Rückschau mit Stolz – Vorschau mit Zuversicht. So das Resümee der diesjährigen Generalversammlung des VSAS – Verband Schaltanlagen und Automatik Schweiz zum 50jährigen Jubiläum. Im Fokus stehen weiterhin Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte.
GV 50 Jahre VSAS im Kongresshaus Biel .
(Bild: VSAS/Alec Oestringer)
Interessen verbinden; so das Credo des VSAS. Präsident Claudio Müller sprach bei seiner Rede am 14. Juni 2024 zur 51sten Generalversammlung im Kongresshaus in Biel über dessen Wichtigkeit. Er betonte dabei, wie bedeutend die Qualität der Arbeit und der Fachkräfte ist, um als Hochlohn-Land Schweiz im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Aus diesem Grund will sich der Verband auch weiterhin für die Ausbildung des Nachwuchses, für die Weiterbildung sowie für das Qualitäts-Label VSAS einsetzen. Dies, so Claudio Müller, seien die wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Zukunft. Auch auf die Zusammenarbeit mit anderen Berufsverbänden wird grossen Wert gelegt, um die Interessen der technischen Branchen in der Politik und Gesellschaft zu repräsentieren.
Grussworte und Gratulationen erhielt der Verband von verschiedenen Seiten, unter anderem von Nicola Tettamanti, Präsident von Swissmechanic. Er hob dabei die Wichtigkeit des dualen Bildungssystems in der Schweiz hervor und bezeichnete die KMU-Mentalität als elementaren Erfolgsfaktor für die Schweiz.
Bei den Wiederwahlen des Präsidenten und der Revisionsstelle gab es wie erwartet keine Überraschungen. Für den abtretenden Vizepräsidenten Benno Fiechter wurde Ivan Uebelhart neu in den Vorstand gewählt. Zu einem besonders emotionalen Moment kam es einige Minuten später, als Benno Fiechter, selber langjähriger Präsident des VSAS, mit Standing-Ovation zum Ehrenpräsidenten gewählt wurde.
Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen nach Biel, um das fünfzigjährige Jubiläum des VSAS gemeinsam zu feiern und sie erlebten einen abwechslungsreichen Tag und Abend. Nach dem Standing Lunch am Mittag wurde den Gästen am Nachmittag ein interessantes Programm geboten, wie zum Beispiel eine Stadtführung oder die Besichtigung des VSAS-Ausbildungszentrums. Während des Gala-Diners am Abend unterhielt zwischen zwei Gängen der Schweizer Komiker und Autor Massimo Rocchi die Besucherinnen und Besucher mit einer dreiviertelstündigen unterhaltsamen Show. Und wer noch nicht genug hatte, traf sich nach dem Dessert an der Bar, um den Abend gemütlich bei Musik ausklingen zu lassen.
Hohe Relevanz für die Mitglieder – Stimmen zum VSAS-Jubiläum
Dass die Arbeit des VSAS gerade bei der Aus- und Weiterbildung weiterhin bedeutend ist, unterstreicht Präsident Claudio Müller: «Wir sind momentan dabei, einen Lehrgang für Quereinsteiger zu bilden. Ausserdem wollen wir das Angebot für die Weiterbildung erhöhen, mit dem Ziel, das Wissen der jungen Fachkräfte zu erweitern und sie somit möglichst lange in der Branche zu halten. Ein laufender Prozess ist selbstverständlich auch, die bestehenden Ausbildungsgänge zu überprüfen und anzupassen. Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz werden zunehmend in die Lehrpläne vom Automatiker und Automatikmonteur integriert. In vielen Köpfen existiert immer noch die überwiegende Arbeit an der Werkbank und dieses Bild hält sich hartnäckig. Heute sind wir bei unseren Berufen, gerade dank der Digitalisierung, weit davon entfernt. Die Attraktivität muss in Zukunft für die Rekrutierung des Nachwuchses noch mehr in den Vordergrund gerückt werden.»
Mit Genugtuung blickt der neue Ehrenpräsident Benno Fiechter auf die Vergangenheit zurück. Er selbst war 17 Jahre in der Geschäftsleitung, davon 14 Jahre Präsident, und bewegte einiges in dieser Zeit. So antwortete er auf die Frage, ob die Ziele erreicht wurden, folgendermassen: «Wir konnten vieles umsetzen. Es entstehen jedoch auch immer neue Ideen. Was im heutigen dynamischen Umfeld zunehmend schwieriger wird, ist die Trägheit, die ein Verband halt mit sich bringt. Als Geschäftsführer habe ich es in solchen Situationen einfacher, in meinem Unternehmen eine Idee rasch umzusetzen. Bei einem Verband wie dem VSAS mahlen die Mühlen langsamer, denn wir haben verschiedene Anspruchsgruppen, denen wir gerecht werden müssen. Natürlich half uns in den letzten Jahren die Digitalisierung in Form von Zirkularbeschlüssen gewisse Prozesse zu beschleunigen. Diesbezüglich arbeiteten wir auf der Geschäftsstelle vorbildlich.»
Frauen in technischen Berufen zu wenig vertreten
Auch für Marion Nievergelt, technische Sachbearbeiterin bei Benedict Swiss AG, leistet der Verband vorbildliche Arbeit. Allerdings bedauert sie, dass die Frauen in den technischen Berufen nach wie vor zu wenig vertreten sind: «Es ist eine Tatsache, dass sich noch zu wenig Mädchen für technische Berufe begeistern lassen. Als Massnahme dies zu ändern, sehe ich ein noch höheres Engagement auf Berufsmessen oder dass Frauen selbst vermehrt auftreten und aktiv dafür werben. Ich bin überzeugt, dass Frauen diese Arbeiten genauso gut ausüben können wie die Männer. Aber es wird noch ein weiter Weg sein, denn er beginnt bereits in den Familien mit den bekannten, festgefahrenen Rollenbildern.»
Stand: 08.12.2025
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Schon lange Mitglied beim VSAS ist Herbert Jörg. Er führt in Hombrechtikon ein Unternehmen für Elektro-Verteilanlagen und sieht die Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte zu einem beträchtlichen Teil bei den Kundenansprüchen: «Für mich war die Mitgliedschaft immer sehr wichtig, auch wenn mein Beitrag gering war. Ich profitierte in erster Linie von den Informationen, den neuesten Richtlinien und Trends, die ich vom Verband erhielt. Diese waren für meine Arbeit sehr wichtig. Seinerzeit war die Informationsbeschaffung nicht so einfach, wie dies heute über das Internet ist. Ausserdem habe ich über den VSAS viele Kollegen kennengelernt, deshalb bin ich gerne an diesem Jubiläum dabei.»
Seit knapp zehn Jahre beim Verband ist Adi Bucher, Geschäftsleiter der Firma Beltech AG in Muri. «Ich absolvierte bereits 2009 hier in Biel die Ausbildung und hatte das Glück, beim ersten Kurs nach der neuen Wegleitung dabei sein zu dürfen. Anschliessend bildete ich mich als Projekt- und Werkstattleiter aus und schlussendlich bestand ich die Prüfung zum Meister. Im Jahr 2016 übernahm ich die Geschäftsleitung von Beltech. Ich sah die Bedeutsamkeit, dass ein Unternehmen wie unseres auf einen starken Berufsverband angewiesen ist. Wir gehörten jeweils zu den Firmen, die als Erste bei neuen Weiterbildungen dabei waren. Wir merkten, dass der Verband sich bemühte, sich laufend zu verändern und auch zu verjüngen. Ich halte es deshalb für wichtig, dass sich in unserer Branche, die zum Teil grossen Veränderungen unterworfen ist, immer wieder ‘frisches Blut’ dazukommt. Beim VSAS ist zudem speziell, dass wir im Markt als Mitbewerber auftreten hier auch Freunde sind und gemeinsam unsere Interessen vertreten.»