Interview mit Peter Spycher, Präsident ILS zur Logistics & Automation

Mit kleinen Investitionen deutliche Produktivitätssteigerungen erzielen

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Als Bronze- und Preispartner für den zweiten Platz bei den Berufsmeisterschaften «SwissSkills 2025» hat die ILS ein starkes Zeichen für die Nachwuchsförderung gesetzt. Welche Impulse nehmen Sie aus dieser Veranstaltung mit und wie kann die Intralogistik als Branche für junge Talente noch attraktiver werden?

P. Spycher: Als Verband haben wir die Verantwortung, klare Signale für die Nachwuchsförderung zu setzen und sichtbar zu machen, da unsere Branche weit über 60 verschiedene Berufsbilder umfasst. Die «SwissSkills» zeigen eindrücklich, mit welchem Engagement und welcher Leidenschaft junge Menschen in der Logistik tätig sind. Dieses Feuer zu sehen, ist motivierend und bestätigt, wie viel Potenzial in der nächsten Generation steckt. Mit der fortschreitenden Digitalisierung und Automatisierung werden die Berufe im Logistikumfeld anspruchsvoller und dynamischer. Genau das macht sie für junge Talente besonders spannend – vorausgesetzt, wir zeigen ihnen die Entwicklungspfade auf und machen die Vielfalt dieser Berufswelt erlebbar. Sichtbarkeit ist der Schlüssel: Berufsmeisterschaften wie die «SwissSkills», aber auch Fachmessen und praxisnahe Ausbildungsformate tragen wesentlich dazu bei, Interesse zu wecken und Talente langfristig für die Intralogistik zu begeistern.

Wo muss bei der Branche noch mehr für die Nachwuchsförderung getan werden? Planen Sie dazu etwas Besonderes am ILS-Stand an der Fachmesse Logistics & Automation in Bern?

P. Spycher: Die Branche zeigt bereits heute eine starke Geschlossenheit: Am gemeinsamen ILS-Stand präsentieren sich 20 Firmen, die trotz teilweise direkter Konkurrenz gemeinsame Interessen verfolgen. Genau diese Kooperation ist ein wichtiger Baustein der Nachwuchsförderung, da sie sichtbar macht, wie vielfältig, modern und zukunftsorientiert die Intralogistik ist. Am ILS-Stand setzen wir in Bern gezielt zusätzliche Akzente. Mit dem Stand-up-Panel zur Studienfahrt bieten wir einen lebendigen Einblick in die Innovationskraft der Branche und in der Kommunikationsecke mit Kaffee entsteht ein Ort für Austausch zwischen Fachleuten, jungen Talenten und Ausbildungsbetrieben. Ein zentraler Punkt ist zudem, dass wir alle Mitglieder aktiv auffordern, sich klar als Ausbildungsbetriebe zu kennzeichnen. Dazu werden wir alle mit einem Flyer anschreiben. Nur wenn sichtbar wird, wo junge Menschen einsteigen können, erhöhen wir langfristig die Attraktivität der Branche und schaffen echte Orientierung für die nächste Generation.

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Die Logistics & Automation 2026 kehrt nach dem erfolgreichen Zürcher Jahr mit über 4000 Besuchern nach Bern zurück. Was macht den Standort Bern als Plattform für die Intralogistikbranche besonders und welche strategischen Vorteile bietet der Wechsel zwischen den beiden Wirtschaftszentren?

P. Spycher: Der Wechsel zwischen Bern und Zürich sorgt dafür, dass die Messe unterschiedliche regionale Zielgruppen erreicht. In Bern begegnen wir verstärkt Besuchenden aus der Westschweiz, während Zürich insbesondere Fachleute aus der Ostschweiz anzieht. Diese Rotation stärkt die gesamtschweizerische Verankerung der Messe und ermöglicht es der Branche, sich in beiden Wirtschaftsräumen gleichermassen sichtbar zu positionieren. Trotz gelegentlicher Stimmen, die den Nutzen von Messen infrage stellen, sind wir überzeugt, dass persönliche Begegnungen unverzichtbar bleiben. Der direkte Austausch, das gemeinsame Erleben von Technologien und der spontane Dialog lassen sich digital nicht vollständig ersetzen. Messen bieten einen Raum, in dem Beziehungen entstehen, Innovationen greifbar werden und Vertrauen aufgebaut wird – und genau deshalb werden sie auch künftig ein fester Bestandteil der Branchenkommunikation sein.

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