Security Prozesse, OT und IT-Services: Mehr Effizienz durch Zusammenspiel

Von BOLL Engineering / M8 GmbH 2 min Lesedauer

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Wenn IT und OT zusammenwachsen, betrifft dies nicht nur die Technik. Unternehmen müssen definieren, welche Prozesse und Infrastrukturen kritisch sind, Verantwortlichkeiten klären und Prioritäten setzen. Erst dann lassen sich IT-Services und OT so abstimmen, dass geschäftlicher Nutzen entsteht.

IT/OT-Konvergenz, betrifft nicht nur die Technik, sondern auch die kritische Infrastruktur muss definiert sein und Prozesse definiert.(Bild:  BOLL Engineering)
IT/OT-Konvergenz, betrifft nicht nur die Technik, sondern auch die kritische Infrastruktur muss definiert sein und Prozesse definiert.
(Bild: BOLL Engineering)

Was kostet eine Stunde Produktionsausfall?

Diese Frage ist unbequem, aber zentral. Denn sie macht sichtbar, welche Prozesse und Systeme kritisch sind. Gleichzeitig zeigt sie, wo Verantwortlichkeiten unklar sind, Reaktionszeiten fehlen und Investitionen bisher eher historisch als strategisch gewachsen sind. Die Konvergenz von IT und OT verstärkt diesen Handlungsbedarf: Zuständigkeiten werden schwieriger abgrenzbar, und Themen, die früher in der OT verankert waren, wandern zunehmend in Richtung IT.

IT als proaktiver Digitalisierungspartner

Ein Beispiel sind Serverumgebungen. Werden sie nicht isoliert in der OT betrieben, sondern als Teil eines IT-Services verstanden, lassen sie sich oft effizienter, standardisierter und professioneller bereitstellen. Hinzu kommen bessere Einkaufskonditionen, eingespielte Prozesse, Partnernetzwerke und Security-Architektur. Die OT muss dafür nicht alles selbst aufbauen, sondern kann von der etablierten IT profitieren. Gleichzeitig darf dies nicht als einseitige Übernahme durch die IT verstanden werden. Die IT muss die Anforderungen der OT verstehen, denn dort geht es oft um Anlagen, Systeme und Prozesse mit hoher Verfügbarkeit. Die Diskussion dreht sich deshalb nicht nur um Technik, sondern auch um Verantwortlichkeiten. Es braucht den Schritt weg von Detaildiskussionen und hin zu einer gesamtheitlichen Betrachtung. Geklärt werden muss, welche Funktionen benötigt werden und welche IT-Services diese Anforderungen abbilden können. So wird die IT zum proaktiven Digitalisierungspartner: Sie stellt Services bereit, die Anforderungen der OT erfüllen.

Prozesse schaffen Prioritäten

Damit dieses Zusammenspiel funktioniert, braucht es klare Schnittstellen. Es muss festgelegt sein, wer was benötigt, wer wofür verantwortlich ist und welche Priorität ein Prozess hat. Ohne diese Klärung entstehen Einzelanforderungen, die nicht dem Gesamtinteresse dienen.

Der Ausgangspunkt ist deshalb immer der Prozess. Welche Abläufe sind wertschöpfend oder kritisch? Erst wenn diese Prozesse dokumentiert sind, kann die IT sie effizient umsetzen. Interne Anfragen wie «Ich möchte ein neues Tool» lassen sich dadurch besser einordnen: Gewinnen solche Anforderungen an Substanz – oder verlieren sie an Dringlichkeit?

Kosten sichtbar machen

IT wird dabei nicht einfach teurer. Vielmehr werden Kosten sichtbar, die früher nicht sauber zugeordnet wurden. Teilweise werden Budgets verschoben. Wo etwas tatsächlich zu teuer ist, zeigt sich erst, wenn Strukturen und Verantwortlichkeiten aufgeräumt sind.

Das Zusammenspiel von Prozessen, IT-Services und OT ist damit eine Organisationsfrage. Unternehmen müssen Verantwortlichkeiten klären, Prioritäten definieren und Investitionen an kritischen Prozessen und Systemen ausrichten. Der erste Schritt liegt in der Prozessanalyse: Welche Abläufe sind kritisch, welche Systeme unterstützen sie, und wo bestehen Risiken? So entsteht eine IT, die messbar zum Unternehmenserfolg beiträgt.

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