Sensorik im Fokus Erfolgreiche Premiere des AT-Technologietags

Von Andreas Leu 3 min Lesedauer

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Einen Tag lang erhielten die Besucher:innen bei Referaten mit praktischen Anwendungen und technischer Tiefe interessante Inputs zum Thema Sensorik. Auch der Impulsvortrag von Dr. Oliver Vietze, CEO Baumer Group sowie die Keynote von Dr. Robert Riener, unter anderem Initiant des Cybathlons, stiessen auf ein hohes Interesse.

Abwechlungsreiches Programm mit vielen interessanten Referaten; das war der erste AT-Technologietag.(Bild:  Thomas Entzeroth)
Abwechlungsreiches Programm mit vielen interessanten Referaten; das war der erste AT-Technologietag.
(Bild: Thomas Entzeroth)

Es dauerte 175 Jahr nach der Gründung der Eidgenossenschaft bis zum ersten AT-Technologietag, witzelte Matthias Böhm, Geschäftsleiter der Vogel Communications Group bei seinen abschliessenden Worten. Für die at – Aktuelle war es in der Tat eine Premiere nach 46 Jahren ihres Bestehens einen ersten derartigen Event durchzuführen. Mit rund hundert Teilnehmenden und hochkarätigen Referaten mit viel Praxisbezug darf der Event als ein voller Erfolg bezeichnet werden. Mit der Sensorik wurde ein Thema für den Tag gewählt, dass in jeder Branche durch die digitale Transformation und den höheren Datenbedarf für KI-Anwendungen noch mehr an Bedeutung gewinnt. Die Referate beleuchteten nicht nur die klassischen Anwendungsgebiete wie Fertigungs- und Prozessautomation, sondern auch die Lebensmittelindustrie, Chemie und Pharma sowie Medizintechnik bis hin zur Raumfahrt. René Brugger, Präsident swissT.net führte gekonnt durch das Programm und stellte den Vortragenden spannende Hintergrundfragen, um noch mehr Erkenntnisse für die Gäste zu generieren.

Innovation in der DNA

«Erfolgreich am Weltmarkt mit Spitzenprodukten aus der Schweiz – von der Idee zur Innovation», so lautete der Titel des Impulsvortrags von Dr. Oliver Vietze, CEO und Chairman Baumer. Er forderte dabei eine vermehrte «why-not-Kultur» im Gegensatz zur «yes-but-Kultur», um in den Unternehmen die Innovationen zu fördern. Er plädierte dafür, dass die Unternehmen vermehrt den Menschen in den Mittelpunkt stellen, den Kunden gut zuhören und sie in die Innovationsprozesse mit einzubeziehen.

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Auch den Mut zu besitzen, eine Entwicklung zu stoppen, wenn der Businessplan nicht mehr stimmt, und eine Kultur des möglichen Scheiterns zuzulassen, gehören für Oliver Vietze zum Kulturwandel. Fehler früh zu erkennen, sei am Ende immer die günstigere Variante.

Auf diese spannenden und zum Teil philosophischen Ausführungen von Oliver Vietze folgten am Vormittag die Vorträge der Vogt AG Verbindungstechnik, von Phoenix Mecano Solutions AG, Cicor Group, ifm Electronic AG sowie Novitronic AG. Am Nachmittag waren die Unternehmen die Baumer Group, Compar AG, IDS Imaging Development Systems GmbH und Roth+Co. AG an der Reihe.

Weiterer Höhepunkt zum Abschluss

Den Abschluss bildete die Keynote Prof. Dr.-Ing. Dr. med. h.c. Robert Riener. Er ist Professor an ETH Zürich (D-HEST) und Universität Zürich (Fakultät für Medizin) sowie der Gründer des Cybathlons, dem Non-Profit-Projekt der ETH Zürich. Diese Organisation versteht sich als Plattform, die Entwicklerteams auf der ganzen Welt herausfordert, alltagstaugliche Assistenztechnologien mit und für Menschen mit Behinderungen zu entwickeln und sich an Wettkämpfen zu messen. Der Vortrag von Robert Riener trug den Titel «Messen, Erkennen, Vermeiden: Wie KI und Robotik die Rehabilitation unterstützt». Er zeigte auf, wie durch einen frühen Einsatz entsprechender robotischer Verfahren und des Machine-Learnings die Möglichkeit besteht, das Auftreten solcher Erkrankungen zu vermeiden. Beim Vortrag wurden verschiedene Anwendungsbeispiele aus der Bewegungstherapie, Hilfsmitteltechnologie und der Schlafforschung beleuchtet und gezeigt, welche Chancen sich mittels dieser Techniken in der Rehabilitation bei Erkrankungen des Bewegungsapparats eröffnen.

Der abschliessende Apéro sowie die jeweiligen Pausen boten den Besuchern, den Referenten und den ausstellenden Unternehmen die Möglichkeit, sich bei Gesprächen intensiv über die unterschiedlichsten Thematiken auszutauschen und neue Technologien kennenzulernen. Der nächste AT-Sensoriktag wird wieder in zwei Jahren stattfinden.

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