Die Firma Grob ist im Maschinenbau tätig mit Kernkompetenz in der Automotivindustrie. Wie es Grob gemeinsam mit Keba gelungen ist, eine HMI-Visualisierung für die sichere Bedienung ihrer Maschinen und Anlagen bei Arbeiten zur Instandhaltung, Service und Inbetriebnahme zu schaffen, ist in dieser Erfolgsstory zu erfahren.
Entsprechend den gewünschten Anforderungen ist KeTop T155 sowohl mit Linux als auch mit Windows IoT Enterprise verfügbar.
(Bild: Keba)
Die Deutsche Grob-Werke GmbH ist ein 1926 gegründetes, weltweit tätiges Familienunternehmen in vierter Generation mit Sitz im bayerischen Mindelheim. Grob ist vor allem in den Bereichen Universalmaschinen, Montageanlagen, Zerspanungstechnik und Elektromobilität, insbesondere mit Produkten für die Batterietechnologie, tätig. Seit der Gründung expandierte das Unternehmen ständig und so sind heute neben dem Stammwerk in Mindelheim fünf weitere Produktionsstätten weltweit entstanden.
Trends in der Industrie
Die Automobilindustrie ist derzeit vor allem durch die geplante Abkündigung des Verbrennungsmotors geprägt und den zu erreichenden Zielen bezüglich Umwelttechnik. Andreas Gindele, Teamleiter Funktionsentwicklung HMI erklärt: «Gerade in der aktuellen Diskussion zu Gigafactories ist die Batterietechnik natürlich stark trendgebend.»
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Durch die naturgemäss langen Vorlaufzeiten in der Branche und die enge Abstimmung mit ihren Kunden kann sich Grob sehr gut auf Trends einstellen und flexibel auf Kundenwünsche reagieren. Gerade im Anlagenbau werden Flexibilität und schnelle Umrüstbarkeit immer wichtiger. Platzmangel und bauliche Einschränkungen sind immer ein Thema und umso mehr sind kompakte Maschinenkonstruktionen gefragt. Martin Ellenrieder, Gruppenleiter Funktionsentwicklung bei Grob: «Wir können uns auf Trends sehr gut einstellen und Anforderungen der Kunden auch mit Sondermaschinen abdecken. Das ist eine Spezialität unseres Unternehmens.» Auch die sogenannte ‹Hairpin›-Technologie war einer der grössten Trends der Automotivindustrie in der jüngsten Vergangenheit. Dabei handelt es sich um eine Wickeltechnologie für Statoren in elektrischen Motoren.
Gesucht: ein neues HMI-Gerät für die Inbetriebnahme, Service und Wartung
Die Zusammenarbeit zwischen Grob und Keba begann im Jahr 2016. Benötigt wurde eine Standardkomponente für die Inbetriebnahme von Stationen in der automatisierten Fertigung von Kernkomponenten elektrischer Antriebe. Ausgelöst durch die Umstellung auf eine Beckhoff-Steuerung begann die Suche nach einem geeigneten Anbieter für das benötigte Handbediengerät samt Visualisierung. Die Anforderung dabei: Eine möglichst effiziente, sprich zeitsparende Inbetriebnahme der Stationen muss gegeben sein. Die zum Teil sehr grossen Anlagen machen ein flexibles Konzept zur sicheren Maschinenbedienung unabdingbar. Der Bediener muss jederzeit von seinem Standort aus mögliche Bewegungen erkennen und entsprechend reagieren können. Eine ortsunabhängige Verbindung zur Maschine ist daher ein Muss. Eine weitere Anforderung war die Integration einer Webserver-basierten Maschinenvisualisierung.
Gefunden: mobile Handbediengeräte der ‹KeTop›-Reihe
Gestartet wurde zu Beginn mit dem HMI-Gerät ‹KeTop T200›, das mittlerweile durch das neuere Modell T155 abgelöst wurde. Grundvoraussetzung für den Einsatz des HMI war, dass der Inbetriebnehmer jederzeit den sicheren Betrieb der Maschine in der Anlage gewährleisten kann. Auch dann, wenn er sich vom Hauptbedienpult entfernt und den Schutzbereich der Anlage betritt. Weiterhin ist es unabdingbar, dass für den Betrieb ein sicheres Halten und Stoppen der Aktorik jederzeit möglich ist und für den Service notwendige Maschinenparameter der Aktorik und Sensorik ausgelesen und editiert werden können.
Die performante Web-Visualisierung des Keba-Handbediengerätes sowie das offene Konzept zur individuellen Konfiguration der eingebauten Schnittstellen überzeugten Grob. Wird das Handbediengerät mit der jeweiligen Anschlussbox verbunden, verbindet es sich auf die entsprechende Visualisierung vom Webserver. Die eindeutige Adressierung der Anschlussboxen ermöglicht zudem eine individuelle Anpassung der angezeigten Inhalte an die Gegebenheiten vor Ort. Mehrere Stationen können mit nur einem Handbediengerät bedient werden und das Display ermöglicht eine umfassende und detaillierte Darstellung aller notwendigen Maschineninformationen.
Individuelles Design durch Customizing-Möglichkeiten
Der Wunsch nach einem einheitlichen, stationsübergreifenden Designkonzept konnte durch die Customizing-Möglichkeiten des neueren KeTop T155 erfüllt werden. So wurden die Softkeys der Tastatur an die Vorgaben von Grob angepasst und ein eigenes Branding der Bedienelemente erstellt. Für die Optik der Handbediengeräte gibt es Lob: «Das Design der Hardware ist sehr positiv. Es ist elegant und ansprechend – es sind langlebige Geräte», so Gindele.
Stand: 08.12.2025
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Zukunftspläne und offene Kommunikation
Wie es in den nächsten Jahren weitergeht, ist für Ellenrieder und Gindele klar: «Die Zukunft liegt in der E-Mobilität. Dazu gehören auch Batteriemontageanlagen. Grob kann hier automatisierte Anlagenlösungen von der Zellen- über die Modul- bis hin zur Packmontage anbieten.» Keba und ihre Handbediengerät-Lösungen sehen sie auch zukünftig in einer wichtigen Rolle, auch im Hinblick auf die immer kompakteren und komplexeren Bauweisen von Maschinen und Anlagen.
Was die Kommunikation mit Keba angeht, sind sich beide einig: «Die Zusammenarbeit mit Keba war offen und wir bekamen konkrete Beispiele für die Umsetzung der Programmierung. Auch ist es kein Problem, ein neues HMI-Testgerät zu erhalten.»