Die Software-Suites für Elektroplanung und Schaltschrankbau werden immer komplexer. Wie gelingt einem mittelständischen Sondermaschinenbauer der Einstieg in die ECAD-Welt? T.H.E. Machines macht es vor. Der Schweizer Hersteller von Rohrbearbeitungsmaschinen konnte nur einen Monat nach der Implementierung schon die erste Maschine mit der Eplan Plattform konstruieren – und nutzt nun in vollem Umfang die Vorteile einer durchgängigen und durchdigitalisierten Schaltschrankplanung und –fertigung.
Eine Extrusionsanlage für Verbundstoffrohre aus Kunststoff in der Testphase. Im Vordergrund sind die Schnecke und der Extrusionskopf zu sehen.
(Bild: MSM)
Wer Kunststoffrohre herstellt, kennt vermutlich T.H.E. Machines. Das Maschinenbauunternehmen aus Yvonand/ Schweiz hat sich auf (Sonder-)Maschinen für die Rohrproduktion und –bearbeitung spezialisiert.
Zumeist projektiert und baut T.H.E. Machines komplette Fertigungslinien, die von der Extrusion über das Laserschweissen bis zum Finishing alle wesentlichen Arbeitsschritte abdecken.
Das «Gehirn» dieser Prozesse befindet sich im Schaltschrank. Für dessen Konstruktion verwendeten die T.H.E.-Elektroplaner über viele Jahre eine ECAD-Software, die sich aus einem bestimmten Grund am Ende als unzureichend erwies. Thomas Bouillot, Electrical Engineer Team Leader: «Einige unserer Kunden und Subunternehmer arbeiteten mit der Eplan Plattform. Sie zeigten Interesse daran, zusätzliche Daten zu erhalten, die mit ihrer Software kompatibel sind, und damit sich und auch uns die Arbeit zu erleichtern. Mit der vorhandenen CAD-Lösung konnten wir das nicht realisieren. Deshalb lag es nahe, einen Systemwechsel zu vollziehen und ebenfalls Eplan einzusetzen – auch wenn das ein grosser Schritt war.»
Schnelle Implementierung, schneller Erfolg
Die Entscheider bei T.H.E. Machines nahmen Kontakt mit Eplan auf. Sie stellten schnell fest, dass diese ECAD-Software bestens auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist, und erwarben Lizenzen für Eplan Electric P8. Und ebenso schnell ging es weiter. Thomas Scheidegger, Electrical Designer: «Nach nur einem Monat konnten wir die schon erste Maschine mit Eplan konstruieren, und nach knapp drei weiteren Monaten beherrschten wir alle Funktionen und konnten somit völlig selbstständig arbeiten.»
«Anschubhilfe» durch passgenaue Schulung
Die kurze Zeitspanne von der Implementierung bis zur Elektrokonstruktion mit Eplan verdankt sich auch dem gut ausgebauten Schulungsprogramm, das T.H.E. Machines genutzt hat. Sébastien Zweiacker, Account Manager bei Eplan: «In unserem Schulungszentrum in Yverdon bieten hochqualifizierte und didaktisch geschulte Kollegen Grundlagen- und auch kundenspezifische Schulungen an.» Ergänzt wird dieses Angebot durch E-Learning, das T.H.E. Machines ebenfalls in Anspruch nahm – zum Beispiel wenn neue Funktionen verfügbar sind. Thomas Scheidegger: «Für diese Fälle gibt es eine sehr umfangreiche Tutorial-Datenbank. So können wir uns direkt vom Arbeitsplatz aus auf den neuesten Stand bringen. Das ist komfortabel und spart Zeit.»
Makros und Platzhalter: CAE-Software umfassend genutzt
Zum Anspruch der Elektroplaner von T.H.E. Machines gehört es, die CAE-Software möglichst umfassend zu nutzen – bis in die Feinheiten. Beliebt sind zum Beispiel Platzhalter, mit denen die Werte verschiedener Parameter einer Funktion oder bestimmter Komponenten in Projekten vordefiniert werden können. Auf diese Weise wird die Zusammenarbeit erleichtert, das Fehlerrisiko verringert und die Qualität der Projekte erhöht. Thomas Bouillot: «Das ist besonders nützlich, wenn mehrere Ingenieure an einem Projekt arbeiten.» Das Unternehmen nutzt auch ausgiebig die Makrotechnologie: «Das beschleunigt die Konstruktion erheblich, und es standardisiert zugleich die Elektrokonstruktion.»
Die Kunststoffmaschinen von T.H.E. Machines sind hoch spezialisiert, entsprechend international ist der Kundenkreis. Dank der Unicode-Kompatibilität von Eplan Electric P8 kann T.H.E. die Schaltschrank-Dokumentation in der jeweiligen Landessprache bereitstellen. Thomas Scheidegger: «Die Software erstellt mehrsprachige Schaltpläne und Dokumentationen auf der Grundlage einer benutzerdefinierten Übersetzungsdatenbank. So können wir ganz einfach zum Beispiel einen Schaltplan auf Chinesisch oder eine Stückliste auf Polnisch erstellen.»
Von der Schaltplanerstellung zum 3D-Modell
Zeitgleich mit Eplan Electric P8 hat T.H.E. Machines auch Eplan Pro Panel installiert – das 3D-CAD-Tool für die Schaltschrankplanung. Es erlaubt neben der Erstellung detaillierter Schaltpläne auch die Gestaltung des 3D-Montageplans und die virtuelle Verlegung von elektrischen Verbindungen – auf einer Datenbasis. So wird der digitale Zwilling 1:1 in die Realität umgesetzt. Dabei profitiert der Konstrukteur u.a. davon, dass viele namhafte Komponentenhersteller die Daten ihrer Geräte im Eplan Data Portal bereitstellen. Der Konstrukteur kann sie einfach per Mausklick (und mit allen Eigenschaften als Datensatz) in seine Planung übernehmen.
Ebenso übernehmen kann er – und genau so machen es die Konstrukteure des Schweizer Maschinenbauers auch – die Lüftungs- und Klimageräte von Rittal. Die 3D-Modelle können einfach in den Pro Panel-Plan einkopiert werden, und zwar so, dass die optimale Kühlleistung erreicht wird. Eine Kollisionskontrolle z.B. bei den Bauteilen, die in die Türen eingebaut werden, ist selbstverständlich, und auch die Bohr- und Zuschnittdaten für die Bleche werden bereitgestellt.
Stand: 08.12.2025
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Bauteile werden automatisch platziert
Zu den grossen Vorteilen von Eplan Pro Panel gehört die automatische Platzierung der Geräte auf DIN-Schienen und Montageplatten sowie die Überprüfung von Abständen und die Einhaltung von thermischen und mechanischen Belastungen. Mindestens ebenso wichtig ist aus Sicht von Thomas Bouillot die Unterstützung beim Routing: «Die Verdrahtung ist der grösste Zeitfresser bei der Herstellung eines Schaltschranks. Mit Eplan Pro Panel wird das Routing automatisiert. Das optimiert die Kabelwege und spart Zeit. Ausserdem spart es Materialkosten, denn wir kennen die exakte Länge jedes einzelnen Kabels.»
Konsistente und stets aktuelle Daten
Kaum zu überschätzen ist ein weiterer Vorteil – die Konsistenz der Daten, die miteinander verknüpft sind und nach jeder Änderung automatisch aktualisiert werden. Seit dem ersten Einsatz der Eplan Plattform können alle Beteiligten bei T.H.E. – und dazu gehören auch die Zulieferer und die Kunden – auf den glei-chen und stets aktuellen Datenstand zugreifen. Das ist gerade in der Endphase der Maschinenkonstruktion, wenn es zu «Last minute»-Änderungen kommen kann, eine erhebliche Verbesserung für den Entwicklungs- und Produktionsprozess.
Unterstützung der Inbetriebnahme mit eView AR
Das gilt auch für die Inbetriebnahme der Anlagen vor Ort. Hier ermöglicht Eplan eView Free dem Hersteller, alle Daten seiner Maschinen über die Cloud mit seinen Mitarbeitern, Zulieferern und Kunden zu teilen, ohne sich ständig um den Aktualisierungsstatus kümmern zu müssen. Und mit dem Tool eView AR kann z.B. der Instandhalter mithilfe von Augmented Reality einen realen Schaltschrank mit dessen digitalen Zwilling überlagern und detaillierte Informationen über die in einem Schaltschrank installierten Komponenten abzurufen, sofern diese aus dem Eplan Data Portal stammen. Das erleichtert im Fall der Fälle die Fehlersuche und –behebung. Thomas Bouillot: «Dieses Modul möchten wir nicht mehr missen. Es eliminiert nicht nur Fehlerrisiken, sondern stellt auch alle projektbezogenen Daten an einem Ort bereit. Unsere Monteure benutzen jetzt nur noch Tablets, um Montagepläne, Schaltpläne, Komponentenlisten etc. einzusehen.»
Fertigungszeit glatt halbiert
Im Rückblick sind die Verantwortlichen bei T.H.E vollkommen zufrieden mit der Software-Umstellung. Thomas Bouillot: «Wir konnten die Software, so komplex sie auch ist, schnell implementieren und ihre Vorteile nutzen. Die Durchgängigkeit der Daten beschleunigt die Prozesse in der Planung und der Produktion und eliminiert Fehlerrisiken, zumal viele Prozesse bis hin zum Ausdrucken von Etiketten automatisiert ablaufen. Das alles führt zu einem erheblichen Produktivitätsgewinn: Mit der Eplan Plattform konnten wir die Fertigungszeit für unsere Schaltschränke um rund 50 % reduzieren.» Da überrascht es nicht, dass T.H.E. die Anschaffung weiterer Module plant. Künftig werden auch Eplan Fluid für die Planung der Pneumatik und Hydraulik sowie Eplan Cable proD für eine noch schnellere und einfachere Verkabelung der Maschinen zum Einsatz kommen.