Dass die Welt sich verändert, ist eine Tatsache, die seit dem Entstehen der Erde vor 4,6 Mrd. Jahren gilt. Auch, dass sich der Mensch auf die Veränderungen immer wieder neu einstellen muss, ist nichts Neues.
(Bild: FHNW)
Vor allem Fachkräfte müssen sich in immer kürzeren Zyklen mit Veränderungen im Bereich von Trends, Marktentwicklungen, neuen Technologien und Arbeitsformen auseinandersetzen. Die wichtigen Fragen sind aber: Was verändert sich? Wie kann der Mitarbeitende damit umgehen? Und wie kann er eine entsprechende Arbeitsmarktfähigkeit entwickeln?
Von der Mechanisierung der Produktion über CIM zur Smart Factory
Wenn man von den grossen Veränderungen in der produzierenden Industrie spricht, fallen einem heutzutage vor allem die marketingtechnisch gut aufbereiteten «vier» industriellen Revolutionen ein. Beginnend bei der Mechanisierung, der Arbeit zur Massenfertigung mittels Fliessbänder, hin zur dritten industriellen Revolution: der Automatisierung der Produktion mit Einsatz von elektronischen Steuerungen. Und nun die vierte industrielle Revolution, bei welcher alles mittels digitaler Technologien abgewickelt und produziert wird. Ob es sich hierbei um eine Revolution handelt, welche per Definition als ein radikaler Wandel bezeichnet wird, sei dahingestellt.
Evolution oder Revolution?
Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang eher von einer technischen Evolution als von einer Revolution. Bei einer genauen Betrachtungsweise wird die evolutionäre Entwicklung auch deutlich sichtbar. Wenn wir die Betrachtung im Jahr 1981 starten, war damals ein wichtiger Meilenstein mit der Marktreife des IBM-PC in der Technologieentwicklung erreicht worden. Plötzlich konnte man einen Computer zu halbwegs erschwinglichen Preisen für den Heimgebrauch erwerben und mit diesem einfache Aufgaben wie Textverarbeitung oder komplexe mathematische Probleme lösen. Der Personal Computer – kurz PC – hielt damals auch schnell Einzug in die Unternehmen. Es entstanden Anwendungen wie Computer Aided Design (CAD) oder er wurde zur Steuerung von Maschinen (CNC) eingesetzt. Neue Kompetenzen waren plötzlich bei den Mitarbeitenden gefragt. Sie mussten die damals noch komplexen Betriebssysteme beherrschen, Programme bedienen und je nachdem auch selbst programmieren können. Ein König war, wer Basic oder Turbo Pascal beherrschte, geschweige von den Hochsprachen wie Assembler, Fortran oder Cobol.
Was damals Vision war, ist heute Realität
Die Vision in den 1990er-Jahren war, dass man mittels einer rechnergestützten Produktion und Administration alle Prozesse vollautomatisch und papierlos durchführen könnte. Konstruktionszeichnungen würden dreidimensional mittels CAD-Programmen am Computer erstellt, anschliessend in Programmiersystemen der CNC-Code (Programm zur Maschinensteuerung) generiert und direkt über ein Netzwerk zur Bearbeitungsmaschine übermittelt, die dann computergesteuert das Werkstück herstellt.
Und heute? Das genau ist die Realität! In fast jedem produzierenden Unternehmen gibt es Informatiksysteme, die über Netzwerke kommunizieren und administrative und Produktionsprozesse rechnergestützt ausführen.
Und wieder verändert sich die Arbeitswelt
Die digitale Produktion bringt neue Ansätze mit sich, etwa im Aufbau der Informatiksysteme: Waren die bisherigen Informatiksysteme streng hierarchisch aufgebaut, sind die Architekturen der digitalen Produktion hierarchielos. Die Logistik- und Produktionssysteme haben eine eigene Intelligenz und sind kommunikationsfähig. Neu bestimmt das intelligente Produkt seinen Weg durch die Produktion selbst und fällt ohne grossen Einfluss des Menschen Entscheide.
Vor allem Führungskräfte haben oftmals Schwierigkeiten mit den Ansätzen der digitalen Produktion, während Mitarbeitende diesen eher offen und gespannt gegenüberstehen. Halbwissen kann zu Blockaden und Fehlentscheiden führen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass sich Führungskräfte über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung weiterbilden. Doch wie hat sich die Weiterbildung in diesem Bereich entwickelt? Gibt es bereits entsprechende Angebote, welche zielgruppengerechtes Wissen vermitteln? Zeit, einen Blick in Richtung der Weiterbildung zu richten.
Technische Weiterbildungsangebote gewinnen an Bedeutung
Im Gegensatz zur heutigen Zeit waren Weiterbildungsangebote in den 1990er-Jahren eher selten und meist spezifisch auf ein Thema fixiert. Nachdiplomstudiengänge oder Aufbaustudium war eher ein seltenes Angebot, das von den damaligen HTLs und Hochschulen angeboten wurden. Kaufmännische und Managementweiterbildung hatten jedoch schon in der damaligen Zeit einen grossen Stellenwert und wurden gerne besucht. Wurde einem doch durch diese Angebote eine Möglichkeit geboten, raus aus der «schmutzigen» und am Standort Schweiz nicht mehr so zukunftsträchtigen Produktion zu kommen. Mit der aktuellen Entwicklung zu digitalen, intelligenten Fertigungs- und Geschäftsprozessen hat die Bedeutung und Attraktivität der Produktion wieder deutlich zugenommen. Dies jedoch verbunden mit einer zunehmenden Komplexität! Um das entsprechende Fachwissen ins Unternehmen zu holen, reicht es nicht aus, «nur» gut ausgebildete Absolventen einzustellen. Mitarbeitende wie auch Kader bis zur Ebene Geschäftsleitung müssen sich mit der Thematik auseinandersetzen und ein entsprechendes Verständnis entwickeln. Gerade Letztere müssen als Entscheidungsträger ein vertieftes Verständnis für neue Technologien und deren Möglichkeiten entwickeln.
Stand: 08.12.2025
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Dies wurde von den Schweizer Hochschulen bereits früh erkannt und ein vielschichtiges, modulares Weiterbildungsangebot steht heute den Unternehmen offen. Die Bolognareform hat hier massgebend Vorschub geleistet.
Massgeschneiderte Weiterbildungen im Hochschulsektor
Im Rahmen der Bolognareform wurden die Weiterbildungsangebote in der Schweiz gut strukturiert. So werden heute von allen Hochschulen entsprechende Zertifikats- (CAS), Diplom- (DAS) und Masterprogramme (MAS) in der Weiterbildung angeboten.
Welches ist das richtige Weiterbildungsprogramm?
Auf der Suche nach dem richtigen Weiterbildungsprogramm sollte man sich als Erstes überlegen, in welcher Disziplin man sein Wissen auf den neuesten Stand bringen möchte. Die Frage lautet: Welche Themen sind für mich und mein Aufgabengebiet wichtig? Sind es eher technische Themen wie Internet of Things, Digital Twin oder Themen im Bereich des Managements wie neue Geschäftsmodellen oder digitale Strategien. Auch die Zeitdauer, die man für die Weiterbildung investieren möchte, spielt eine wichtige Rolle. Ein CAS erstreckt sich in der Regel über ein bis zwei Semester, ein DAS bis maximal drei Semester und ein MAS über vier Semester (jeweils berufsbegleitend). Entsprechende Angebote findet man meist gut strukturiert auf den Weiterbildungsseiten der Hochschulen.
Das Angebot der Weiterbildungsprogramme an den Schweizer Hochschulen in diesem Bereich kann fast schon als inflationär bezeichnet werden, was aber für Interessenten eher von Vorteil ist.
Welchen Nutzen sehen Absolvierende?
Wenn man Absolvierende von Weiterbildungsprogrammen nach dem persönlichen Nutzen fragt, stehen nicht bessere Positionen oder höhere Löhne im Vordergrund. Vielmehr wird die Befähigung für die praktische Berufswelt als Hauptnutzen genannt. Auch das berufliche Netzwerk wird durch eine Weiterbildung stark erweitert.
Für zukunftsorientierte Unternehmen ist es wichtig, dass Management und Mitarbeitende die neue Arbeitswelt verstehen und neues Wissen anwenden und umsetzen können. Daher ist es elementar, dass sich Mitarbeitende aller Stufen mit diesen auseinandersetzen und sich entsprechend weiterbilden. Angebote sind vorhanden und es gilt diese zu nutzen. Wer sich nicht weiterbildet, der bleibt stehen!