Wärmedämmung und Schallschutz Dämmen für Wohlgefühl und Umweltschutz

Von Andreas Leu 5 min Lesedauer

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Mit beinahe 50 Jahren Erfahrung in der Einblasdämmung hat die isofloc AG umfassende Kenntnisse und eine verlässliche Prozessführung erworben. Die hochwertigen Dämmmaterialien setzen sich ausschliesslich aus nachwachsenden Rohstoffen zusammen, wodurch sie einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Dank des Steuerungssystems von Sigmatek sind die Maschinen von isofloc seit dem Jahr 2013 auf einem hohem Automatisierungsniveau.

Beat Meili, Geschäftsführer der Sigmatek Schweiz AG im Gespräch mit Michel Alder.(Bild:  Lion Communication)
Beat Meili, Geschäftsführer der Sigmatek Schweiz AG im Gespräch mit Michel Alder.
(Bild: Lion Communication)

Die isofloc AG, gegründet im Jahr 1982 und ansässig in Bütschwil SG, ist spezialisiert auf die Entwicklung und Produktion innovativer Dämmmaterialien auf Zellulosebasis. Das Unternehmen bietet umfassende Lösungen für energieeffizientes, ökologisches Bauen an und hält zahlreiche Patente im Bereich der Einblastechnik sowie der Entwicklung von Dämmstoffen. Darüber hinaus verfügt die isofloc AG über umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung vollständiger Systeme zum automatisierten Einbringen loser Dämmstoffe. Zu ihrem Leistungsangebot zählen auch moderne Technologien zur Einblasdämmung sowie Systemlösungen wie 'easyfloc' und ein europaweites Netzwerk von Fachbetrieben. In diesem Artikel wird eine praktische Anwendung bei der S. Müller Holzbau AG in Wil SG vorgestellt.

Automatisierter Materialfluss

Bis der Dämmstoff in die Holzwandelemente von S. Müller Holzbau AG eingeblasen wird, braucht es noch einige vorgelagerte Prozessschritte. Salomon Zehnder, Leiter Produktion und Logistik bei der S. Müller Holzbau, erläutert den Ablauf: «Als Erstes werden die Dämmstoffballen angeliefert und deponiert. Ein Ballen wiegt etwa 350 kg und besteht aus 92 % Papier. Wir können bis zu neun Stück automatisiert in das Magazin einfüllen. Anschliessend wird ebenfalls automatisiert der Dämmstoff in den sogenannten Bunker eingefüllt. Dessen Fassungsvermögen beträgt zwei Ballen. In diesem Bunker wird das Material mittels eines Auflösers aufgelockert.» Da sich sowohl das Magazin als auch der Bunker im Untergeschoss befinden, ist es erforderlich, dass der Dämmstoff ins Erdgeschoss geblasen wird. Hierbei gilt es eine Höhe von 15 Metern sowie insgesamt etwa 80 Meter durch ein Rohr bis zur Einblasplatte zu überwinden, welche den Dämmstoff in die Holzelemente einführt. «Für derart grosse Distanzen ist die Installation eines Zwischenbunkers notwendig. In diesem befindet sich eine nahezu identische Maschine zur Einspeisung des Materials», erläutert Michel Alder, CEO der isofloc AG und einer der Pioniere auf dem Gebiet der Einblastechnik für Dämmstoffe. Um einen reibungslosen Ablauf dieses Prozesses sicherzustellen, lässt sich über das 7-Zoll-Panel ETT 771 der Druck für den Materialtransport regulieren; dies gewährleistet letztlich eine hohe Leistung an den Einblasplatten.

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Der abschliessende Prozessschritt beinhaltet das präzise Einblasen des Materials in die Dämmplatten, welche entweder für Dach- oder Wandkonstruktionen bestimmt sind. Hierbei kommt ein fünfachsiger Portalroboter zum Einsatz, der entlang der Produktionsstrasse agiert und die Einblasplatte positioniert, welche den Dämmstoff mittels Düsen in die Elemente einbringt. Hierbei kommt ein fünfachsiger Portalroboter zum Einsatz, der entlang der Produktionsstrasse agiert und die Einblasplatte positioniert. Diese bringt den Dämmstoff mittels Einblasstutzen automatisiert in die Elemente ein. Diese Einblasfunktion wird durch eine Sigmatek-Steuerung realisiert. Das Multitouch-Bedienpanel ETV 0833-3 ist direkt an der Einblasplatte installiert und optimiert somit die Handhabung für das Montagepersonal. Die Kommunikation mit dem Steuerungssystem von Technowood, das für den Betrieb des Einblasportals verantwortlich ist, wurde unter Anwendung des offenen Kommunikationsstandards OPC UA implementiert.

Technologie und Service überzeugt

Welche Kriterien führten letztlich zur Entscheidung für die Lösung von Sigmatek? Michel Alder erinnert sich: «Uns war im Jahr 2013 bewusst, dass wir uns in einem preissensitiven Markt bewegen. Im Rahmen des Evaluationsprozesses führten wir eine umfassende Analyse unserer Prozesse durch und verglichen mehrere Systemanbieter im Bereich Steuerungstechnik. Bei der Entscheidungsfindung spielten Faktoren wie Flexibilität hinsichtlich verschiedener Produkte, unkomplizierte Integration, Energieeffizienz sowie Benutzerfreundlichkeit eine zentrale Rolle. Darüber hinaus waren auch der Service sowie die langfristige Verfügbarkeit von grosser Bedeutung. Letztlich entschied sich isofloc für die Sigmatek-Systemlösung sowie für die Software-Dienstleistung von Sigmatek Schweiz. Neben der hohen Energieeffizienz und dem lokalen Support, sind die Modularität, die durchgängige, objektorientierte Engineering-Plattform sowie die offenen Schnittstellen die überzeugenden Merkmale.»

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Das umfangreiche Sortiment an Einblasmaschinen der isofloc AG erfordert eine hohe Modularität und Flexibilität sowohl auf Hardware- als auch auf Softwareebene. Die S-DIAS Steuerungshardware von Sigmatek stellt vierzehn Typen CPU-Einheiten mit variierenden Leistungsstufen zur Verfügung und bietet darüber hinaus ein flexibles, TÜV-zertifiziertes Safety-System sowie eine Vielzahl von IO-Modulen, die individuell an unterschiedliche Anwendungen angepasst werden können. Die leistungsstarke Engineering-Plattform Lasal erfüllt alle Anforderungen an Flexibilität in der Softwareentwicklung. Insbesondere die Möglichkeit der objektorientierten Programmierung stellt ein ideales Werkzeug für kundenspezifische Anpassungen dar, da neue Objekte leicht aus bereits existierenden Klassen abgeleitet werden können. Dies reduziert den Programmieraufwand erheblich und führt somit zu Einsparungen bei Zeit und Kosten. Auch Michel Alder erkennt diesen Vorteil: «Die objektorientierte Programmierung sowie die übersichtliche grafische Darstellung im Engineering-Tool Lasal ermöglichen unseren Technikern ein effizientes Troubleshooting ohne tiefgehende Programmier-Kenntnisse.» Als ein weiteres Plus ist die Kommunikation unter den einzelnen Anlagenteilen mithilfe des Lasal Machine Managers einfach zu realisieren.

Vorbildliche Unterstützung und Kundenorientierung

Michel Alder äussert sich positiv über die Kooperation mit Sigmatek: «Die Programmierer zeichnen sich durch ein hohes Mass an Maschinenverständnis aus und arbeiten eng mit unseren Technikern zusammen. Sie tragen sowohl durch innovative Ideen als auch spezifische Vorschläge zur Optimierung bei, was zu einer effizienten und strukturierten Programmerstellung führt. Darüber hinaus zeigen alle Mitarbeiter von Sigmatek eine ausgeprägte Kundenorientierung und stehen stets hilfsbereit zur Verfügung. Dies wurde insbesondere in der Zeit nach der Covid-Krise deutlich, als Ressourcen knapp waren; es wurden kontinuierlich praktikable Lösungen erarbeitet und implementiert. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir hier von einem ausgesprochen kollegialen sowie angenehmen Kundensupport sprechen, welcher eine zügige sowie unkomplizierte Reaktion auf Kundenanliegen oder Herausforderungen gewährleistet.»

Weitblick mit Zuversicht

Michel Alder mangelt es nicht an neuen Ideen für die Zukunft. Er erkennt auch an, dass es notwendig ist, ständig neue Innovationen einzuführen, um auf dem Markt bestehen zu können. Seine Sichtweise lautet: «Die Konkurrenz schläft nie! Bei isofloc arbeiten wir fortlaufend an der Entwicklung neuer Dämmstoffe weiter. Die Weiterentwicklung und Erforschung neuer Produkte ist unsere DNA und unser tägliches Streben, um unseren Kunden die besten Lösungen und Wirtschaftlichkeit zur Verfügung zu stellen und somit auch die Innovationsführerschaft im Bereich Dämmstoff- und Maschinentechnik zu sichern. Gemeinsam mit Sigmatek setzen wir im Bereich Automatisierung auf kontinuierliche Weiterentwicklung, um am Puls der Zeit zu bleiben und die steigenden Marktanforderungen zuverlässig zu erfüllen. Diese Initiativen werden dazu führen, dass unsere Abläufe effizienter gestaltet werden können und sowohl das Engineering als auch das Troubleshooting noch mal vereinfacht wird.»

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