Halt! Stehenbleiben!

Forscher wollen autonome Robotersystem noch sicherer machen

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Roboterbegrenzung durch Joystick-Befehle oder Gesten

Die 3D-Grenzen des Arbeitsbereichs eines Roboters könnten vom User etwa spontan per „Pen Mouse“ in ein Kamerabild gezeichnet werden, das wiederum mit der dreidimensionalen Karte eines Roboters korrespondiert. Dann könnten die Roboter mit ihrer zuvor erstellten Karte die Grenze erkennen, um sie auch zu akzeptieren, glaubt man. Doch es gebe noch weitere Möglichkeiten! Bewährt, aber nicht immer praktikabel, sei das Prinzip „Durchführen und Lernen“. Wie Kinder, die den Schulweg erst einmal in Begleitung eines Erwachsenen ablaufen, kann dabei eine Route auch mit einem Roboter zunächst gemeinsam abgefahren werden, wie die Forscher erklären. Danach speichert der Roboter den Weg, weshalb er ihn danach von selbst verfolgen kann.

Das am Projekt beteiligte Team sucht aber nach noch einfacheren Varianten, Robotern ihre Grenzen aufzuzeigen. Dazu gehört zum Beispiel die „Programmierung“ eines dreidimensionalen Roboterarbeitsbereichs per Augmented-Reality-Brille und Tablet. Das sind Tools, so sind sich die Bielefelder sicher, die es in immer mehr Haushalten gibt, und mit deren Bedienung jungen Leute gut klarkommen. Auch die Gestenerkennung ist ein weiteres Feld, mit dem sich die Forscher mit Blick auf die Robotergrenzen befassen. Denn mit Gesten könnten einerseits „No go areas“ eingegeben werden und andererseits auch eine simplere Bedienung von Robotern möglich werden. Eine Drohne beispielsweise ließe sich dann durch Winken herbeirufen und ein Roboterarm sich zum Greifen animieren lassen, indem der User eine Faust mit der eigenen Hand vormacht.

Visionen bezüglich der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter

Noch sei alles Grundlagenforschung. Doch in Zukunft werde sich ein gigantisches Erweiterungspotenzial für die Robotik ergeben. Alles stehe und falle damit, dass die Zusammenarbeit von Mensch und Roboter harmonisch und sicher wird. Ein Haushaltsroboter könnte – animiert nur von Gesten – ein Glas auf den Tisch stellen und kurz darauf unter dem Tisch fegen, um nur eine Vision zu nennen. Er würde die Tischplatte als Grenze erkennen, die auf einer bestimmten Höhe liegt. Und auch die Industrie kann profitieren, wenn in einer großen Werkhalle etwa Transportdrohnen ihre Lieferungen sicher an den dort arbeitenden Menschen vorbeifliegen. Irgendwann könnten die Roboter dann ihre Käfige verlassen, glaubt man. Ein starker Roboterarm kann nämlich dann durch die Grenzziehung erkennen, wo er sich bewegen darf, um niemandem zu schaden. Der Roboter soll in Zukunft wissen, was der Mensch will. Und der Mensch soll wissen, wie der Roboter arbeitet und gesteuert wird.

Damit sind die Forscher momentan auch beschäftigt

Das Projekt läuft noch rund zwei Jahre. Momentan gehe es darum, die einzelnen Komponenten zu einem Gesamtsystem zusammenzuführen, um es zu studieren. Diese Untersuchungen werden unter anderem Akzeptanztests mit Probanden umfassen. Dazu zählt etwa, wie viel Zeit die Probanden für die Bedienung benötigen oder wie lange es gedauert hat, einen konkreten Befehl vom Roboter bearbeiten zu lassen. In die Auswertung werde auch das technische Vorwissen der Testpersonen einbezogen. Und es könne nachgebessert werden, wenn die Kommunikation zwischen Mensch und Roboter mal nicht so reibungslos funktionieren sollte

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal maschinenmarkt.vogel.de. (pk)

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