Revolution in der Produktion Automatisierte Beschaffung für schnellere Produktion

Von Gunar Simböck, Xometry 3 min Lesedauer

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Beyer Maschinenbau nutzt die Produktionsplattform Xometry, um effizient und flexibel hochwertige Bauteile zu beschaffen. Dank KI und digitaler Prozesse vermittelt Xometry blitzschnell passende Hersteller. Das beschleunigt die Produktion, erhöht die Flexibilität und verkürzt die Entwicklungszeit.

Die automatisierte Beschaffung ist für viele Hersteller eine Revolution – in kürzester Zeit können Lieferanten mit freier Kapazität gefunden werden.(Bild:  Xometry)
Die automatisierte Beschaffung ist für viele Hersteller eine Revolution – in kürzester Zeit können Lieferanten mit freier Kapazität gefunden werden.
(Bild: Xometry)

Wenn die Firma Beyer Maschinenbau Bauteile benötigt, die sie nicht selbst fertigen kann, gehen ihre Einkäufer immer öfter ins Internet. Dort finden sie in kürzester Zeit einen passenden Lieferanten mit freier Kapazität. Sie nutzen dazu die Seite der Produktionsplattform Xometry, die ganz ähnlich wie Amazon oder Uber arbeitet. Hier lenken digitale Abläufe und Künstliche Intelligenz das Zusammentreffen von Herstellern und Nachfragern. Das sächsische Familienunternehmen Beyer automatisiert damit unkompliziert seine Suche nach einem Produzenten für hochwertige Bauteile. Es gewinnt auf diesem Wege Effizienz, Tempo und Flexibilität in der Endmontage.

In der Produktion kündigt der starke Zuwachs solcher Plattformen eine Revolution an. Xometry, eine der grössten Herstellerplattformen weltweit, steigerte den Umsatz alleine im zweiten Quartal 2024 um 25 Prozent. Und das, obwohl die Wirtschaft insgesamt stagnierte oder sogar schrumpfte. Die Plattformen bieten offenbar neue geschäftliche Perspektiven. «Die aktuelle Marktsituation erfordert von Unternehmen, kreativ zu werden und zu bleiben», sagt Beyer-Prokuristin Jaqueline Beyer. Die Nutzung einer Produktionsplattform liefere ihrem Unternehmen Flexibilität. Das liegt auch daran, dass Xometry Dutzende unterschiedliche Technologien vermittelt: Von der Blechbearbeitung bis zum modernsten 3D-Druck. Die Einkäufer können zudem auf der Plattform bequem aus hunderten von Materialien auswählen. Dieses riesige – und ständig wachsende - Angebot an einem Ort unterscheidet Xometry von den meisten Wettbewerbern.

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Bedarf: viele unterschiedliche Bauteile in unterschiedlichen Mengen und Qualitäten

Produktionsleiter Kuhlmann erklärt, warum sein Arbeitgeber regelmässig Teile über Xometry bezieht: «Wir benötigen für die Fertigung von Pack- und Palettieranlagen sehr viele unterschiedliche Bauteile in unterschiedlichen Mengen und Qualitäten. Die können wir nicht alle selbst fertigen, dazu fehlen uns die Kapazitäten.» Stattdessen bestellt das Unternehmen Beyer hochwertige CNC-Bauteile auf der Plattform. «Wir können immer Rückfragen stellen, die schnell beantwortet werden», lobt Kuhlmann die Zusammenarbeit. Die von Xometry gelieferten Teile kommen in der Endmontage zum Einsatz. «Das verhilft uns zu einem reibungslosen Ablauf, der wiederum die rasche Auslieferung an die Kunden ermöglicht», sagt der Produktionsleiter.

Auf Xometry laden mittlerweile zigtausende Nutzer regelmässig eine digitale Konstruktionszeichnung (CAD) hoch. Am Computer klicken sie Materialwünsche, Bearbeitungsmethode und Menge an. Die Maschine spuckt dann innerhalb von Sekunden einen Preis und ein Lieferdatum aus. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz hat der Algorithmus blitzschnell in ganz Europa nach einem Betrieb mit freier Kapazität für den speziellen Auftrag gesucht. Die Order kann umgehend erteilt und erledigt werden.

Plattform berechnet neue Wünsche in kürzester Zeit

Besonders wertvoll wird die Plattform für Entwickler durch die Möglichkeit, in kürzester Zeit neue Wünsche zu berechnen. Ein anderes Material, eine neue Bearbeitungstechnik – die Instant Quoting Engine liefert in Sekunden den entsprechenden Produktpreis. Kein wochenlanges Warten mehr auf ein neues Angebot. Auch gerissene Lieferketten werden mit Hilfe der Plattform rasch wieder geschlossen.

Immer schneller löst die Plattform-Ökonomie herkömmliche Wege zur Vergabe von Aufträgen ab. Im Handel oder in der Unterhaltung hat sich das Prinzip längst durchgesetzt. Nun arbeiten auch produzierende Betriebe nach ähnlichen Regeln wie sie für Amazon, Temu oder Uber gelten. Die Nutzer erhalten damit mehr Flexibilität und beschleunigen ihre Abläufe. Das wiederum führt zu grösserer Effizienz und einem Vorteil im harten Wettbewerb.

Einkäufer müssen nun keine feste Liste mit Produzenten mehr abfragen, wenn digitale Verteilungsprozesse ihre Beschaffung erledigen. Vorteile ergeben sich daraus für beide Seiten, denn Hersteller nutzen über die Plattform ihre Maschinen besser aus. Weltweit umfasst das Xometry-Netzwerk aus zertifizierten Lieferanten bereits 4200 Unternehmen. Sie holen sich mit Hilfe der Plattform einfach und schnell neue Aufträge ins Haus. Alleine in den ersten neun Monaten 2024 wuchs dieses Firmen-Netzwerk um ein Drittel.

Die Vorteile sprechen sich rasch herum. Ingenieure und Entwickler bei Mittelständlern nutzen die Möglichkeiten inzwischen ebenso wie Forschungsinstitute oder Konzerne. Seit Jahren wächst Xometry jährlich um etwa 30 Prozent. In Europa und Asien liegt der Zuwachs sogar bei bis zu 81 Prozent – unbeeindruckt von allen Wirtschaftskrisen.

Ein Grund für die Popularität von Produktionsplattformen sind die fast unbegrenzten technischen Möglichkeiten. Die Nutzer wählen aus hunderten von Materialien und Dutzenden Technologien – vom Blechschneiden bis zum neuesten 3D-Druck. Gerade wenn es schnell gehen muss, wird eine Produktionsplattform deshalb immer öfter zur Option. Beyer Maschinenbau jedenfalls will künftig noch mehr über Xometry beziehen, «auch komplexere Baugruppen», wie Produktionsleiter Kuhlmann versichert.

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