Infrarot-Messtechnik für heisse Prozesse Berührungslose Temperaturmessung für Glas und Keramik

Von Heitec 2 min Lesedauer

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Für die Herstellung von Glas und Keramik bietet Heitronic Infrarot-Strahlungsthermometer, die schnell, berührungslos und reproduzierbar Temperaturen messen und auch bewegte Objekte erfassen. Die Systeme eignen sich für die kontinuierliche Prozessüberwachung – von der Glasschmelze bis zu Beschichtungs- und Hochtemperaturanwendungen.

Das digitale Wechsellicht-Strahlungsthermometer (Pyrometer) KT15 IIP mit Vakuumobjektiv kommt in vielen Industrie-, Forschungs- und Umweltanwendungen zum Einsatz.(Bild:  Heitronics)
Das digitale Wechsellicht-Strahlungsthermometer (Pyrometer) KT15 IIP mit Vakuumobjektiv kommt in vielen Industrie-, Forschungs- und Umweltanwendungen zum Einsatz.
(Bild: Heitronics)

Bei der Herstellung und Verarbeitung von Glas und keramischen Werkstoffen muss die Temperatur häufig entlang der gesamten Prozesskette überwacht werden. Berührungslose Infrarot-Strahlungsthermometer erfassen dabei die vom Messobjekt abgegebene Wärmestrahlung und bestimmen daraus die Temperatur. Gegenüber Kontaktthermometern bietet das Verfahren den Vorteil, dass weder ein mechanischer Kontakt noch eine Erwärmung des Messgeräts erforderlich ist. Auch bewegte Messobjekte lassen sich schnell und ohne Beeinflussung der Oberfläche erfassen.

Heitronics hat seine Strahlungsthermometer auf die besonderen Anforderungen der Glas- und Keramikmessung abgestimmt. Die Geräte ermöglichen eine kontinuierliche Temperaturüberwachung von der Glasschmelze über nachgelagerte Verarbeitungs- und Beschichtungsprozesse bis zum fertigen Produkt. Dabei lassen sich sowohl dünne Glas- und Keramikprodukte als auch mehrere Zentimeter dickes Architekturglas messen.

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Wechsellichtverfahren reduziert Temperatureinflüsse

Eine Besonderheit der Heitronics-Geräte ist das entwickelte Wechsellichtverfahren. Dabei werden Objekt- und Referenzsignal abwechselnd erfasst. Im Gegensatz zu Gleichlichtverfahren ist die Messung dadurch weniger anfällig für Drift durch Änderungen der Eigentemperatur des Messgeräts. Gleichzeitig ermöglicht der pyroelektrische Detektor eine schnelle Ansprechzeit.

Für die Temperaturmessung von Glas spielt zudem die Wahl des geeigneten Spektralbereichs eine wichtige Rolle. Im Bereich von etwa 5 bis 8 µm weist Glas einen hohen Emissionsgrad auf. Heitronics empfiehlt insbesondere Messungen bei 5 beziehungsweise 8 µm. Der 8-µm-Bereich eignet sich dabei auch für Anwendungen, bei denen Temperaturen unter 100 °C erfasst werden müssen.

Anwendungen von Beschichtung bis Hochleistungskeramik

Ein Einsatzgebiet ist die Temperaturüberwachung in Vakuumbeschichtungsanlagen. Bei der Beschichtung technischer Gläser mit funktionalen Schichten beeinflusst die Temperatur die Qualität des Beschichtungsprozesses. Heitronics-Strahlungsthermometer können hier Temperaturen von 100 bis 300 °C an mehreren Messstellen berührungslos überwachen.

Auch bei thermischen Laserbeschichtungsverfahren kommen die Messsysteme zum Einsatz. Je nach Ausführung sind Sondermessbereiche, Temperaturen bis 3000 °C, eine optische Ausrichtung mittels Laser sowie schnelle Ansprechzeiten von bis zu 5 ms möglich.

Für Hochleistungskeramiken stehen ebenfalls geeignete Spektralbereiche und Gerätevarianten zur Verfügung. Insgesamt ermöglichen die Strahlungsthermometer eine schnelle, berührungslose und langzeitstabile Temperaturüberwachung – auch bei anspruchsvollen Hochtemperaturanwendungen.

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