RoboCup-Weltmeisterschaft 2025 Mit Linearmodulen die Effizienz autonomer Logistikroboter erhöhen

Quelle: igus 3 min Lesedauer

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Konstrukteure können mit Linearmodulen von igus die Effizienz autonomer Logistikroboter drastisch erhöhen. Den Beweis liefert die RoboCup-Weltmeisterschaft 2025 in Brasilien, bei der Roboter aus aller Welt in einer simulierten Fabrik Produkte handhaben. Dem Team Carologistics ist es gelungen, mit igus Linearachsen ein schnelles und präzises Greifersystem zu realisieren und den Weltmeistertitel zu holen.

Das Team Carologistics besteht aus Forschern und Studenten der FH und RWTH Aachen. Seit 2012 nimmt die Mannschaft in der Disziplin Logistics League teil, in der Roboter in simulierten Fabriken autonom arbeiten.  (Bild:  igus)
Das Team Carologistics besteht aus Forschern und Studenten der FH und RWTH Aachen. Seit 2012 nimmt die Mannschaft in der Disziplin Logistics League teil, in der Roboter in simulierten Fabriken autonom arbeiten.
(Bild: igus)

Alle Jahre wieder treten Ingenieure aus aller Welt beim RoboCup an. Auf der weltweit grössten Robotikveranstaltung messen sich autonome Roboter in Disziplinen wie Fussball, Rettung, Haushalt und Industrie. Hier wird es spannend für Carologistics, ein Team aus Forschern und Studenten der FH und RWTH Aachen. Seit 2012 nimmt die Mannschaft in der Disziplin Logistics League teil, in der Roboter in simulierten Fabriken autonom arbeiten. Optisch erinnert der Roboter der Aachener an R2D2 aus dem Science-Fiction-Klassiker Star Wars. Er besteht aus einem omnidirektional fahrenden Unterbau und einem darauf montierten mehrachsigen Linearsystem, über das sich ein Greifer positioniert. «Bei den letzten Wettkämpfen haben wir allerdings gemerkt, dass uns andere Teams in punkto Greifgeschwindigkeit überlegen sind», sagt Co-Teamleiter Daniel Swoboda von der RWTH Aachen. «Für den RoboCup 2025 in Brasilien haben wir daher beschlossen, das Greifsystem neu zu konstruieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben.»

Greifgeschwindigkeit mit igus verdreifacht

Damit die Roboter zügiger greifen können, mussten die bisher verwendeten Linearmodule mit Spindelantrieb weichen. Sie waren laut Swoboda zwar präzise und verlässlich, aber nicht schnell genug. Das Team ist daher für die Weltmeisterschaft auf drylin Zahnriemenachsen der Serie drylin ZLW-1040-S von igus mit EC-Motor umgestiegen. Über diese Module bewegt sich der Greifer auf der Z-Achse nach oben und unten sowie auf der Y-Achse von vorne nach hinten. Daniel Swoboda: «Dank des Zahnriemenantriebs erreichen wir eine sportliche Beschleunigung von 2 m/s2.» Zum Einsatz kommt ausserdem eine Drehachse mit Schrittmotor der Serie robolink D, mit deren Hilfe der Greifer schwenken kann, ohne dass sich der Roboter selbst drehen muss. «Dank dieser Kombination haben wir es geschafft, die Dauer eines Greifvorgangs von 30 auf 10 Sekunden zu reduzieren.» Und auch bei der Kabelführung setzte das Team auf igus. Zum Schutz der elektrischen Leitungen kommen e-ketten der leicht befüllbaren Serie easy chain für lineare Bewegungen zum Einsatz sowie eine triflex R-Energiekette, die speziell für komplexe 3D-Bewegungen entwickelt wurde. Sie sorgen für eine sichere und langlebige Führung der Kabel – selbst bei schnellen und dynamischen Bewegungen.

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Team Carologistics stellt den Weltrekord auf und holt den Titel

Mit den optimierten Robotern im Gepäck reiste das Team vom 15. bis 21. Juli 2025 nach Salvador in Brasilien. Ein positiver Nebeneffekt des Linearsystems war laut Swoboda, dass es schmierfrei arbeitet und sich dadurch hygienisch transportieren lässt. Vor Ort starteten dann die Wettkämpfe. Die Aufgabe des Roboters: In einer simulierten Fabrikumgebung an Produktionsmaschinen Zylinder in mehreren Grössen herstellen, entsprechend zufälligen Kundenaufträgen aus einem Online-Shop. Dafür muss der Roboter Arbeitsschritte planen und fortlaufend Bauteile zwischen den Maschinen transportieren. Rund 40 Greifvorgänge sind pro Wettkampf nötig. «Das Linearsystem von igus hat dabei nicht nur mit Geschwindigkeit und Präzision gepunktet, sondern auch mit hoher Ausfallsicherheit», so Swoboda. Das System hätte somit einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, einen neuen Weltrekord aufzustellen. «Wir haben es im Wettbewerb geschafft, acht von zehn Produkten aus der Online-Shop-Bestellung herzustellen.» Das seien zwei Produkte mehr als der bisherige Rekord der TH Graz. «Wir möchten uns herzlich bei igus bedanken, die uns auf diesem Weg als Sponsor stets mit State-of-the-Art Technologie und wertvollem Know-how unterstützt haben.»

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