22. IGE-Seminar 2026 Thermische Netze zum Kühlen: umweltfreundlich und effizient

Von Hochschule Luzern 2 min Lesedauer

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Während der Wärmebedarf mit dem Klimawandel abnimmt, gewinnt das Kühlen von Gebäuden massiv an Bedeutung, besonders in dicht bebauten Innenstädten. 'Thermische Netze und Kühlen' war denn auch ein Fokusthema des 22. IGE-Seminars des Instituts für Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern.

(Bild:  danieldyntar_photography)
(Bild: danieldyntar_photography)

Als Folge des Klimawandels sind besonders die dicht bebauten Innenstädte von immer intensiveren sommerlichen Hitzeperioden betroffen. Eine effiziente und umweltfreundliche Alternative zu dezentralen Klimaanlagen sind thermische Netze, die über Rohrsysteme kaltes Wasser zur Kühlung von Gebäuden wie Bürokomplexen, Spitälern oder Rechenzentren liefern. Als «Kühlquelle» dient meist ein See oder ein Fluss. Im Winter kann das Netz für Fernwärme zum Heizen genutzt werden.

In ihren Vorträgen präsentierten die Referierenden Beispiele aus ihren unterschiedlichen Fachbereichen. Vorgestellt wurden etwa bereits realisierte oder geplante Grossprojekte zur Kälteversorgung der Städte Zug, Zürich und Wien. Bereits in Betrieb ist Circulago, das grosse Teile von Zug mit umweltfreundlicher Wärme- und Kälteenergie versorgt. Adrian Steiner, WWZ Energie AG, präsentierte die wichtigsten Erkenntnisse aus fünf Jahren Betriebserfahrung.

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Aus langjähriger Erfahrung schöpfen konnte auch Burkhard Hölzl, Wien Energie GmbH. Wien hat eines der grössten Fernkältenetze Europas, das laufend ausgebaut wird. Das Verbundnetz zieht sich ringförmig um die Altstadt und nutzt Wasser aus der Donau. Noch in Planung bzw. in einer frühen Bauphase ist CoolCity Zürich, das ab 2032 den Wärme- und Kältebedarf zahlreicher Bürogebäude und Dienstleistungsflächen in der Innenstadt mit Energie aus dem Zürichsee decken soll. Pascal Leumann, ewz Energielösungen, stellte das über 300 Mio. teure Generationenprojekt der grössten Schweizer Stadt vor.

Die Bedeutung thermischer Netze für die Energiewende, Strategien zur Hitzeminderung in Städten, ein neues Tool für die Quartierklimasimulation, Kühlstrategien für die Menschen aus medizinischer Sicht und Forschungsprojekte aus der Hochschule Luzern waren weitere Themenbereiche der Veranstaltung.

Das IGE-Seminar mit rund 120 Teilnehmenden fand am 11. März 2026 zum 22. Mal statt. Der Termin für die 23. Austragung ist Mittwoch, der 10. März 2027.

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