Interview mit Peter Spycher, Präsident ILS zur Logistics & Automation

Mit kleinen Investitionen deutliche Produktivitätssteigerungen erzielen

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Autonome mobile Roboter, KI-gesteuerte Lagerverwaltung und digitale Zwillinge prägen die Branchendiskussion. Welche dieser Technologietrends werden auf der Logistics & Automation 2026 besonders im Fokus stehen und wo sehen Sie die grössten Innovationspotenziale für Schweizer KMUs?

P. Spycher: In der Schweiz ist die Bereitschaft zur Verknüpfung neuer Technologien nahezu immer gegeben. Dadurch können Synergien genutzt und bislang ungenutzte Potenziale gehoben werden. Besonders die Kombination von Robotik mit autonomen Transportsystemen (AGV) gewinnt stark an Bedeutung. Erste Ansätze zeigen bereits, dass Roboter künftig flexibel auf selbstfahrenden Fahrzeugen dorthin gelangen, wo die Arbeit tatsächlich anfällt – anstatt dass die Arbeit zu den Robotern gebracht werden muss.

Wenn Sie persönlich durch den ILS-Gemeinschaftsstand mit seinen Demo-Objekten und innovativen Präsentationen gehen – worauf freuen Sie sich am meisten und welches Exponat oder welche Technologie wird Sie persönlich in Bern am meisten begeistern?

P. Spycher: Es erfüllt mich mit Stolz, eine so lebendige Messe mitzuerleben. Besonders auf unserem Gemeinschaftsstand herrscht ein Spirit, bei dem der logistische Gedanke klar im Vordergrund steht. Einzelne Firmen oder Exponate hervorzuheben, würde den neutralen Ansatz des Verbands beeinträchtigen. Ich kann jedoch mit voller Überzeugung sagen: Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Messen bieten nicht nur einen Einblick in Produkte und Innovationen, sondern sind auch eine der besten Plattformen für persönliche Kontakte und fachlichen Austausch. Lernen findet hier genauso durch Gespräche und den direkten Informationsaustausch statt – ein Wert, den man nutzen sollte.

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Was erhoffen Sie sich von der Messe für die Branche, für die ILS-Mitglieder und vielleicht auch ganz persönlich als Verbandspräsident für die Zukunft der Schweizer Intralogistik?

P. Spycher: Wir betrachten die Messe als zentralen Pfeiler unserer Branche. Aus diesem Grund haben wir sie von Beginn an mit unserem Gemeinschaftsstand unterstützt und leisten auch einen finanziellen Beitrag. Die Entwicklung zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind: Gestartet mit zehn Ständen präsentieren wir heute 20 – eine Grösse, die sich als optimal erwiesen hat und uns als Verband deutlich sichtbar macht. Das Feedback unserer Mitglieder ist durchweg positiv. Unser Format hat sich insbesondere dadurch bewährt, dass Unternehmen zunächst mit einem kleineren Stand einsteigen und bei erfolgreicher Messeerfahrung später einen eigenen, grösseren Stand buchen. So entsteht eine Win-win-Situation – für die Messe, für die ausstellenden Firmen und letztlich für die gesamte Branche. Mit dem Wachstum der Messe eröffnen sich zudem neue Möglichkeiten, weitere Ideen umzusetzen, die wir bereits in der Pipeline haben. Als Verband schlägt unser Herz für die Logistik und wir sind stolz, einen Beitrag zum wirtschaftlichen Wohl der Schweiz zu leisten. Für mich persönlich ist es eine grosse Freude und Ehre, als Präsident daran mitwirken zu dürfen – und nach über 30 Jahren in der Logistik der Gemeinschaft etwas von meinem eigenen Lebensglück zurückzugeben.

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