gesponsertEngineering in der Verbindungstechnik Wenn Standard nicht reicht: Konnektoren und Verbindungselemente

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Ein Katalogteil passt fast – aber eben nur fast. Wann lohnt es sich, ein Standardbauteil anzupassen, statt teuer neu zu entwickeln? Und warum entscheidet am Ende oft nicht der Stückpreis, sondern das, was darunter liegt?

Automatisiertes Blistern einer SMD-Steckzunge: Neben dem Bauteil entscheiden auch die passende Verpackungs- und Automatisierungslösung über eine wirtschaftliche Serienfertigung.(Bild:  Vogt AG Verbindungstechnik)
Automatisiertes Blistern einer SMD-Steckzunge: Neben dem Bauteil entscheiden auch die passende Verpackungs- und Automatisierungslösung über eine wirtschaftliche Serienfertigung.
(Bild: Vogt AG Verbindungstechnik)

Ein Standardbauteil deckt viele Anforderungen ab – bis der Einbauraum ein paar Zehntelmillimeter zu klein ist, die Geometrie nicht zur Anwendung passt oder das Material der Temperatur nicht standhält. Genau dort beginnt die eigentliche Ingenieurarbeit in der elektromechanischen Verbindungstechnik. Und genau dort zeigt sich, ob ein Lieferant nur liefert oder mitdenkt.

Der Katalog ist der Anfang, nicht das Ende

Steck-, Feder- und Lötkontakte aus Draht, Blech, Rohr und Kunststoff übertragen Strom, Signale und Daten – vom Sicherheitskontakt einer Flugzeugtür bis zur Sensorik im Rechenzentrum. Ein Katalogartikel ist dabei oft die ideale Diskussionsgrundlage: Er lässt sich mit überschaubarem Aufwand an die konkrete Anwendung anpassen. Wird etwa für einen Batteriekontakt ein anderes Material verlangt, genügt häufig eine kleine Werkzeugänderung statt einer kompletten Neuentwicklung.

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Was der Stückpreis verschweigt

Bei kundenspezifischen Teilen rückt rasch die Menge in den Fokus. Ein Standardartikel aus Millionenserien hat einen niedrigen Stückpreis – werden nur einige Tausend Stück benötigt, kippt die Rechnung. Genau hier zeigt sich der Wert einer frühen technischen Beratung: Oft lassen sich bestehende Werkzeuge oder Standardkomponenten mit geringem Anpassungsaufwand nutzen. So entstehen wirtschaftliche Lösungen, die Entwicklungszeit, Investitionen und Herstellkosten deutlich reduzieren..

Dahinter steckt ein Prinzip, das erfahrene Einkäufer kennen: Der Teilepreis ist nur die Spitze des Eisbergs. Rund zwei Drittel der Kosten liegen in Stellschrauben, die im ersten Angebot gar nicht sichtbar sind – Fertigungstechnik, Materialwahl, Oberfläche, Logistik. Wer diese mitdenkt, senkt die Gesamtkosten, nicht nur den Einzelpreis.

Von der Anfrage zur Lösung

Der Weg dorthin ist strukturiert. Nach einer ersten Triage entscheidet das Team, ob und wie sich ein Teil fertigen lässt. Bei höherer Komplexität folgt ein Entwicklungsauftrag, in dem Werkzeugbau, Konstruktion, Produktmanagement und Technik gemeinsam Ideen sammeln – inklusive Rapid Prototyping und 3D-Druck für erste Muster. Am Ende steht ein Angebot nach Zeichnung oder ein fertigungsoptimierter Gegenvorschlag. Dass alle vier Fertigungswelten – Draht, Rohr, Blech, Kunststoff – unter einem Dach kombinierbar sind, eröffnet Lösungen, die ein reiner Stanzbetrieb nicht bieten kann.

Sicher heisst durchdacht

Eine sichere Verbindung beginnt damit, zu wissen, wo ein Teil eingesetzt wird. In einem luftdichten Motor etwa staut sich Hitze und die Materialwahl ist entscheidend für die Funktion. Ein anderes Beispiel sind Whisker: feine Metallhärchen, die an Steckhülsen ohne geeignete Sperrschicht wachsen und Millimeter lang werden können, bis sie Kurzschlüsse verursachen. Die richtige Beschichtung verhindert das – vorausgesetzt, jemand erkennt das Risiko früh. Geprüft wird nach DIN-Normen und definierten kritischen Merkmalen, belegt mit Messbericht, Materialzertifikat und Schichtdickenprotokoll.

Wenn Mikrometer entscheiden

Wie weit das reicht, zeigte ein Grossprojekt für einen Kunden aus der Chip-Industrie: zwei Stanzteile im Mikrobereich, eines davon gerade einmal 0,8 Millimeter breit. In einer europaweiten Ausschreibung gab am Ende die Kombination aus schneller Reaktion, technischem Gegenvorschlag und Fertigungstiefe den Ausschlag.

Reden wir über die Anwendung

Steigende Miniaturisierung, höhere Leistungsdichte, mehr Wärme: Die Anforderungen an Verbindungen wachsen und mit ihnen der Bedarf an Lösungen jenseits des Katalogs. Was dabei zählt, ist Tempo. Eine Anfrage führt im besten Fall schon am Folgetag zum Termin beim Kunden, Musterkoffer inklusive – eine Nähe und kurze Entscheidungswege, die sich aus der Ferne kaum nachbilden lassen. Der beste Zeitpunkt für ein Gespräch ist deshalb früh, lange bevor die Geometrie feststeht.

Über Vogt AG Verbindungstechnik

Die Vogt AG entwickelt und fertigt elektromechanische Verbindungstechnik in der Schweiz – von Standardartikeln aus einem Sortiment von rund 10’000 Teilen bis zu kundenspezifischen Sonderlösungen aus Draht, Rohr, Blech und Kunststoff. Gegründet 1962, mit rund 120 Mitarbeitenden und vier Produktionsstätten, verbindet das Unternehmen eigene Stanz-, Rohr-, Draht- und Kunststofffertigung mit hauseigenem Werkzeugbau und Messlabor.

Mehr erfahren: www.vogt.ch

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