Bachmann electronic aus Feldkirch im Vorarlberg ist Hersteller und Entwickler hochwertiger Automatisierungslösungen. Eine Kombination aus cleverem Design, hochwertiger Komponenten, diverser Qualitätschecks mit jahrzehntelanger Erfahrung garantiert eine besonders hohe Robustheit und Verlässlichkeit der Steuerungen.
Ein gutes halbes Fußballfeld gross ist die Solaranlage der Speedline Aluminium Giesserei GmbH in Schlins. Für die Energiesteuerung kommt der Smart Power Plant Controller von Bachmann electronic zum Einsatz.
(Bild: doma vkw)
Robustheit gegen Temperaturschwankungen, Vibrationstoleranz oder auch Resistenz gegen EMV-Strahlungen – dafür stehen die Steuerungen von Bachmann electronic. Hinzu kommt eine nachgewiesene Systemverfügbarkeit von 99,96 Prozent. «Hohe Systemverfügbarkeit in Kombination mit vielen weiteren Qualitätsmerkmalen ist unser Alleinstellungmerkmal», berichtet Clemens Maier, Manager Business Unit Industry bei Bachmann electronic und ergänzt: «Das gesamte Design unserer Steuerungen darauf ausgelegt.»
Kein Wunder, kommen die Bachmann-Steuerungen häufig auch unter schwierigen Bedingungen zum Einsatz. Der Fokus liegt dabei auf den Branchen Industrie, Energie und dem maritimen Sektor. Im Bereich Energie unterscheidet Bachmann aufgrund unterschiedlicher Marktanforderungen zwischen Windkraft und erneuerbarer Energie.
In der Industrie ist Bachmann vom klassischen Steuerungsrechner bis hin zum Condition Monitoring vertreten und bietet Automatisierung für Industrie 4.0.
Steuerungen für die Industrie bis hin zum maritimen Bereich
In der Windkraft ist Bachmann mit mehr als 150 000 automatisierten Windkraftanlagen sogar weltweit die Nr. 1. Über 1250 GW Anschlussleistung hat Bachmann im Bereich erneuerbare Energien automatisiert und mehr als 6000 Blockheizkraftwerke mit einem Bachmann-Automatisierungssystem ausgerüstet. Bei maritimen Anwendungen zeigt sich seit Jahren ein wachsender Bedarf für Automatisierungslösungen. Hier bietet Bachmann zertifizierte Produkte für Autonomous Shipping, Smart Maintenance und umweltfreundlichen Schiffsbetrieb. Wobei Bachmann in den letzten Jahren vor allem in den Bereichen Windkraft und Maritim gewachsen ist. «Das liegt vor allem an der Qualität der äusserst robusten Steuerungen, die auch unter Extrembedingungen wie bei Offshore-Windanlagen oder bei Schiffen zuverlässig arbeiten», berichtet C. Maier.
Gegründet wurde Bachmann electronic von Gerhard Bachmann, der im Jahr 1970 im eigenen Keller begonnen hatte Industriecomputer zu bauen. Mit der wachsenden Bedeutung der Automation hat sich das Unternehmen auf diese damals sehr zukunftsträchtigen Branche fokussiert und 1998 das erste Steuerungssystem auf den Markt gebracht. Schon diese erste Steuerungsgeneration war aufgrund der Leistungsfähigkeit und Robustheit sehr gut für Steuerungsaufgaben im Bereich der Energietechnik geeignet. Später kamen Akquisitionen aus den Bereichen Condition Monitoring und Visualisierung hinzu. Heute arbeiten bei Bachmann electronic weltweit 555 Mitarbeiter und generieren einen Umsatz von 108 Mio. Euro. Der Hauptsitz liegt in Feldkirch im Vorarlberg in Österreich.
Robuste und resiliente Steuerung
Die neueste Automatisierungs-Generation aus dem Hause Bachmann ist das dezentrale M100-I/O-System, das nicht nur widerstandsfähig gegen extreme Umwelteinflüsse ist, sondern auch eine äusserst kompakte Bauform aufweist. Die Module sind in EMV-sicheren Metallgehäusen verpackt, trotzen Schock, Vibration, extremen Temperaturen und Betauung. «Unsere Vibrations-, Schock- und Temperaturtests gehen über die allgemeinen Normen hinaus. Wir haben eigene Schwellwerte und Kriterien, von die unsere Steuerungen und Komponenten aushalten müssen», erklärt C. Maier.
Die Steuerungsmodule können eine sehr hohe Kanaldichte umsetzen. Hinzu kommt, d die besondere Diagnosefähigkeit in den Modulen: Jeder Kanal ist mit verschiedensten Diagnosefähigkeiten ausgestattet. «Wir haben die Diagnose by Design integriert und wir haben auch die Multifunktionalität by Design integriert», berichtet C. Maier. Das bedeutet, dass ein digitaler Ausgang die unterschiedlichsten Funktionen erfüllen kann, die je nach Bedarf selbst bestimmt werden können. Diese Diagnosefähigkeit ermöglicht es beispielsweise, die Daten einer KI für Aufgaben wie Predictive Maintenance zur Verfügung zu stellen.
Cybersecurity mit an Board
«In jedem Produkt, vor allem jenen, die mit Netzwerken kommunizieren, ist Cybersecurity mit on Board», schildert C. Maier. Seit April 2025 sind die Module nach der Norm IEC 62443 4-2 zertifiziert.
Diese Norm legt technische Sicherheitsanforderungen für Komponenten industrieller Automatisierungs- und Steuerungssysteme fest. Sie beschreibt, wie sicherheitsrelevante Anforderungen für Komponenten wie eingebettete Geräte, Netzwerkkomponenten und Softwareanwendungen umgesetzt werden müssen, um eine bestimmte Sicherheitsstufe zu erreichen.
Stand: 08.12.2025
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C. Maier fasst zusammen: «Kurzum haben wir mechanisch und umwelteinflussbezogen stabile Geräte, Cybersecurity ist mit eingebaut und wir haben höchste Diagnosefähigkeit in den Produkten.»
Geprüfte Qualität
Rund 1000 Module verlassen täglich das Werk in Feldkirch. Jedes Modul davon ist insgesamt fünfmal getestet worden. Zu dem mehrstufigen 100-%-Prüfungsprozess gehören unter anderem ein optischer Qualitätstest und ein elektrischer Flying Probe Test direkt in der Fertigung.
Im 48-Stunden-Run-In-Test wird die Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit unter Dauerbelastung geprüft. Die Cold Climate-Baugruppen sind von -40°C bis 70°C einsetzbar. Hier sind die Leiterplatten zusätzlich beschichtet, um negativen Effekten durch Betauung vorzubeugen.
Quelloffenheit und webbasierte HMI/Scada-Softwarelösung
Alle Bachmann-Produkte sind quelloffen, d.h. die Steuerungen sind mit Fremdprodukten kombinierbar. Das gilt auch für atvise. Die webbasierte HMI/Scada-Softwarelösung atvise wird zur Visualisierung und Bedienung industrieller Anlagen eingesetzt. Die Lösung basiert rein auf Webtechnologien. Der Protokollstandard OPC UA (Client & Server) ist integraler Bestandteil und es können beliebige Steuerungshersteller und eine beliebige Anzahl an Steuerungen an die Visualisierung angebunden werden.
Viel Know-how steckt bei Bachmann auch in den Softwarebibliotheken. Ein Beispiel dafür ist die Drive-Middleware. «Mit dieser Middleware können wir softwareseitig alle gängigen Antriebstechniken realisieren. Egal von welchem Hersteller können wir alle Antriebselemente optimal einbinden, regeln und ansteuern», berichtet C. Maier.
Resiliente Systeme sind wichtig, davon sind die Mitarbeiter bei Bachmann electronic überzeugt. Auch im klassischen Maschinenbau braucht es hochwertige Qualitäts-Komponenten. Es werden Anlagen gebraucht, auf die hundertprozentiger Verlass ist. Und die Entwicklungen hören nicht auf. «Wir wollen uns immer weiterentwickeln und auch bei der M100 sind noch längst nicht alle Entwicklungsstufen ausgereizt. Und wir arbeiten noch an verschiedenen anderen Themen», berichtet C. Maier.