Kistler auf der Stanztec 2024 Neue Lösungen für Prozessüberwachung und Qualitätskontrolle

Von Kistler 3 min Lesedauer

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Jeder Schritt und jedes Teil exakt kontrolliert: Auf der diesjährigen Stanztec (Pforzheim, 25.–27. Juni) stellt Kistler an Stand A-48 in Halle GS zwei benutzerfreundliche Lösungen für die Stanztechnik aus. Zu sehen sind der zum ersten Mal gezeigte Analog-Controller KCA 400 / Touch und die optische Prüfzelle KVC 621 SE. Der KCA 400 / Touch präsentiert sich unter anderem mit neuem, grösserem Farb- und Touchscreen. Der KVC 621 SE zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise und hohe Prüfprozesssicherheit bei Taktzeiten von bis zu 4.000 Teilen pro Minute aus.

Die neue Stanzteilprüfzelle KVC 621 SE zeichnet sich durch ihr schmales Gehäuse, ihre hohe Verfügbarkeit und erreichbare Taktzeiten von bis zu 4.000 Teilen pro Minute aus.(Bild:  Kistler)
Die neue Stanzteilprüfzelle KVC 621 SE zeichnet sich durch ihr schmales Gehäuse, ihre hohe Verfügbarkeit und erreichbare Taktzeiten von bis zu 4.000 Teilen pro Minute aus.
(Bild: Kistler)

Wer in der Produktion von Stanzteilen Ausschuss minimieren und einen reibungslosen Produktionsablauf sicherstellen will, muss auch bei hohen Taktzeiten die Prozesse sowie die fertigen Teile zuverlässig kontrollieren. Auf der Stanztec in Pforzheim zeigt Kistler zwei genau darauf ausgelegte Lösungen.

KCA 400 / Touch: benutzerfreundlicher Analog-Controller für die Doppelblechkontrolle

Der überarbeitete Analog-Controller KCA 400 / Touch ermöglicht den Einsatz von bis zu vier induktiven Sensoren zur Doppelblechkontrolle. Die mit dem Controller verbundenen Sensoren werden im Stanzwerkzeug platziert. Bereits zwei diagonal angeordnete Sensoren erkennen bereits ein Verkippen der gefederten Führungsplatte, beispielsweise infolge von sich aufbauendem Stanzabfalls.

Der Controller ist mit einem grösseren Touchscreen ausgestattet und zeigt detaillierte Informationen in Farbe. Zudem kann er Status- und Fehlermeldungen jetzt auch in weiteren Sprachen wie Chinesisch anzeigen. Der KCA 400 / Touch ist als Subsystem konzipiert und benötigt nur einen digitalen Anschluss, um sich als Bindeglied zwischen Sensorik und Maschinensteuerung in gängige Werkzeug- und Prozessüberwachungssysteme zu integrieren. So ermöglicht er unter anderem die Nachrüstung älterer Systeme. Produzenten profitieren bei der Einrichtung ausserdem von der Auto-Set-Funktion:

Nachdem alle Sensoren eingestellt sind, übernimmt und speichert der Analog-Controller diese Werte mittels AUTOSET als Sollwerte. Die gewünschten Toleranzen lassen sich für jeden Sensor individuell einstellen und können jederzeit verändert werden.

So sind die Sensoren nach einer unkomplizierten Inbetriebnahme schnell bereit für die Überwachung des Werkzeugs. Liegt ein oder mehrere der gemessenen Werte ausserhalb des definierten Toleranzbereichs, stoppt das Werkzeugüberwachungssystem die Presse und verhindert die Produktion weiterer NIO-Teile.

KVC 621 SE: leistungsstarke optische Stanzteilprüfzelle prüft jedes einzelne Teil

Auf der Stanztec ist auch das jüngste Mitglied der optischen Prüfzellen-Familie von Kistler zu sehen: Die modulare KVC 621 SE ist mit ihrem 600 Millimeter breiten Gehäuse und schneller Verfügbarkeit auf die Massenproduktion von Stanzteilen ausgerichtet. Dabei durchlaufen bis zu 4.000 Prüfteile pro Minute die optische Prüfung: Integrierte Kamerastationen erfassen die einzelnen Teile. Anschliessend wertet die von Kistler weiterentwickelte Bildverarbeitungssoftware KiVision 6.0 die Aufnahmen aus und detektiert Mass- und Konturabweichungen sowie Oberflächendefekte wie Kratzer oder Dellen. Die neue Version von KiVision bietet Anwendern die Möglichkeit, auch ohne Programmierkenntnisse eigene Befehlsmakros per Drag & Drop anzulegen und vereinfacht so die Qualitätssicherung erheblich. Die gesteigerte Performance der Software sorgt ausserdem dafür, dass die Prüfaufgaben schneller ausgeführt werden. Dank der engmaschigen SPS-Überwachung stellt der Automat sicher, dass jedes einzelne Teil geprüft wird.

Bei entsprechend beschaffenen Prüfteilen und -anforderungen lässt sich zudem eine auf künstlicher Intelligenz basierende Anomaliedetektion integrieren. Sie findet auch bislang unbekannte oder sich häufig verändernde Oberflächendefekte.

Kooperation mit Nidec Sys: neue Standalone-Lösung garantiert lückenlose OK-Teile

Zusätzlich präsentieren der Stanztechnik-Experte Nidec Sys und Kistler ihre erste gemeinsame Lösung für die Stanzindustrie: Sie kombinieren mit dem Qualitätssicherungssystem Inline Vision & Weld (IVWS) optische Qualitätskontrolle und präzise Austrennung in einer einzigen Anlage. Die von der KVC 621 SE erkannten Schlechtteile trennt das Schneidewerkzeug automatisiert präzise aus, im nächsten Schritt schweisst das System den Streifen wieder zusammen und garantiert so, dass nur OK-Teile auf die Spule aufgewickelt werden – so lassen sich selbst die hohen Qualitätsansprüche aus der Automobilindustrie erfüllen. Besucher können die Prüf- und Austrennvorgänge live erleben und sich von der lückenlösen Abläufen der vollintegrierten Anlage überzeugen.

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