Plagiarius Das sind die dreistesten Produktfälschungen 2024

Von Melanie Krauß 1 min Lesedauer

Produkt- und Markenpiraterie verursacht massive Schäden in der Wirtschaft. Ein Überblick über die dreistesten Fälle des Jahres 2024.

Zum wiederholten Male hat es die Marke Wika getroffen. In diesem Jahr wird das Bimetall-Thermomanometer der Wika Alexander Wiegand SE & Co. KG ausgezeichnet (Original links). In Asien geht Wika konsequent und erfolgreich gegen jegliche Verletzungen ihrer (Wort-) Bildmarken vor. In Deutschland verlangt ebay ein Gerichtsurteil und stellt nur die vom Verkäufer hinterlegten Kontaktdaten zur Verfügung. Problem: Die Adresse des chinesischen Verkäufers der Fälschung (rechts) besteht aus einer nicht identifizierbaren 1-Wort-Aneinanderreihung von Buchstaben (Verkäufer laut ebay:  Firma «shenzhenshihongqiaoshanfuzhuangyouxiangongsi» ) und auch der deutsche Versender ist nicht kontaktierbar. In seinen AGB fordert ebay aktuelle, korrekte Kontaktinformationen. Die Praxis sieht anders aus - fairer Wettbewerb für europäische Hersteller und Händler auch, meint die Aktion Plagiarius.(Bild:  Aktion Plagiarius e.V.)
Zum wiederholten Male hat es die Marke Wika getroffen. In diesem Jahr wird das Bimetall-Thermomanometer der Wika Alexander Wiegand SE & Co. KG ausgezeichnet (Original links). In Asien geht Wika konsequent und erfolgreich gegen jegliche Verletzungen ihrer (Wort-) Bildmarken vor. In Deutschland verlangt ebay ein Gerichtsurteil und stellt nur die vom Verkäufer hinterlegten Kontaktdaten zur Verfügung. Problem: Die Adresse des chinesischen Verkäufers der Fälschung (rechts) besteht aus einer nicht identifizierbaren 1-Wort-Aneinanderreihung von Buchstaben (Verkäufer laut ebay: Firma «shenzhenshihongqiaoshanfuzhuangyouxiangongsi» ) und auch der deutsche Versender ist nicht kontaktierbar. In seinen AGB fordert ebay aktuelle, korrekte Kontaktinformationen. Die Praxis sieht anders aus - fairer Wettbewerb für europäische Hersteller und Händler auch, meint die Aktion Plagiarius.
(Bild: Aktion Plagiarius e.V.)

Jedes Jahr aufs neue sorgen Fälscher dafür, dass der Wirtschaft immense Schäden entstehen – zum einen finanziell, zum anderen aber auch im Hinblick auf das Image der Unternehmen. Die Europäische Union hat 2022 an ihren Aussengrenzen und im EU-Binnenmarkt Fälschungen im Wert von insgesamt rund 2 Milliarden Euro beschlagnahmt. Im Maschinen- und Anlagenbau lag der durchschnittliche Schaden bei den betroffenen Herstellern laut VDMA zuletzt bei 4,9 Prozent des Jahresumsatzes.

Um auf das Thema aufmerksam zu machen, verleiht die Aktion Plagiarius daher jährlich den gefürchteten gleichnamigen Negativaward «Plagiarius». Dadurch will der Verein plumpe Eins-zu-eins-Nachahmungen in den Fokus rücken, «die dem Originalprodukt bewusst täuschend ähnlich sehen, rücksichtslos und moralisch verwerflich sind und zu Stillstand statt Fortschritt und Vielfalt führen».

Die Preisträger werden von einer jährlich wechselnden Jury benannt. Dabei sagt die Auszeichnung nichts darüber aus, ob das gefälschte Produkt juristisch erlaubt oder rechtswidrig ist. Der Verein drückt jedoch seine Meinung aus. Ziel sei es, «die skrupellosen Geschäftsmethoden von Fälschern ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, und Industrie, Politik und Verbraucher praxisnah für die Problematik zu sensibilisieren».

Erstmals in diesem Jahr hat die Aktion Plagiarius auch Plattformbetreiber ausgezeichnet. Der Vorwurf: Erst nach einem Hinweis durch die Rechteinhaber seien sie gegen rechtsverletzende Nachahmungen vorgegangen, nicht jedoch proaktiv und vorbeugend.

Die Nominierten erhalten im Vorfeld der Preisverleihung auf der Frankfurter Konsumgütermesse «Ambiente» nochmal die Chance, Stellung zu nehmen. Ab dem 2. Februar 2024 werden Originalprodukte und Fälschungen dann im Museum Plagiarius ausgestellt.

Das sind die Preisträger 2024:

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