Cybersicherheit und KI Zunehmende Cyberrisiken in der Fertigung

Quelle: Rockwell 3 min Lesedauer

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Laut des Jahresberichts zum Stand der intelligenten Fertigung von Rockwell Automation zählt Cybersicherheit nach der Wirtschaftslage zu den grössten externen Bedenken der unternehmen. 61 Prozent der Cybersicherheitsexperten planen laut Bericht Einführung von KI.

KI wird bereits von einigen Herstellern zur Risikobewältigung und Verstärkung der Abwehr eingesetzt. (Bild:  Rockwell Automation)
KI wird bereits von einigen Herstellern zur Risikobewältigung und Verstärkung der Abwehr eingesetzt.
(Bild: Rockwell Automation)

Rockwell Automation hat die Ergebnisse des zehnten Jahresberichts zum Stand der intelligenten Fertigung bekannt gegeben. Der Bericht basiert auf Erkenntnissen von über 1500 Führungskräften in der Fertigung aus 17 der wichtigsten Industrieländer und zeigt: Cybersicherheit entwickelt sich immer mehr zu einem zentralen Geschäftsthema. Ein Drittel der Befragten ist direkt für Cybersicherheit in den Bereichen Informationstechnologie (IT) und Betriebstechnologie (OT) verantwortlich.

Während Hersteller intelligente Betriebsabläufe vorantreiben, erhöht die Integration zwischen IT und OT das Risiko von Cyberangriffen. Aus dem Bericht geht hervor, dass einige Hersteller bereits künstliche Intelligenz (KI) zur Risikobewältigung und Verstärkung der Abwehr einsetzen.

«Cybersicherheit ist nicht mehr nur ein Technologieproblem, sondern ein Thema auf Vorstandsebene», so Stephen Ford, Vice President und Chief Information Security Officer bei Rockwell Automation. «Da IT und OT immer vernetzter werden, vergrössert sich die Angriffsfläche. Unsere neueste Studie bestätigt, was wir bereits aus erster Hand wissen: Cyberrisiken zählen inzwischen zu den grössten Bedrohungen für das Wachstum in der Fertigungsindustrie. Man kann das Unternehmen von morgen nicht mit den Tools von gestern schützen. KI ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Sicherheitsarchitekturen. Sie ermöglicht es Herstellern, Bedrohungen in Echtzeit zu erkennen, die Produktivität aufrechtzuerhalten und in einer zunehmend aggressiven Bedrohungslandschaft die Oberhand zu behalten.»

Die wichtigsten globalen Erkenntnisse in Bezug auf Cybersicherheit:

  • Cyberbedrohungen gehören zu den gravierendsten externen Risiken. Cybersicherheit (30 Prozent) belegt mittlerweile hinter Inflation und wirtschaftlichem Wachstum (34 Prozent) Platz zwei unter den grössten externen Risiken.
  • Sicherheitsteams treiben die Einführung von KI voran. 61 Prozent der Cybersicherheits- und IT-Experten planen in den nächsten 12 Monaten die Einführung von KI und maschinellem Lernen (ML). Damit liegen sie um 12 Prozent über dem Branchendurchschnitt der Fertigungsindustrie.
  • Cybersicherheit steht an der Spitze der Anwendungsfälle für Smart Manufacturing. 38 Prozent der Hersteller planen, aus aktuellen Quellen erfasste Daten zu nutzen, um den Schutz zu erhöhen.
  • IT/OT-Sicherheit rückt in den Mittelpunkt. Im Vergleich zu durchschnittlich 37 Prozent stufen 48 Prozent der Cybersicherheitsexperten den Schutz einer integrierten Architektur in den nächsten fünf Jahren als entscheidend für positive Ergebnisse ein.
  • Cyberresilienz gewinnt als HR-Priorität zunehmend an Bedeutung. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten in Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 30 Milliarden US-Dollar gaben Cybersicherheitspraktiken und -standards als äusserst wichtige Voraussetzungen an – deutlich mehr als im Gesamtdurchschnitt (47 Prozent).

Die Mitarbeiterentwicklung ist auch in Zukunft eine grosse Hürde: Fachkräftemangel, Herausforderungen bei Aus- und Weiterbildung sowie steigende Arbeitskosten stellen nach wie vor erhebliche Hemmnisse für die Wettbewerbsfähigkeit dar. Während Hersteller die nächste Generation rekrutieren, rücken auch Cybersicherheit und analytische Fähigkeiten stärker in den Fokus der Personalbeschaffung. Damit wird die Notwendigkeit unterstrichen, technische Innovation mit menschlichen Kompetenzen in Einklang zu bringen.

«Cybersicherheit ist zu einem geschäftlichen Erfolgsfaktor geworden», so Ford. «Es geht längst nicht mehr nur darum, Bedrohungen abzuwehren, sondern um die sichere und vertrauensvolle Gestaltung von Transformation. Fortschrittliche Hersteller setzen proaktiv auf moderne Technologien wie künstliche Intelligenz, um neuen Risiken einen Schritt voraus zu sein.»

Methodik

​Rockwells 10. Jahresbericht zum Stand der intelligenten Fertigung umfasst das Feedback von 1.560 Befragten aus 17 der führenden Industrieländer, vom Management bis hin zur Vorstandsetage.Er wurde in einer Zusammenarbeit aus Rockwell Automation und Sapio Research erstellt. Die Umfrageteilnehmer stammen aus einer Reihe von Branchen, darunter Konsumgüter, Lebensmittel und Getränke, Automobilindustrie, Halbleiter, Energie, Life Sciences usw. Dank einer ausgewogenen Verteilung der Unternehmensgrössen mit Umsätzen von 100 Mio. bis über 30 Mrd. US-Dollar deckt die Umfrage eine breite Palette an Perspektiven in der Fertigungsbranche ab. Es gilt zu beachten, dass die in dieser Veröffentlichung genannten Daten und Statistiken möglicherweise aus den Rohdaten der Umfrage stammen und nicht im Bericht selbst enthalten sind.

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