Ziehl-Abegg auf der Hannover Messe 2026 Ferritmagnete statt Seltene Erden

Quelle: Ziehl-Abegg 2 min Lesedauer

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Ziehl-Abegg hat eine Aufzugsmaschine mit Ferritmagneten entwickelt, die vollständig ohne Seltene Erden wie Neodym oder Dysprosium auskommt. Das neue Motordesign reduziert geopolitische Risiken, die Abhängigkeit von China und sichert damit eine stabile Produktion.

«Wir zeigen auf der Hannover Messe einen Motor, der ausschliesslich Ferritmagnete enthält», freut sich Ziehl-Abegg Vorstandschef Joachim Ley. Bisher sind Magnete aus Seltenen Erden Standard in vielen Aufzugsantrieben. (Bild:  Ziehl-Abegg/Rainer Grill)
«Wir zeigen auf der Hannover Messe einen Motor, der ausschliesslich Ferritmagnete enthält», freut sich Ziehl-Abegg Vorstandschef Joachim Ley. Bisher sind Magnete aus Seltenen Erden Standard in vielen Aufzugsantrieben.
(Bild: Ziehl-Abegg/Rainer Grill)

Ziehl-Abegg ist weltweit das erste Unternehmen, dem es gelungen ist, eine elektrische Aufzugssynchronmaschine ohne Magnete aus Seltenen Erden zu entwickeln – und das bei gleichbleibend hoher Leistung. Die neue Aufzugsmaschine mit Ferritmagneten kommt ganz ohne kritische Rohstoffe wie Neodym oder Dysprosium aus, die bislang für Hochleistungsantriebe wegen der Leistungsdichte als unverzichtbar galten. Diese sogenannten Seltenen Erden stammen fast ausschliesslich aus China, das zuletzt die Exportbedingungen massiv verschärft hat. «Wir haben damit nicht nur ein technologisches Problem gelöst, sondern auch ein strategisches», erklärt Joachim Ley, Vorstandsvorsitzender bei Ziehl-Abegg.

High-Torque-Anwendungen mit identischen Leistungsdaten

Trotz des Verzichts auf Hochleistungsmagnete aus Seltenen Erden erreicht der neue Motor identische Leistungsdaten – und das bei gleichen Abmessungen. Dies ist insbesondere für High-Torque-Anwendungen im Aufzugsbereich mit hohen Anforderungen an Laufruhe und Energieeffizienz ein bedeutender Schritt. Möglich wurde dies durch die tiefgreifende Kompetenz von Ziehl-Abegg in der Entwicklung elektrischer Maschinen. Eine Patentanmeldung ist bereits erfolgt.

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Die neue Aufzugsmaschine der Baugrösse 200 wird auf der diesjährigen Hannover Messe vorgestellt (Halle 13, Stand C01). In der zweiten Jahreshälfte 2026 wird die Serienproduktion am Standort Deutschland beginnen. Ziehl-Abegg beweist einmal mehr seine Vorreiterrolle im Bereich der elektrischen Antriebstechnik. «Und wir sichern unsere Produktion gegen Ausfälle wegen Materialmangels bei Seltenen-Erden-Magneten ab», unterstreicht Firmenchef Ley.

Technologieführer in mehreren Disziplinen

Ziehl-Abegg will mit dieser Entwicklung erneut seine Technologieführerschaft bekräftigen. Bereits seit Jahrzehnten sieht sich das Unternehmen in einer technologischen Vorreiterrolle – sei es durch bionisch optimierte Ventilatorengeometrien, die für besonders leise und energieeffiziente Luftbewegung sorgen, oder durch den gezielten Einsatz moderner Medienformate zur Ansprache junger Fachkräfte. Mit dem neuen Motor für Aufzugsanwendungen will Ziehl-Abegg seine Spitzenposition auch im Bereich der Antriebstechnik festigen.

Über Ziehl-Abegg

Ziehl-Abegg (Künzelsau, Baden-Württemberg, Deutschland) gehört zu den international führenden Unternehmen im Bereich der Luft-, Regel- und Antriebstechnik. Beispiele für Einsatzgebiete der Produkte sind Wärme- und Kälteanlagen oder Reinraum- und Agraranlagen. Ein weiterer Bereich sind elektrische Motoren, die beispielsweise in Aufzügen oder medizinischen Anwendungen (Computertomographen) für Antrieb sorgen.

Das High-Tech-Unternehmen besticht durch eine hohe Innovationskraft. Ziehl-Abegg (alle Angaben sind bezogen auf das Jahr 2025) beschäftigt 3000 Mitarbeiter in süddeutschen Produktionswerken. Weltweit arbeiten für das Unternehmen 5.800 Mitarbeiter. Diese verteilen sich global auf 17 Produktionswerke, 30 Gesellschaften und 114 Vertriebsstandorte. Die rund 30.000 Artikel werden in mehr als 100 Ländern verkauft. Der Umsatz liegt bei gut 1 Milliarde Euro.

Emil Ziehl hat die Firma 1910 in Berlin als Hersteller von Elektromotoren gegründet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Firmensitz nach Süddeutschland verlegt. Die Ziehl-Abegg SE ist nicht börsennotiert und befindet sich in Familienbesitz.

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