ISS-Astronautenassistenten Auch Cimon-2 meistert seinen Einstand auf der ISS

Redakteur: Andreas Leu

Cimon-2, die Weiterentwicklung des in Deutschland konstruierten und gebauten Astronautenassistenten, hat seine Fähigkeiten an Bord der Internationalen Raumstation in ersten Tests erfolgreich demonstriert.

(Bild: IBM)

Der ballförmige, frei fliegende, mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Technologiedemonstrator stellte seine Funktionalitäten in der Interaktion mit dem Astronauten der Europäischen Weltraumorganisation, Luca Parmitano, unter Beweis. Cimon-2 war am 5. Dezember 2019 vom Kennedy Space Center in Cape Canaveral, Florida, mit dem Versorgungsflug CRS-19 zur Internationalen Raumstation gestartet. Dort soll er bis zu drei Jahre bleiben. Knapp zwei Monate nach dem erfolgreichen Ersteinsatz von Cimon-2 liegen dem Projektteam jetzt die Auswertungen vor. Getestet wurden unter anderem die Fähigkeiten für den autonomen Flug sowie die Sprachsteuerung der Navigation und die Erteilung von Aufgaben an Cimon-2. Zum ersten Mal wurde der Anflug zu einem spezifischen Punkt innerhalb des Columbus-Moduls der Internationalen Raumstation erfolgreich absolviert. Dank der absoluten Navigation im Raum zeigte Cimon-2 sich in der Lage, durch verbale Befehle zu einem bestimmten Ort zu gelangen, unabhängig davon, wo er sich gerade befand. So forderte Luca Parmitano Cimon-2 während der Inbetriebnahme der neuen Hard- und Software auf, zum Biological Experiment Laboratory innerhalb des Columbus-Moduls zu fliegen. Eine weitere Aufgabe war es, auf Kommando Fotos und Videos im europäischen Modul der Internationalen Raumstation anzufertigen und diese dem Astronauten anschliessend zu zeigen. Mit diesen Fähigkeiten wird Cimon-2 in Zukunft wissenschaftliche Experimente auf der Internationalen Raumstation unterstützen können.

ibm.com

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