Leitungen einzeln zu stecken, das kostet nicht nur Zeit, sondern ist auch fehleranfällig. Daher hat Igus das Module-Connect-Schnittstellenkonzept entwickelt, mit dem sich Energieketten einfach stecken lassen. Um den Stecker mit der Energiekette zu verbinden, kann der Anwender zusätzlich auf einen individuellen Adapter zurückgreifen.
Mit der Module-Connect-Schnittstelle von Igus lassen sich Energieketten und die darin befindlichen Leitungen ganz einfach anschliessen.
(Bild: Igus)
Energieketten sind heute überall im Einsatz: auf Krananlagen, in Theaterbühnen, Pipettierautomaten oder Zugtüren. Sie führen bewegliche Leitungen und Schläuche für Strom, Daten oder Medien sicher und tragen damit massgeblich zum störungsfreien Betrieb der Maschine bei. Das gilt auch für Anwendungen im industriellen Maschinen- und Anlagenbau. Um die Montage der Maschine zu beschleunigen, nutzen viele Anwender von Igus-Energieketten heute den «Readychain»-Service. Das heisst: Die Energiekette wird befüllt und komplett mit Steckern konfektioniert endgeprüft und anschlussfertig angeliefert – auf Wunsch auch direkt in Einbauposition. Das hat aus Sicht vieler Kunden schon einen klaren Gewinn an Montagezeit und Produktivität in der eigenen Fertigung zur Folge, und Nebenarbeiten wie das Ablängen und Konfektionieren von Leitungen entfallen.
Ziel: Schnelles Montieren und Demontieren
Dabei sind die Igus-Entwickler nicht stehen geblieben. Der nächste und folgerichtige Schritt heisst «Module Connect». Dabei handelt es sich um standardisierte Schnittstellen für bewegliche Leitungen, in denen verschiedene Kontaktträger fixiert werden. Ein einzelnes Module-Connect-Gehäuse kann mit bis zu vier verschiedenen Stecker-Einsätzen bestückt werden – für Energie-, Signal-, Bus-, Daten-, Lichtwellenleiter und Pneumatik. Die Gehäuse wiederum werden durch Montageclips miteinander verbunden, so dass nahezu unbegrenzte Modulvariationen in individueller Breite und Höhe möglich sind. Als Steckersystem kommt das «Han Modular»-Programm von Harting zum Einsatz.
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Damit werden die Montage und die Installation der Energiekette nochmals einfacher: In der Praxis spart der Anwender hier bis zu 80 Prozent Zeit. Zugleich erhöht sich die Sicherheit, denn ein «Verstecken» der Leitungen ist ausgeschlossen. Und der Anwender ist vollständig flexibel: Die Stecker-Module können ein- oder mehrlagig der Befüllung und Geometrie der jeweiligen Energiekette angepasst werden. Das ermöglicht eine in Funktion und im Design optimale Verkabelung für jede Anwendung. Aufgrund der flachen Bauform des Gehäuses und der hohen Kontaktdichte ist Module Connect zudem ein platzsparendes System, das sich bestens für den Einsatz auf kompaktem Raum eignet.
Modulare Bauweise, stabile Verbindung
Durch Zubehörteile verschmelzen Module-Connect-Systeme zu einem vollständigen Ketten-Steckstellen-Modul genau passend zur jeweiligen Anwendung. Besonders vorteilhaft sind dabei die Verriegelungselemente und die im Gehäuse integrierte Zugentlastung. Sie umschliessen den Stecker und sorgen für eine stabile Verbindung auch bei Zehntausenden von Bewegungen. All das sind gute Argumente für den praktischen Einsatz von Module Connect – und es gibt noch mehr. So spart der Anwender nicht nur Platz und (bei der Montage) Zeit, sondern auch Gewicht: Die Steckmodule werden aus faserverstärktem Hochleistungskunststoff gefertigt und sind rund 50 Prozent leichter als klassische Rechtecksteckverbinder – ein klares Plus in bewegten Anwendungen.
Noch einen Schritt weiter: Der Module-Connect-Adapter
Zusätzlich hat Igus das Module-Connect-System um einen Adapter erweitert. Er ist speziell dafür konstruiert, die Energiekette mit den darin befindlichen Leitungen noch einfacher miteinander zu verbinden. In Abhängigkeit von Kettenserie, Kettenbreite und Anzahl der Module-Connect-Stecker wird im 3D-Druck oder per Kunststoff-Spritzguss ein angepasster Ketten-Adapter hergestellt, der einfach am Module Connect befestigt und per Snap-in-Mechanismus an die Kette angebaut werden kann. Funktion und Konstruktion dieser Entwicklung sind nicht nur aus Sicht von Konstrukteuren überzeugend. Die Jury des «German Design Awards» hat den Adapter im Jahr 2021 mit einem Preis ausgezeichnet. Und schon 2018 hat das Module-Connect-Konzept einen «Red Dot Design Award» für gutes Industriedesign gewonnen.
Im Servicefall: Einfach austauschen
Für die Mehrzahl der Energieketten-Anwender, die sich bereits für Module Connect (mit und ohne Adapter) entschieden haben, steht die Möglichkeit des schnellen Austauschs einzelner Ketten- und Leitungssegmente im Vordergrund. Das gilt für Hersteller von Werkzeugmaschinen, Brotverpackungsmaschinen und Holzverarbeitungsmaschinen ebenso wie für Produzenten von Regalbediengeräten. So ist beispielsweise in Regalbediengeräten die bewegliche Zuleitung zum Führerstand und zum Lastaufnahmemittel in einzelne Module-Connect-Segmente unterteilt. Sollte ein Segment getauscht werden müssen (was im Praxisbetrieb beispielsweise bei Havarien nie auszuschliessen ist), lässt sich das innerhalb von Minuten erledigen, wenn ein Ersatzsegment auf Lager liegt. Damit ist höchste Verfügbarkeit des gesamten Lagers sichergestellt. Übrigens: Das Module-Connect-System bietet so viele Vorteile, dass einige Anwender es auch ohne E-Kette anwenden.
Stand: 08.12.2025
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