Unsere Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stetig optimiert – hin zu mehr Effizienz und Produktivität. Doch jetzt stehen wir an der Schwelle zu einer neuen Ära: der autonomen Gesellschaft. Daraus ergeben sich auch Konsequenzen für die Industrieautomatisierung. Omron hat fünf Trends erkannt, die die Entwicklungen der Zukunft prägen werden.
In der autonomen Produktion treffen KI, Echtzeitdaten und adaptive Systeme aufeinander – für maximale Effizienz und Flexibilität.
(Bild: Omron (KI-generiert))
Während in der Optimierungsphase der Fokus auf der Verfeinerung von Prozessen, der Steigerung von Effizienz und dem gezielten Einsatz von Technologie lag, geht die autonome Gesellschaft einen Schritt weiter: Hier agieren Systeme nicht nur effizient, sondern sie regulieren sich selbst, lernen eigenständig und treffen selbständige Entscheidungen. Doch was bedeutet das für Unternehmen und die industrielle Automatisierung? Welche zentralen Entwicklungen prägen diese Zukunft? Eine Antwort gibt der integrated Report von Omron.
Trend 1: Vorausschauende Wartung und datengesteuerte Automatisierung
Eine der bedeutendsten Entwicklungen für Industrieunternehmen ist die intelligente oder vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), die durch datengesteuerte Automatisierung ermöglicht wird. Sie ermöglicht proaktive Reaktionen auf den Verschleiss von Geräten, was Ausfallzeiten reduziert und die betriebliche Effizienz insgesamt verbessert.
Bei der datengesteuerten Automatisierung geht es nicht nur darum, zu erkennen, wann etwas schiefgehen wird, sondern auch darum, diese Daten zur Optimierung von Produktionsprozessen zu nutzen. Moderne Technologievisionen vereinen fortschrittliche Sensoren, Steuerungstechnologien und Datenanalysen, um Systeme zu schaffen, die aus ihrer Umgebung lernen und selbstständig Anpassungen vornehmen. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, Effizienz und Produktivität zu steigern. Solche Technologien sind ein Eckpfeiler des Wandels hin zur autonomen Produktion, bei der Echtzeitdaten von Sensoren und Maschinen die Entscheidungsfindung vorantreiben.
Trend 2: Adaptive Systeme für eine intelligente Fertigung
Weil Produktionsumgebungen immer komplexer und vielfältiger werden, reichen herkömmliche Steuerungssysteme nicht mehr aus. Moderne Fertigung erfordert adaptive Steuerungssysteme, die dynamisch auf sich ändernde Bedingungen reagieren können. So verbessern KI-gesteuerte Steuerungssysteme, die Echtzeitdaten integrieren, um Maschinenparameter im laufenden Betrieb anzupassen, die Produktionsqualität und -konsistenz.
In Branchen wie der Halbleiterfertigung, in denen Präzision von entscheidender Bedeutung ist, können die hochauflösenden Inspektionssysteme wie das VT-X950 von Omron mit fortschrittlicher Röntgen- und CT-Technologie, Fehler auf Mikroebene in Echtzeit erkennen. Dies ermöglicht es Herstellern, Fehler sofort zu beheben, Ergebnisse erheblich zu verbessern und Ausschuss zu reduzieren. Innovative adaptive Systeme sind die Zukunft der Qualitätskontrolle in der Fertigung, in der Maschinen kontinuierlich überwacht werden und sich selbst anpassen, um eine optimale Leistung zu erzielen.
Trend 3: Co-Creation als Innovationsmotor
Zusammenarbeit und gemeinsame Entwicklung (Co-Creation) mit Partnern, Kunden und akademischen Einrichtungen sind ein wichtiger Motor für Innovationen in der industriellen Automatisierung. Dieser Ansatz fördert Innovationen innerhalb des eigenen Ökosystems des Unternehmens, aber auch durch die Bündelung von Erkenntnissen und Fähigkeiten externer Partner. Die Zusammenarbeit mit externen Partnern und anderen Geschäftsbereichen ermöglicht die Schaffung von Dienstleistungen, die sowohl Produkte als auch umfassendere gesellschaftliche Lösungen verbessern.
Co-Creation treibt technologische Entwicklungen voran und stellt sicher, dass die entwickelten Lösungen eng auf die Bedürfnisse des Marktes und der Gesellschaft abgestimmt sind. So beschleunigen etwa moderne Technologien die Materialinnovation, indem sie die Eigenschaften neuer Materialien auf Grundlage ihrer Molekularstrukturen vorhersagen.
Trend 4: Intelligentere Produkt- und Komponentenentwicklung für mehr Energieeffizienz
Die Industrie steht zunehmend unter Druck, ihren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Herkömmliche siliziumbasierte Leistungsbauelemente dominieren seit langem industrielle Systeme, weisen jedoch Einschränkungen in Bezug auf Effizienz und Grösse auf. Galliumnitrid (GaN)-Technologie adressiert diese Herausforderungen mittels leistungsstarker Energieumwandlung mit minimalem Energieverlust. GaN-Bauelemente ermöglichen höhere Leistungsfähigkeit bei deutlich geringerer Stellfläche, was zu miniaturisierten Komponenten führt, die weniger Energie für den Betrieb benötigen und gleichzeitig die Wärmeentwicklung reduzieren. Dies ist besonders für Branchen wie die Automobilindustrie interessant, in der leichtere, energieeffizientere Komponenten für die Produktion von Elektrofahrzeugen unerlässlich sind.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
Trend 5: Ethische KI und transparente Entscheidungsfindung
KI wird vermehrt in industrielle Systeme integriert. Das führt dazu, dass ethische Überlegungen zur KI-Nutzung an Bedeutung gewinnen. In der Fertigung heisst es, Systeme zu schaffen, in denen KI-gesteuerte Entscheidungen überprüft und nachvollzogen werden können, so dass Unternehmen die Kontrolle über ihre Abläufe behalten und gleichzeitig von der Effizienz der KI profitieren. Da Fertigungsstandorte immer autonomer agieren, wird ethisch durchdachte und eingesetzte KI immer wichtiger. Die Gewährleistung von Transparenz bei KI-Entscheidungen ist entscheidend, um das Vertrauen zwischen Unternehmen, Mitarbeitern und Interessengruppen aufrechtzuerhalten.
Mit Voranschreiten der autonomen Gesellschaft entwickelt sich auch die Art und Weise, wie die industrielle Automatisierung angegangen wird, grundlegend weiter. Predictive Maintenance, adaptive Steuerung und Co-Creation gestalten die Fertigung von heute neu. Mit jeder Innovation, von der Echtzeit-Datenanalyse bis hin zur fortgeschrittenen Materialwissenschaft, lassen sich nicht nur Prozesse verbessern. Sie ermöglichen es Systemen auch, selbstständig zu denken, zu lernen und zu handeln. Gemeinsam müssen Player der Branche nun intelligentere, widerstandsfähigere Fertigungssysteme für eine komplexe, sich ständig verändernde Welt entwickeln.