Auf der Realize Live 2025 Konferenz präsentierte Siemens zusammen mit Kunden und Partnern seine Lösungen zur digitalen Transformation. Viele Anwendungen konnten einen klaren Kundennutzen aufzeigen: kürzere Entwicklungszeiten, Kostensenkung und schnellerer Markteintritt.
Simulation des autonomen Fahrens mit Pave360, einem digitalen Zwilling, der Ingenieure in eine Entwicklungsumgebung versetzt, die auf ihre Bedürfnisse für das Software-Defined Vehicle (SDV) zugeschnitten ist.
(Bild: Anne Richter, VCG)
Wie von Geisterhand gesteuert bewegt sich das Lenkrad, die Räder drehen sich und die Landschaft rast vorbei. Real konnte diese Simulation des autonomen Fahrens auf der Realize Live 2025, der Konferenz über die digitale Transformation von Siemens Digital Industries Software, bestaunt werden. Zur Anwendung kam Pave360, ein digitaler Zwilling, der Ingenieure in eine Entwicklungsumgebung versetzt, die auf ihre Bedürfnisse für das Software-Defined Vehicle (SDV) zugeschnitten ist. So kann Software vor der physischen Verfügbarkeit der Halbleiter-Chips parallel zur Hardware entwickelt werden. Der Vorteil liegt in den wesentlich kürzeren Entwicklungszeiten.
Wem das zu banal ist, der konnte beim britischen Sportwagenhersteller BAC (Briggs Automotive Company) die nächste Generation des strassentauglichen Formel 1-Rennwagens BAC Mono entwickeln. Dafür benutzt BAC die Designcenter-Suite für Produktentwicklungssoftware von Siemens. Das BAC-Team untersucht ausserdem Möglichkeiten, das Kauf- und Anpassungserlebnis der Kunden mit der virtuellen Engineering-Technologie von Siemens zu verbessern. Mithilfe VR-Technologie können die Kunden ihre massgeschneiderten Fahrzeuge zu erleben - und das alles auf der Grundlage realer 3D-CAD-Daten, die realitätsgetreu dargestellt werden.
Das sind nur zwei einzelne Beispiele aus dem Solution Center auf der Siemens Realize Live 2025 Konferenz, die vom 30. Juni bis zum 2. Juli in Amsterdam stattgefunden hat. Im Solution Center präsentierten Siemens Digital Industries Software und Partner konkrete Produkte und Lösungen zum Thema digitale Transformation. Die Konferenz selber widmet sich dem digitalen Wandel und richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Konstruktion, Fertigung, Produktlebenszyklusmanagement, Design und IT/Softwareverwaltung. Sie bringt Anwender, Branchenexperten und Partner zum Erfahrungsaustauch zusammen – in einer sich immer schneller ändernden Welt: «Es ist nicht nur die zunehmende Komplexität bei der Entwicklung, es ist die immer grösser werdende Dynamik dabei», erklärt Robert Jones, Chief Revenue Officer (CRO) bei Siemens Digital Industries Software, den Zweck der Veranstaltung in seiner Keynote.
Viele interessante Anwendungen wurden vorgestellt – Siemens Kunden, die ihre Reise zur digitalen Transformation vorgestellt haben. Grosse, namhafte Unternehmen waren dabei. Allen voran ASML. Der weltweit grösste Anbieter von Lithographie-Systemen für die Halbleiterindustrie aus der Niederlande, stellt Maschinen mit der höchsten Komplexität überhaupt her. Um diese Komplexität effizient zu managen, führte kein Weg an einer Digitalisierung vorbei. «Es war mehr eine Revolution als Evolution», berichtet Casper Baghuis, Leiter IT und PLM bei ASML. Auch Schweizer Unternehmen haben über ihre digitale Transformation referiert. Sarah Borngräber, Leiterin der Programmstrategie und -umsetzung bei SSI Schäfer, hat berichtet, wie das Unternehmen gemeinsam mit Siemens Software einen vollständig digitalisierten Ansatz für die Intralogistik entwickelt hat. Besonders eindrücklich war das Referat von José Luis Ruiz Herrer, Leiter des Entwicklungsbüros des spanischen Schiffbauers Navantia. Navantia konnte mithilfe von Siemens Xcelerator den Produkt- und Produktionslebenszyklus seiner Marineschiffe verändern und damit die Prozessqualität verbessern, die Kosten senken und die Produktauslieferung beschleunigen. Um die Bewältigung grosser Datenmengen ging es im Vortrag von Olivier Pellerin, Innovationsmanager für Prozesse und Tools bei der Groupe SEB, weltweit führender Hersteller kleinerer Haushaltsgeräte mit Marken wie Tefal, Rowenta oder Moulinex. Das Unternehmen konnte mit Siemens Software Innovationen verbessern und die Entwicklung neuer Produkte beschleunigen. Basis für diese Entwicklungen ist der Siemens Xcelerator, eine offene digitale Business Plattform, die es Kunden ermöglicht, ihre digitale Transformation zu beschleunigen. «Mit dem Siemens Xcelerator verfolgt Siemens eine offene, interoperable Plattformstrategie, die Partnerintegration, Datenstandardisierung und den Austausch über einen digitalen Marktplatz ermöglicht. Ziel ist eine flexible Industrie-4.0-Landschaft, die heterogene Systeme verbindet und Digitalisierung pragmatisch umsetzt», erklärt Klaus Löckel, CEO DACH bei Siemens Digital Industries Software die Siemens Digitalisierungsstrategie. Das sind nur kleine Einblicke von der Siemens Realize Live 2025 in die Siemens-Digitalisierungswelt. Eine Fortsetzung gibt es im nächsten Jahr. Die Realize Live 2026 wird vom 29. Juni bis zum 1. Juli in Amsterdam stattfinden.
Stand: 08.12.2025
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