CSEM Inventor Award 2026 Würdigung von Innovationen für schnellere und genauere Labordiagnostik

Von CSEM 3 min Lesedauer

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Der Mikromechanik-Ingenieur Noa Schmid hat für seine grundlegenden Beiträge zu Geräten für die hochpräzise Handhabung von Flüssigkeiten den CSEM Inventor Award 2026 erhalten. Seine Zusammenarbeit mit Schweizer und internationalen Unternehmen führte zur Kommerzialisierung neuer automatisierter Laborgeräte, die biologische Proben schneller und genauer analysieren und so die Kosten für Diagnostik und Gesundheitsüberwachung senken.

Von links nach rechts: Noa Schmid (Expert Tools & Instruments for Life Sciences, CSEM) und Vincent Revol (VP, Industry 4.0 & Life Sciences, CSEM).(Bild:  CSEM)
Von links nach rechts: Noa Schmid (Expert Tools & Instruments for Life Sciences, CSEM) und Vincent Revol (VP, Industry 4.0 & Life Sciences, CSEM).
(Bild: CSEM)

Der diesjährige CSEM Inventor Award würdigt die grundlegende Arbeit von Noa Schmid auf dem Gebiet der präzisen Flüssigkeitshandhabung. Über zwei Jahrzehnte hinweg verbesserten seine Innovationen die Leistung von Laborgeräten, die zur Kontrolle und Dosierung kleinster Flüssigkeitsmengen eingesetzt werden. Solche Geräte sind von zentraler Bedeutung für die biochemische Analyse biologischer oder umweltbezogener Proben, beispielsweise zur Messung von Umweltverschmutzung, zur Entwicklung neuer Medikamente, zur Diagnose von Infektionskrankheiten oder zur Gesundheitsüberwachung.

Die Zusammenarbeit mit seinen CSEM-Kollegen führte zu acht Patenten und zahlreichen Kooperationen mit der Industrie, die neue Liquid-Handling-Produkte mit verbesserter Funktionalität, Genauigkeit, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz auf den Markt brachten. Eine zentrale Errungenschaft seiner Arbeit war die Miniaturisierung von Laborgeräten unter Beibehaltung ihrer Präzision. «Kleine Geräte sind schneller, da die Flüssigkeiten kürzere Wege zurücklegen müssen», erklärt Noa Schmid. «Durch die Verwendung kleinerer Mengen biologischer Proben werden auch die Kosten für Reagenzien, also die für die biochemische Analyse verwendeten Chemikalien, gesenkt. Eine Herausforderung bei der Miniaturisierung besteht darin, Präzision und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.»

Geräte für zu Hause und im Weltraum

So entstand beispielsweise aus seiner Zusammenarbeit mit dem Schweizer Unternehmen Tecan eine Pipettiermaschine, die den breitesten Volumenbereich auf dem Markt abdeckt, von Millilitern bis hin zu Mikrolitern (etwa 50 Mal weniger als ein Tropfen Blut). Eine weitere Zusammenarbeit half dem französischen Unternehmen Fluigent bei der Entwicklung und Vermarktung des ersten Geräts zur Messung winziger Flüssigkeitsströme mit einem Sensor, der nicht mit der Flüssigkeit in Kontakt kommt, wodurch das Kontaminationsrisiko verringert wird.

Zusammen mit dem internationalen Laborautomatisierungsunternehmen Hamilton entwickelte der Mikromechanik-Ingenieur eine Komponente für die routinemässige Genauigkeitsprüfung automatisierter Flüssigkeitshandhabungssysteme. Ausserdem entwarf er eine Pumpe, die die normalerweise bei Flüssigkeitsströmen auftretenden Pulsationen eliminiert. Diese Technologie wurde auf der Internationalen Raumstation (ISS) in einem Durchflusszytometer eingesetzt, um Zellen und Hormone aus Blutproben von Besatzungsmitgliedern zu analysieren. Sein jüngstes, 2022 angemeldetes Patent half dem Schweizer Start-up Testmate Health bei der Entwicklung eines Geräts für den Heimgebrauch zur Diagnose von vier sexuell übertragbaren Krankheiten anhand einer Urinprobe.

«Im Herzen bin ich Ingenieur», sagt Noa Schmid, der als Experte in der Gruppe Automated Sample Handling bei CSEM in Alpnach (Obwalden) arbeitet. «Meine Motivation ist es, Geräte zu entwickeln, die das Leben der Menschen verbessern. Ich suche nicht bewusst nach schwierigen Problemen, aber einige der Projekte, an denen ich gearbeitet habe, erwiesen sich als sehr herausfordernd. Es ist in der Regel sehr schwierig, ein Produkt oder einen Prozess zu vereinfachen.»

Innovation an der Schnittstelle von Biologie und Technologie

«Patente zu entwickeln ist schwierig, aber noch schwieriger ist es, Innovationen zu entwickeln, die sich in erfolgreiche Produkte umsetzen lassen, die den tatsächlichen Kundenbedürfnissen entsprechen und einen Mehrwert schaffen», sagt Vincent Revol, VP, Industry 4.0 & Life Sciences bei CSEM. «Noa hat die Grenzen dessen, was Laborgeräte leisten können, erweitert, was zu zahlreichen Patenten und erfolgreichen Kooperationen mit der Industrie geführt hat. Seine Arbeit spiegelt die Mission von CSEM wider, sich den Herausforderungen der realen Welt zu stellen, und unterstreicht unsere Vision, Biotechnologie, Ingenieurwesen und Informatik zu kombinieren, um komplexe Herausforderungen in den Gesundheitswissenschaften zu bewältigen.»

Der CSEM Inventor Award

Der 2022 erstmals verliehene CSEM Inventor Award zeichnet jedes Jahr innovative und bahnbrechende Technologien aus, die sich bereits auf dem Markt bewährt haben. Er ehrt den Erfindergeist und die Kreativität der Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Forschenden von CSEM, hebt die wegweisenden Kooperationen mit der Industrie hervor und unterstreicht den Anspruch von CSEM, reale Herausforderungen anzugehen und den gesellschaftlichen Fortschritt voranzutreiben.

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