Swiss Cyber Security Days 2024 Cybersecurity ist nicht nur nationale Aufgabe

Quelle: Bernexpo 3 min Lesedauer

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Die Swiss Cyber Security Days fanden zum ersten Mal in Bern statt. Die Bilanz daraus: Cyber ist eine Verbundsaufgabe aus Politik, Bildung, Forschung, Wirtschaft, öffentliche Hand und Zivilgesellschaft. Wichtig ist eine Zusammenarbeit und Wissenstransfer auf internationaler Ebene.

Die Swiss Cyber Security Days standen in diesem Jahr unter dem Motto «Shaping Cyber Resilience» statt. In Bern trafen die wichtigsten Entscheidungsträger und Experten im Bereich Cybersicherheit auf nationaler und internationaler Ebene zusammen.(Bild:  Bernexpo)
Die Swiss Cyber Security Days standen in diesem Jahr unter dem Motto «Shaping Cyber Resilience» statt. In Bern trafen die wichtigsten Entscheidungsträger und Experten im Bereich Cybersicherheit auf nationaler und internationaler Ebene zusammen.
(Bild: Bernexpo)

Die fünfte Ausgabe der Swiss Cyber Security Days (SCSD), die führende Dialog- und Know-how-Plattform zum Thema Cybersicherheit, ist am Dienstag, 20. und Mittwoch, 21. Februar erfolgreich über die Bühne gegangen. Auf dem Bernexpo-Gelände trafen die wichtigsten Entscheidungsträger und Expertinnen im Bereich Cybersicherheit auf nationaler und internationaler Ebene zusammen. Besucht wurde die Veranstaltung von über 2200 Personen. An der Eröffnungsrede machte Programmdirektor Nicolas Mayencourt darauf aufmerksam, dass Cyberkriminalität in den letzten Jahren förmlich explodiert sei. So waren die Schäden im Jahr 2022 ein Vielfaches höher als die Schäden von Naturkatastrophen. Aus diesem Grund brauche es diese Plattform zum Thema Cyber dringender denn je: «Es fehlt global an Verständnis, welchen Einfluss der Cyberraum auf unsere Gesellschaft hat. Wir sehen es deshalb als unsere Aufgabe, hier als Brückenbauer zu agieren und dem Thema zu mehr Beachtung zu verhelfen.»

Mehr als 2.5 Millionen Schwachstellen in der Schweiz

An den SCSD wurde unter anderem die jährliche Ausgabe des State of Swiss Cyberspace präsentiert. Dabei handelt es sich um einen wissenschaftlichen Scan des Schweizer Cyberspace, dieser umfasst alle ans öffentliche Internet angeschlossenen ICT-Infrastrukturen. Über 2.5 Millionen potenzielle Schwachstellen wurden dabei identifiziert. Für Höhepunkte sorgten unter anderem Robert Bohls, Cyber Operations Chief des FBI, oder Admiral Dr. Thomas Daum, Inspekteur Cyber- und Informationsraum der Bundeswehr. Beide betonten, dass Cyber Security nicht nur eine nationale Angelegenheit sei, sondern es eine internationale Zusammenarbeit brauche, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern.

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Natalie Silvanovich, Team Leaderin von Google Project Zero Nord-Amerika - einer Elitegruppe von Hackerinnen und Hackern zeigte auf, wie sie bestehende Schwachstellen suchen und beheben. Spannende Einblicke in den Bereich Kriegsführung im Cyberraum gab Christian-Marc Lifländer, Head of Cyber Defense and Policy der NATO.

Starkes Zeichen gegen Desinformation

Desinformation ist das unmittelbarste Risiko für die globale Stabilität. Dies betonte Alois Zwinggi, der Managing Director des World Economic Forum (WEF) während seiner Rede. Er stellte zudem den Global Risk Report 2024 des WEF vor. Grund zur Hoffnung machte Prof. Dr. Touradj Ebrahimi, Professor an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne EPFL. Er stellte den internationalen Standard «JPEG Trust» vor, der im Sommer 2024 veröffentlicht und weltweit ausgerollt wird. Dieser hilft dabei, die Vertrauenswürdigkeit und Authentizität von visuellen Medieninhalten sicherzustellen.

Auch die Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert. Emiel Brok, SUSE Ambassador Schweiz meinte zu den SCSD: «Es war die Reise in die Schweiz absolut wert. Wir konnten diverse Exponenten von interessierten Firmen treffen und begrüssen es natürlich, dass Open Source Themen im Bereich Cyber Security immer relevanter werden.» Auch Ingo Spranz, Regional Director CrowdStrike schlug in die gleiche Kerbe: «Wir waren zum ersten Mal als Sponsor mit dabei und konnten wertvolle Verbindungen knüpfen sowie Kunden treffen und dazu auch noch spannende Referate hören. Wir freuen uns bereits auf die nächste Ausgabe.»

100 Konferenzen, Podien, Expertengespräche, glückliche Veranstalter und ein neues Datum

Die fünfte Ausgabe fand zum ersten Mal in Bern auf dem Bernexpo-Gelände statt. Nebst rund 100 Vorträgen in Form von Podien, Expertengesprächen, Best Practices und runden Tischen bot auch der Messebereich mit über 90 Ausstellenden viel Gelegenheit für persönlichen Austausch und Networking.

Der Programmdirektor der Swiss Cyber Security Days Nicolas Mayencourt war begeistert von der diesjährigen Veranstaltung. «Es ist unser erklärtes Ziel, Bern zur Cyber-Hauptstadt zu machen. Ich bin sehr zufrieden, es waren zwei grossartige Tage und wir durften viel lernen» so Mayencourt. Auch der Gastgeber und CEO der Bernexpo Groupe Tom Winter zeigte sich erfreut «Unsere Erwartungen an die Swiss Cyber Security Days wurden insgesamt erfüllt. Jetzt freuen wir uns auf die nächsten Swiss Cyber Security Days am 18. und 19. Februar 2025 wieder hier auf dem Bernexpo-Areal».

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Swiss Cyber Security Days (SCSD)

Die SCSD sind die führende Dialogs- und Know-how-Plattform der Schweiz im Bereich Cybersicherheit. Die SCSD überbrücken die Wissenslücke zwischen Technologie, Wirtschaft sowie Bevölkerung und bieten Politik, Verwaltung, Fachleuten und Anwendern Einblicke in aktuelle und zukünftige Bedrohungen sowie innovative Lösungen. Im Fokus stehen Politik, Wirtschaft, Bildung und Forschung. Allen beteiligten nationalen und internationalen Akteuren steht die Plattform offen für den Informationsaustausch, zur Inspiration und für Treffen mit Politik, Verwaltung, Wirtschaft und führenden Cybersicherheits-Expertinnen und -Experten. Präsidentin der SCSD ist die ehemalige Nationalrätin und FDP-Politikerin Doris Fiala.

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