Technik für körperlich Behinderte Herausforderungen im Rollstuhl erfahren

Von Franziska Schmid, Andreas Leu 2 min Lesedauer

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Die neue Ausstellung «Mobilität und Inklusion» an der ETH Zürich macht erlebbar, mit welchen Hürden Menschen mit Beeinträchtigungen kämpfen und welche technischen Hilfsmittel es gibt. Ab 2025 wird sie als permanente Ausstellung im Verkehrshaus in Luzern zu sehen sein.

Die Ausstellung «Mobilität und Inklusion» konnte vom 12. bis 27. Februar im ETHZ-Hauptgebäude besucht werden. Danach geht es weiter ins Technorma, Winterthur.(Bild:  Andreas Leu)
Die Ausstellung «Mobilität und Inklusion» konnte vom 12. bis 27. Februar im ETHZ-Hauptgebäude besucht werden. Danach geht es weiter ins Technorma, Winterthur.
(Bild: Andreas Leu)

Menschen mit Beeinträchtigungen begegnen im Alltag nach wie vor zahlreichen Barrieren. Hier setzt die Ausstellung «Mobilität und Inklusion» an – und zwar ganz praktisch. Um die Ausstellung zu besuchen, stehen 20 Rollstühle bereit. So können Besucherinnen und Besucher erfahren, wie viel Kraft und Geschicklichkeit es erfordert, einen Rollstuhl zu steuern.

Der Zugang zum Thema ist bewusst leicht und spielerisch, so können die Besucher:innen beispielsweise im Rollstuhl Mario Kart gegeneinander spielen. An zahlreichen Exponaten können alle selbst Erfahrungen sammeln und ihr Wissen über Inklusion in einem Quiz testen. Diese Ausstellung wurde durch den Cybathlon inspiriert, ein Wettkampf für Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung, den die ETH Zürich zum ersten Mal 2016 durchgeführt hat. Die teilnehmenden «Pilot:innen» dürfen robotische Technologie verwenden, um Aktivitäten des täglichen Lebens besser zu bewältigen. Beim Cybathlon geht es aber nicht nur um technische Aspekte, sondern auch darum, Inklusion insgesamt zu fördern und mehr Bewusstsein für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen zu schaffen. Der nächste Cybathlon findet vom 25. bis 27. Oktober 2024 in Kloten, Zürich, statt.

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Die Idee hinter der Ausstellung

Robert Riener, Gründer des Cybathlon, ist Hauptinitiator der Ausstellung: «Die Motivation und Idee hinter dieser Ausstellung sind, dass wir in der Gesellschaft Berührungsängste und Barrieren gegenüber Menschen mit Behinderung abbauen möchten. Mit der Ausstellung möchten wir alle Schichten ansprechen, also Personen mit und ohne Behinderungen. Sie können so lernen, welche Technologien existieren, aber auch welchen Herausforderungen Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung tagtäglich begegnen. Wir erreichen dies dadurch, dass wir die Gäste dazu einladen, in einem Rollstuhl Platz zu nehmen und sich an den interaktiven Exponaten zu informieren.»

Romy Tschopp, die erste Schweizer Para-­Snowboarderin an den Paralympics setzt sich als Botschafterin für die gesellschaftliche Akzeptanz von handicapierten Menschen ein: «Ich finde es enorm wichtig, dass auch Personen mit körperlicher Behinderung an Wettkämpfen teilnehmen können. Wir möchten dabei über uns hinauswachsen und an unseren Fähigkeiten feilen. Dabei profitieren wir auch stark von den technologischen Fortschritten. Ohne moderne Technologien, wie bei mir zum Beispiel eine Orthese, wäre ein bestmögliches Training viel schwieriger. Oder für den optimalen Halt auf dem Snowboard sind wir ständig am Tüfteln. Davon profitiere ich, am Ende dann auch die grosse Masse.»

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