Fermentationsmonitor

Volle Transparenz im Gärprozess

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«Das gibt einem als Brauer grosse Sicherheit»

Das Gerät, das ohne grossen Aufwand am Gärtank angebracht wird und direkt ins Bier eintaucht, misst rund um die Uhr und mit hoher Genauigkeit Dichte, Ultraschall-Laufzeit und Prozesstemperatur. Aus den Rohmesswerten berechnet ein Algorithmus in Echtzeit die für den Braumeister relevanten Parameter, wie zum Beispiel Stammwürze, Extrakt, Alkoholgehalt und Vergärungsgrad. «Mit dem zweimal täglichen Spindeln, das nur die Momentaufnahme eines hochdynamisch verlaufenden Gärprozesseses ist, können wir eine solche Genauigkeit niemals erreichen, auch nicht mit einer kombinierten Laboranalyse der Probe», sagt Rogg. Ein weiteres Problem liege darin, dass das Spindeln oder die Labormessung sich meist auf nur eine Messgrösse stütze, beispielsweise die Dichte. Diese reiche aber nicht aus, um etwa den Extraktgehalt und den tatsächlich gebildeten Ethanolgehalt zu messen.

Das Gerät liefert aber nicht nur kontinuierlich hochgenaue Messwerte. Vielmehr werden diese per WLAN an das IIoT-Ökosystem Netilion von Endress+Hauser übermittelt. Somit können sie dann über ein mobiles Endgerät oder einen Computer mit Internetzugang jederzeit und von überall aus abgerufen werden. Eine direkte Anbindung an das Leitsystem ist ebenfalls möglich. Zudem kann der Brauer sich von dem Messgerät mit sogenannten Push-Nachrichten über kritische Abweichungen im Gärprozess frühzeitig informieren lassen. «Ein automatischer Alarm auf dem Handy, zum Beispiel wenn die Kühlung ausfällt, das gibt einem als Brauer grosse Sicherheit», sagt Rogg. Das Gerät Fermentation Monitor QWX43 ermöglicht überdies eine erhebliche Arbeitserleichterung, denn er ersetzt die manuellen Probenahmen, für die die Brauer oder ihre Mitarbeitenden vor Ort sein müssen und die pro Tank bis zu 15 Minuten in Anspruch nehmen.

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Datenbasierte Prozessoptimierung

Nach Auffassung Roggs können die Vorteile des Messgeräts Fermentation Monitor QWX43 vor allem in seinem Lohnbrauer-Geschäft zum Tragen kommen. Haben die Kuckucksbrauer zu ihm den ersten Kontakt aufgenommen und ist anschliessend ein Einvernehmen über Aspekte wie Biersorte, Menge, Abfüllung, Leergut und Kosten erzielt, findet in der Regel das erste Treffen vor Ort statt. «Die meisten wollen ein Gefühl für das Brauen bekommen», sagt Rogg, der überzeugt ist, dass ein Bier nur so gut werden kann wie die Beziehung, die der Braumeister zu seinem Produkt aufbaut. Gemeinsam werden dann wichtige Prozesse bei der Herstellung und wesentliche Parameter besprochen, Rogg berät mit seiner ganzen Expertise. «Und wenn das Bier dann gebraut wird, wollen meine Auftraggeber natürlich genau wissen, wie der Gärprozess verläuft und ob ihr Produkt bei uns in guten Händen ist.»

Für Lohnbrauer Rogg, der sich als verlässlicher Partner und Dienstleister sieht, ist es selbstverständlich, seinen Kunden die während des Gärprozesses erhobenen Daten zur Verfügung zu stellen. Ohne Fermentation Monitor QWX43 ist das aufwendig, aber mit dem innovativen Messgerät nur eine Sache von Sekunden. Rogg ermöglicht den Auftraggebern ganz einfach den digitalen Zugang zu den von dem Gerät kontinuierlich erhobenen Messwerten. Die Kuckucksbrauer können diese dann über ihr eigenes Smartphone, Tablet oder Computer jederzeit selbst abrufen. Transparenz, so hat es Rogg erlebt, schätzen die Kuckucksbrauer in vielerlei Hinsicht. «Sie wollen wissen, wie das Brauen genau funktioniert. Ihnen geht es um ein qualitativ hochwertiges Produkt und um eine möglichst effiziente Herstellung», so Rogg.

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