Proteinquelle der Zukunft Roboter im Einsatz auf Insektenfarm

Quelle: Kuka 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Sechs Roboter von Kuka sind auf der grössten und ersten kommerziellen Insektenfarm in Dänemark im Einsatz. Das Unternehmen Enorm Biofactory züchtet dort Larven der Schwarzen Soldatenfliege und produziert daraus Eiweissfuttermittel – etwa für Fische, Geflügel oder Haustiere sowie Insektenöl, das ebenfalls als Nahrungsergänzung für diverse Tiere eingesetzt werden kann. Das Ziel: Insekten für eine klimafreundliche Proteinquelle der Zukunft nutzen.

Aus den Larven der Schwarzen Soldatenfliege produziert Enorm Eiweissfuttermittel für Fische, Geflügel oder Haustiere, sowie Insektenöl.(Bild:  Kuka)
Aus den Larven der Schwarzen Soldatenfliege produziert Enorm Eiweissfuttermittel für Fische, Geflügel oder Haustiere, sowie Insektenöl.
(Bild: Kuka)

In einer Fabrikhalle im Herzen Dänemarks, 50 Kilometer südwestlich von Aarhus, ist Tag für Tag und fast rund um die Uhr ein buchstäblich bewegendes Schauspiel zu beobachten: In unzähligen Kästen fressen sich Millionen von Fliegenlarven durch ihr Futter, während die Behältnisse beständig von leise vor sich hin surrenden Kuka-Robotern bewegt, gestapelt, geleert und gefüllt werden.

«Die Larven der Fliege können sich von fast allen organischen Stoffen ernähren. Deshalb können wir sie mit Abfallprodukten aus der dänischen Lebensmittelindustrie füttern, die sonst anderweitig entsorgt würden – und machen aus ihnen hochwertiges Futter­protein für die Tierhaltung», sagt Jane Lind Sam, COO von Enorm. Die Insekten­produktion sei ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, bei der Umwelt und Klima kaum belastet würden.

Bildergalerie

Alle sieben Sekunden befüllen die Roboter einen neuen Kasten

Die Behältnisse in der Larvenzucht sind extrem schwer und müssen schnell befüllt, geleert und gestapelt werden. Hierfür die besten Lösungen zu finden, war die Aufgabe von Rolf Tange und seinem Team. Tange ist CTO der Sealing System Group, die bereits seit Jahrzehnten Kuka-Technologie für ihre Kunden einsetzt.

«Wir wussten, dass die flexiblen Hygienic-­Oil-Roboter von Kuka perfekt sein würden für die Insektenfarm von Enorm», sagt Tange. «Im ersten Stadium wachsen die Larven in 30 bis 40 Zentimeter grossen Kisten heran», schildert er den Ablauf. Nach sieben Tagen werden sie dann umgefüllt in grössere Kisten, die mehr als einen Quadratmeter messen.

Und spätestens hier sind die Roboter jedem Menschen eine unverzichtbare Hilfe: «Da sind 50 Kilo Flüssignahrung drin, dann werden 70 000 Larven draufgekippt», erzählt Tange. «Das Gewicht würde nicht mal der fitteste Arbeiter schaffen.»

Alle sieben Sekunden befüllen die sechs Kuka Roboter einen neuen Kasten, also 500 in der Stunde – und das 20 Stunden am Tag. In den verbleibenden vier Stunden wird die Anlage gereinigt.

Roboteranlage wurde vor Inbetriebnahme mit 3D-Modell simuliert

Wichtige Abläufe testete das Team der Sea­ling System Group vorab virtuell mit der Software von Visual Components. Das finnische Unternehmen, das seit 2017 zur Kuka-­Gruppe gehört, hat sich auf Softwarelösungen für die 3D-Simulation in der Fabrik­planung spezialisiert. Mit der Software von Visual Components wurde simuliert, in welcher Geschwindigkeit und in welchem Rhythmus sich die Roboter und Förder­systeme bewegen müssen.

Vielleicht gibt es Fabriken wie diese bald überall. Schliesslich sind viele Expertinnen und Experten überzeugt, dass Zutaten auf der Basis von Larven der Schwarzen Soldaten­fliege verantwortungsvoll produziert werden können und im Vergleich zu anderen tierischen Proteinquellen einen deutlich geringeren CO2-Fussabdruck aufweisen.

(ID:50117674)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung