Hannover Messe 2026 Hannover Messe: Industrielle KI als Wettbewerbsvorteil

Quelle: Deutsche Messe 7 min Lesedauer

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Die Hannover Messe 2026 zeigt Künstliche Intelligenz als Wachstumstreiber der Industrie, wie Unternehmen durch intelligente Automatisierung messbare Effizienzgewinne erzielen. Mit 3500 Ausstellern, neuer Themenstruktur und dem Partnerland Brasilien bietet die Messe vom 20.–24. April 2026 eine strategische Plattform für Industrie 4.0-Transformation und globale Industriepolitik.

Rund 3 500 Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie Energiewirtschaft werden auf der Hannover Messe Lösungen für die Produktion und Energieversorgung päsentieren. (Bild:  HMI)
Rund 3 500 Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie Energiewirtschaft werden auf der Hannover Messe Lösungen für die Produktion und Energieversorgung päsentieren.
(Bild: HMI)

Globaler Wettbewerb, steigender Kostendruck und die rasante Dynamik technologischer Innovationen stellen die produzierende Industrie vor die grösste Transformationsaufgabe ihrer Geschichte. In dieser Phase des Umbruchs brauchen Unternehmen eine Plattform, die technologische Innovationen präsentiert und in konkrete Anwendungsbeispiele übersetzt. Die Hannover Messe 2026 will genau diese Rolle übernehmen und zeigen, wie Künstliche Intelligenz (KI), Automatisierung, Digitalisierung, Energiesysteme sowie Forschung ineinandergreifen, um nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Industrielle KI wird dabei zum zentralen Innovations- und Wachstumstreiber. Sie analysiert Produktionsdaten in Echtzeit, optimiert Prozesse und ermöglicht eine intelligente, adaptive Steuerung von Produktionsabläufen. So entstehen messbare Effizienzgewinne, höhere Produktivität und ein bewussterer Einsatz von Ressourcen – zugleich eröffnet sie Unternehmen neue datengetriebene Geschäftsmodelle und zusätzliche Wert-
schöpfungs-Potenziale.

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Infos zur Hannover Messe

Termin:
20.-24. April 2026

Ort:

Hannover Messe


Öffnungszeiten:

täglich 9.00–18.00 Uhr

Freitag: 9.00–15.00 Uhr


Eintritt:

Online Vorverkauf:

Tagesticket: 35 Euro

Ermässigt: 23 Euro

Dauerticket: 90 Euro
Tageskasse:

Tagesticket: 55 Euro

Dauerticket: 108 Euro


Veranstalter:

Deutsche Messe AG

messe.de, hannovermesse.de

KI als Grundlage für Effizienzsprünge

«Jetzt ist die Zeit zu handeln und konsequent in neue Technologien zu investieren. Wer heute mutig in KI, Automatisierung und digitale Systeme investiert, schafft die Grundlage für Effizienzsprünge, Resilienz und nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit», sagt Dr. Jochen Köckler, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Messe AG, Veranstalter der Hannover Messe, und ergänzt: «Die Hannover Messe ist die Plattform, auf der Besucherinnen und Besucher konkrete KI-Anwendungen erleben und im direkten Austausch mit den ausstellenden Unternehmen erfahren, wie sie ihre Produktivität durch den Einsatz von KI steigern können.»

Auf der Hannover Messe 2026 wird erstmals auch das Thema Physical AI eine zentrale Rolle spielen. Gemeint sind KI-Systeme, die unmittelbar mit der physischen Welt interagieren – etwa in Maschinen, Anlagen oder Robotern. «KI wird damit zur produktiven Kraft in der Fabrik – insbesondere bei industriellen und humanoiden Robotern. Das werden wir auf den Ständen der Robotikaussteller der Hannover Messe eindrucksvoll erleben», sagt Köckler.

Rund 3 500 Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro- und Digitalindustrie sowie Energiewirtschaft präsentieren Lösungen für die Produktion und Energieversorgung von heute und morgen. Dabei spielt KI eine zentrale Rolle. Zu den Ausstellern zählen globale Tech-Unternehmen wie AWS, Microsoft, SAP, Schneider Electric oder Siemens sowie die Technologieführer Beckhoff, Festo, Harting, ifm, Lapp, Phoenix Contact, Rittal, Schaeffler oder SEW. Namhafte Forschungsinstitute wie Fraunhofer oder das KIT (Karlsruher Institut für Technologie) skizzieren die Industrielösungen für morgen und mehr als 200 Startups aus unterschiedlichen Technologiefeldern zeigen ihre Lösungen.

Neue Aussteller aus Robotik, Automatisierung und KI

Ein Blick auf die lange Liste der neuen Aussteller zeigt, wie stark insbesondere die Themen Robotik, Automatisierung und Künstliche Intelligenz auf der Messe ineinandergreifen, berichtet der Veranstalter der Hannover Messe. Erstmals seit vielen Jahren ist demnach Rockwell Automation wieder auf der Hannover Messe präsent. Das Unternehmen aus den USA zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen und reiht sich damit in eine Liga mit Branchengrössen wie Siemens ein.

Auch im Bereich Robotik gibt es spannende Neuzugänge: Zum ersten Mal stellt das innovative Unternehmen Agile Robots auf der Hannover Messe aus. Gezeigt werden sowohl industrielle als auch humanoide Robotersysteme, die eindrucksvoll verdeutlichen, wohin sich die intelligente Automatisierung entwickelt. Neu auf der Messe ist zudem DMG Mori. Der international führende Hersteller von Werkzeugmaschinen nutzt seine Messepremiere, um aktuelle Entwicklungen rund um vernetzte Fertigung, digitale Zwillinge und automatisierte Produktionslösungen vorzustellen. Ebenfalls neu als Aussteller dabei ist Bosch Connected Industry. Das Unternehmen präsentiert praxisnahe IoT- und KI-Lösungen für industrielle Anwendungen – von intelligenter Instandhaltung über vernetzte Produktionsprozesse bis hin zu datenbasierten Services. Neuzugang Schwarz Digits ist auf souveräne digitale Lösungen spezialisiert. Im Fokus stehen der Aufbau KI-gestützter, sicherer Daten- und Cloud-Infrastrukturen für industrielle Anwendungen sowie die Entwicklung leistungsfähiger KI-Ökosysteme. Weitere namhafte neue Aussteller sind unter anderem Jumo, Denso, Wandelbots und German Edge Cloud.

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Robotik-Innovationen auf dem Application Park

Die neuesten Robotik-Trends werden im Application Park erlebbar. Dabei stehen KI-basierte Wahrnehmungssysteme, autonome mobile Manipulatoren sowie humanoide Roboter im Mittelpunkt. Ihr Vorteil gegenüber klassischen Industrierobotern liegt weniger in der reinen Leistungsfähigkeit, sondern vielmehr in ihrer Anpassungsfähigkeit: Sie sind dafür ausgelegt, von Menschen entwickelte Werkzeuge, Arbeitsplätze und Infrastrukturen zu nutzen. Auch im Bereich Robotik sind viele Fortschritte auf der Softwareseite zu erwarten.

Neben verbesserten digitalen Zwillingen durch datengetriebene Methoden rücken Simulation und virtuelle Inbetriebnahme in den Vordergrund, um Roboter schneller programmieren oder anlernen zu können – ohne Produktionsunterbrechung.

Industrial Cybersecurity: KI wird zur dominanten Technologie

Aufgrund der geopolitischen Veränderungen steigen die Anforderungen an die Cybersicherheit rasant. Dabei stehen insbesondere Industrieunternehmen unter wachsendem Druck. Der Cybersecurity-Experte Götz Schartner, Gründer und CEO der 8com GmbH & Co. KG, einem der führenden deutschen Anbieter für SOC-as-a-Service und Managed Security Services, wird mit seinem Unternehmen ein Security Operations Center realitätsgetreu nachbauen, sodass die Messebesucher Cybersecurity live erleben können. Seiner Meinung nach hat sich Cyberkriminalität zu einer hocheffizienten Industrie entwickelt. Cybercrime-as-a-Service macht Angriffe skalierbar, günstig und für nahezu jeden zugänglich. Dabei hebt Künstliche Intelligenz (KI) Angriffe und Verteidigung auf ein neues Niveau: KI wird 2026 zur dominanten Technologie in Angriff und Abwehr.

Neue Themenstruktur und neue Networking-Formate

Eine zentrale Neuerung ist die überarbeitete Themenstruktur, die in ein neues Hallenlayout mündet. Für Besucher bedeutet das eine direktere Orientierung, für die ausstellenden Unternehmen eine stärkere Sichtbarkeit im relevanten Umfeld. Neben der räumlichen Neuausrichtung setzt die Hannover Messe 2026 mit neuen Wissens- und Networking-Formaten noch stärker auf inhaltliche Tiefe. So können sich Experten und Anwender praxisnah über konkrete Herausforderungen und deren Lösungen austauschen. Ob Masterclasses, Roundtables, Expert Stages oder Matchmaking: Die neuen Angebote machen die Messe zum zentralen Ort für Business, Innovation und Networking.

Neue Center Stage

Auf der neuen Center Stage kommen führende Köpfe aus Industrie, Politik und Forschung zusammen, um konkrete Lösungsansätze für die Zukunft der Industrie zu diskutieren. Die Hannover Messe bestätigt damit ihr Profil als strategische Plattform für die industrielle KI-Transformation mit einen sichtbaren Schulterschluss von Industrie und Politik sowie klarer industriepolitischer Ambition für Deutschland und Europa. Zu den Sprecherinnen und Sprechern zählen:

Cedrik Neike, Mitglied des Vorstands der Siemens AG, beleuchtet die Rolle von Automatisierung, industrieller KI und digitaler Infrastruktur für wettbewerbsfähige Industrieunternehmen. Unternehmerin Verena Pausder setzt Impulse zur Innovationskultur und zur Stärkung des Startup-Ökosystems in Deutschland und Europa. Die renommierte Zukunftsforscherin Amy Webb analysiert technologische Megatrends und zeigt auf, wie Unternehmen sich strategisch auf disruptive Entwicklungen vorbereiten können. Julie Sweet, CEO von Accenture, thematisiert die Transformation globaler Organisationen durch KI, Cloud und datengetriebene Geschäftsmodelle. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger spricht über digitale Souveränität und Leistungsfähigkeit als Rahmenbedingungen für Innovation in Europa. Armin Papperger, CEO von Rheinmetall, ordnet schliesslich die Bedeutung industrieller Leistungsfähigkeit im Spannungsfeld von Sicherheit, Geopolitik und technologischer Unabhängigkeit ein.

Neuer Themenbereich: Defense Production Park

Im neuen Defense Production Park wird gezeigt, wie moderne Produktionstechnik die Anforderungen sicherheitskritischer Fertigung erfüllt und zugleich hochgradig skalierbar bleibt. Unternehmen aus der Verteidigungsindustrie stehen vor ähnlichen Herausforderungen wie andere Industriezweige – müssen jedoch infolge der «Zeitenwende» ihre Kapazitäten in kürzester Zeit deutlich ausweiten. Wie dies gelingt, ohne Kompromisse bei Sicherheit und Qualität einzugehen, bildet den Fokus dieses neuen Ausstellungsthemas. Mit Spitzenpolitik und Partnerland Brasilien: Treffpunkt für europäische Industriepolitik und globale Partnerschaften

Partnerland Brasilien

Auch 2026 werden auf der Hannover Messe hochrangige politische Delegationen aus Europa und der ganzen Welt erwartet. Im Mittelpunkt steht dabei das diesjährige Partnerland Brasilien. Die Messe wird feierlich von Bundeskanzler Friedrich Merz und dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva eröffnet – ein deutliches Signal für die wachsende strategische Bedeutung der deutsch-brasilianischen Beziehungen.

Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage gewinnt Brasilien – und mit ihm ganz Südamerika – als verlässlicher Handels- und Industriepartner für Deutschland und Europa weiter an Bedeutung. Diversifizierte Lieferketten, Zugang zu Rohstoffen sowie gemeinsame Industrie- und Klimaprojekte rücken stärker in den Fokus. «Die Zusammenarbeit mit Brasilien ist mehr als Handel – sie ist ein strategisches Bündnis», betont Köckler. «Gerade in Zeiten globaler Spannungen müssen wir auf verlässliche Partner setzen. Die Hannover Messe bietet dafür die ideale Plattform.» Neben internationalen Delegationen werden auch führende Vertreter der deutschen Politik und der EU-Kommision auf der Messe präsent sein, darunter Vizekanzler und Finanzminister Lars Klingbeil, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Forschungsministerin Dorothee Bär sowie Verteidigungsminister Boris Pistorius. Weitere hochrangige Delegationen aus Europa, Amerika, Asien und Afrika werden erwartet und unterstreichen die globale Bedeutung der Hannover Messe für Industrie, Technologie und geopolitischen Austausch.

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