Jubiläum Schaltschrankbauer Rittal wird 60

Redakteur: Katharina Juschkat

Vor 60 Jahren gründete Rudolf Loh in Rittershausen eine kleine Blechverarbeitung - heute ist Rittal ein globales Unternehmen für Schaltschranktechnik und IT-Infrastruktur. Das Unternehmen blickt zurück.

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In 60 Jahren hat sich Rittal vom kleinen Unternehmen zu globalen Spezialisten für Schaltschranktechnik entwickelt.
In 60 Jahren hat sich Rittal vom kleinen Unternehmen zu globalen Spezialisten für Schaltschranktechnik entwickelt.
(Bild: Rittal)

Der Schaltschrankbauer Rittal feiert sein 60-jähriges Jubiläum - am 1. April 2961 gründete Rudolf Loh die Firma in Rittershausen in Mittelhessen. Heute ist Rittal international bekannt für seine Schaltschranktechnik und IT-Infrastruktur - über 10000 Mitarbeiter arbeiten in dem globalen Unternehmen. Vor 60 Jahren begann alles ganz klein - ein kurzer Rückblick.

Die Anfänge

Rittal begann als kleiner blechverarbeitender Betrieb in der mittelhessischen Gemeinde Rittershausen, die auch Namensgeber des Unternehmens ist. Rudolf Loh kaufte hier eine alte Weberei und gründete Rittal. Die Idee: Standard-Schaltschränke in Serie, sofort ab Lager verfügbar, schneller und besser als die damals einzeln angefertigten Blechschränke für Steuerungskomponenten von Maschinen.

Die Idee kam gerade zur rechten Zeit: Der Boom der Nachkriegsjahre hatte die industrielle Fertigung verändert. Maschinen wurden miteinander verkettet und produzierten im Zuge des wachsenden Konsums Produkte in Grossserien.

Von Schaltschrank zum Schaltschranksystem

Im Zuge der Industrieautomatisierung entwickelte Rittal den Schaltschrank zu einem ganzen Schaltschranksystem. Die Produkte sollten gleich mehrere Probleme der Kunden lösen, zum Beispiel mit Klimatisierungs- und Stromverteilungslösungen. Das System setzte sich durch, nicht nur in der Industrie, sondern auch in der IT, in der sich Rittal als «Newcomer» einen Namen machte.

Parallel investierte Rittal Mitte der 80er in ein kleines Unternehmen mit zwei Mitarbeitern und baute Eplan auf. Über die nächsten Jahre und Jahrzehnte entstand ein breites Spektrum an Software und Services rund um das Engineering. Heute ist das Schwesterunternehmen von Rittal ein weltweiter Software-Anbieter für Elektro-Engineering.

Eigene Smart Factory in Haiger errichtet

Den technologischen Wandel in der Industrie weltweit mitgestalten und Verantwortung für die Heimat in Mittelhessen übernehmen – das war das Ziel von Rittal bei der Investition in den Neubau des modernsten Kompakt- und Kleingehäusefertigung der Welt nach Industrie 4.0-Standards in Haiger vor fünf Jahren. 2020 ging das Werk an den Start.

Hunderte Maschinen und Arbeitsplätze wurden vernetzt, um hochkomplexe Prozesse von der Bestellung über die Produktion bis zur Logistik digital abzuwickeln. Im Zuge dessen schuf das Unternehmen gemeinsam mit ihrem Schwester-Startup German Edge Cloud intelligente Edge- und Cloud-Lösungen, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Industrie, untergebracht im eigenen Rechenzentrum, erprobt im eigenen Unternehmen.

«Ich bin sehr stolz auf 60 Jahre Erfolgsgeschichte, die wir mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gemeinsam geschrieben haben», sagt Prof. Friedhelm Loh, Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group: «Was uns ausmacht, ist Neugier, Kundenorientierung, Mut zum Risiko und die Freude am gemeinsamen Erfolg.»

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal elektrotechnik.vogel.de

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