. Potenzielle Einsatzbereiche erfordern eine breite Palette von Technologien, die zum Beispiel die Kommunikation innerhalb von Zügen als auch zwischen Zügen, der Infrastruktur und dem Bahnpersonal sicherstellen.

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Steckverbinder für die Bahnbranche müssen hochleistungsfähig sein

Steckverbinder sind dabei ein elementarer Bestandteil, da sie für die zuverlässige Verbindung zwischen den verschiedenen Subsystemen sorgen. binder forciert zunehmend die Entwicklung von Steckverbindern, die den besonderen Spezifikationen der Bahnindustrie gerecht werden. Die Produkte müssen nicht nur extremen Umweltbedingungen standhalten, sondern auch höchste Anforderungen an Dichtigkeit und mechanische Belastbarkeit erfüllen. Beispielhaft dafür ist die X-kodierte M12-Verbindungsleitung.

«Die Einsatzgebiete unserer Steckverbinder für die Bahnindustrie sind sowohl in den Schienenfahrzeugen – zum Beispiel in Bremssystemen, Türsteuerungen und Fahrgastinformationssystemen – als auch in der Infrastruktur zu finden, beispielsweise in Kamera- oder Beleuchtungssystemen an Bahnsteigen», erklärt Lucas Lochbihler, Produktmanager bei binder.

Einhaltung internationaler Normen als wesentliche Voraussetzung

Um bestehende Katalogprodukte an die spezifischen Kriterien der Bahnbranche anzupassen, testet und qualifiziert binder seine Produkte im Hinblick auf strenge branchenspezifische Normen. So regelt beispielsweise die DIN EN 50155, wie elektronische Geräte, die in Schienenfahrzeugen eingesetzt werden, konstruiert, getestet und zertifiziert werden müssen. Diese Norm umfasst unter anderem Anforderungen an die elektrische Sicherheit, den Brandschutz sowie die mechanische und klimatische Belastbarkeit von Komponenten. Die DIN EN 61373 ist Teil der DIN EN 50155 und behandelt die Prüfung von Erschütterungen und Schwingungen, denen Bauteile in Schienenfahrzeugen ausgesetzt sind. Sie stellt sicher, dass mechanische und elektrische Komponenten, wie Steckverbinder, während des Betriebs den Vibrationen und Stössen standhalten, ohne ihre Funktionalität oder Sicherheit zu verlieren. Hierfür sind insbesondere Varianten mit Crimpanschluss geeignet, da diese im Hinblick auf Schock und Vibra-​tion sehr zuverlässig sind. Unabhängig davon sind auch die binder Produkte mit Schraubklemmanschluss gemäss dieser Norm geprüft und freigegeben.

Eine spezielle Brandschutznorm stellt die DIN EN 45545-2 dar. Sie regelt die Feuerbeständigkeit von Materialien und Bauteilen in Schienenfahrzeugen und definiert Anforderungen hinsichtlich der Resistenz gegen Entzündung, Flammenausbreitung und Rauchentwicklung. Hierbei werden anhand verschiedener Faktoren die Anforderungen an die Produkte festgelegt. Zum einen gibt es drei Gefährdungsstufen HL1, HL2 und HL3 (en: hazard level; HL), die in Abhängigkeit der Betriebs- und Bauartklasse des Schienenfahrzeugs festgelegt werden. Zum anderen gibt es 27 Anforderungssätze, R1 bis R27 (en: requirement set; R), welche verschiedene Vorgaben an die Komponente, in Abhängigkeit von Einsatzgebiet und Beschaffenheit, stellen. Beispielsweise ist der Anforderungssatz 26 bzw. R26, welcher definiert, dass die im Produkt eingesetzten Kunststoffe eine UL-V0 Klassifizierung haben müssen, eine gängige Vorgabe für verschiedene Anwendungen in Schienenfahrzeugen.

Bahnindustrie als Motor der Mobilitätswende

Die Mobilitätswende wird den Bedarf an nachhaltigen Transportlösungen weiter verstärken. Durch den Einsatz von hochwertigen Connectivity-Lösungen, die die Vernetzung und Digitalisierung vorantreiben, wird der Schienenverkehr nicht nur effizienter und sicherer, sondern auch umweltfreundlicher. Hersteller wie binder, die ihre Steckverbinder an die spezifischen Anforderungen der Bahnindustrie anpassen und weiterentwickeln, leisten dabei einen wichtigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit des Bahnverkehrs.

Lucas Lochbihler resümiert: «Die Bahnbranche bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für unsere Steckverbinder. Sie ist für uns ein hoch spannender Markt, der vor allem im Zusammenhang mit der Mobilitätswende immer relevanter wird – wir möchten in Zusammenarbeit mit unseren Partnern unseren Teil dazu beitragen, die Transformation erfolgreich zu gestalten.»

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