Sensorik unter Extrembedingungen Energiewende in der Antarktis

Von Frank Fladerer, Bachmann Electronic 7 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Neumayer-Station III des Alfred-Wegener-Instituts ist eine deutsche Polarforschungsstation in der Antarktis. Die neue Windkraftanlage erhöht den Anteil regenerativer Energien der Station. Einen zuverlässigen Betrieb der Anlage garantiert die auf die rauen Umgebungsbedingungen angepasste Hardware und Sensorik von Bachmann electronic.

Die Neumayer-Station III liegt am Rande des arktischen Festlands und ist auf 250 Meter dickem schwimmendem Eis erbaut. Trotz der unwirtlichen Umgebung soll der Anteil regenerativer Energie an der Energiebilanz der Station durch die verstärkte Nutzung von Wind- und Sonnenenergie sowie Erdwärme deutlich erhöht werden.(Bild:  AWI)
Die Neumayer-Station III liegt am Rande des arktischen Festlands und ist auf 250 Meter dickem schwimmendem Eis erbaut. Trotz der unwirtlichen Umgebung soll der Anteil regenerativer Energie an der Energiebilanz der Station durch die verstärkte Nutzung von Wind- und Sonnenenergie sowie Erdwärme deutlich erhöht werden.
(Bild: AWI)

Der Kontinent Antarktika, also die Landfläche der Antarktis, ist mit fast 13,2 Millionen Quadratkilometer etwa 37-mal grösser als Deutschland – eine weisse Unendlichkeit. Ein Blick aus dem Fenster offenbart die Unwirtlichkeit dieses Ortes: Überall draussen liegen Schnee und Eis. Der bisherige Kälterekord an diesem Punkt der Erde beträgt minus 50,2 Grad Celsius, der Wind pfeift mit bis zu 150 Kilometern in der Stunde. Doch in der Neumayer-Station III ist es warm. Die Forschungsstation wird vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, (AWI) betrieben und ist die Basis für die deutsche Antarktisforschung. Die Innentemperatur wird auf 20 °C gehalten, um den bis zu 60 Menschen einen komfortablen Arbeits- und Lebensraum zu bieten. – Eine zuverlässige Energieversorgung sichert ihr Überleben. Man könnte meinen, dass erneuerbare Energien in der Eiswüste keinen Platz haben. Jedoch zeigt die Antarktisforschung, dass selbst unter den unwirtlichsten Umständen umweltfreundlich Energie gewonnen werden kann. Bachmann trägt seit kurzem einen kleinen, aber wichtigen Teil dazu bei, dass die Forschenden ihre Energie sicher nachhaltig erzeugen können.

Die Neumayer-Station III wächst in die Höhe

Das Eis knirscht unter den Schuhen, als Peter Köhler die riesigen Hydraulikstempel unter der Station inspiziert. Der Diplom-Ingenieur ist der technische Koordinator der Neumayer-Station III. In dieser Forschungssaison hat er als Expeditionsleiter für etwa drei Monate sein Büro im idyllischen Bremerhavener Hafenviertel gegen die Arbeit in einer der unwirtlichsten Regionen der Welt eingetauscht.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 27 Bildern

Die Neumayer-Station III ist ein Gebäude auf einer Plattform oberhalb der Schneeoberfläche. Die Forschungseinrichtung wird von 16 Stelzen getragen. Regelmässig heben Techniker die Station mit einer hydraulischen Hebevorrichtung an, um den jährliche Schneezutrag von etwa einem Meter auszugleichen. So wächst die Anlage mit der Schneedecke mit und die Plattform liegt immer etwa sechs Meter über dem Eis.

Innerhalb einer Schutzhülle stehen auf der Plattform mehr als 100 Container mit unterschiedlichen Funktionen in zwei Ebenen übereinander: Wohn- und Schlafräume, Hospital, Küche, Messe, Funkraum und Sanitärräume. Die Energiezentrale ist in eigenen Containern über zwei Stockwerke hinweg untergebracht. Die Flure versprühen einen eher rauen funktionellen Charme, der ein wenig an die Atmosphäre in einem Krankenhaus erinnert. Doch die Forschenden und das Personal richten sich durchaus so gemütlich ein, wie es die Möglichkeiten erlauben.

(ID:50178663)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung