Kostengünstige Batterietechnologien Energiespeicher für IoT – quo vadis?

Redakteur: Andreas Leu

Für gewisse Batterietechnologien bei industriellen IoT-Anwendungen sind alternative Lösungen gefragt. Es existieren durchaus prüfenswerte und kostengünstige Möglichkeiten.

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(Bild: Ineltro)

Alles ist im Fluss, digital und smart muss es sein, «green» und «zero irgendwas». So wird die gesamte private Mobilität der neuen Welt in absehbarer Zeit lithiumgetrieben sein. Bei kleineren Lithium-Batterien, welche für mobile Applikationen im IoT-Bereich eingesetzt werden, ist die Realität eine etwas andere. Sicher sind für Anwendungen mit integrierten kundenspezifischen Batterien in kleineren Stückzahlen, sicher für Applikationen im Cargo-Bereich (Luftfracht). Primäre Batteriesysteme wie LiSOCl2, Li-MnO2, ladbare Lithium-Ionen oder Polymere dürften sicher teilweise durch weniger leistungsfähige, weniger effiziente Lösungen ersetzt werden. Eine neue, kostengünstige Möglichkeit ist die Kombination diverser Batterietechnologien mit «VINA Pulse Capacitors» (VPC). Entwickelt von VINATech, wird EDLC(Electrical Double Layer Capacitor)-Know-how mit Lithium-Ionen-­Technologie kombiniert. Während die Kathode aus modifizierten Doppel-Layer-Strukturen (ähnlich klassischen Supercaps) besteht, kann die mit Lithium-Ionen vordotierte Anode elektrochemisch wirken. Die Anode verschleisst damit zwar etwa 10x schneller als bei einem klassischen Supercap, dafür ist die Speicherdichte rund 12x höher. Für viele Anwendungen dürften die spezifizierten 50 000 Zyklen von 3,8 V nach 2,5 V (100 % DOD) eine prüfenswerte Option sein, zumal sie von Skalierungseffekten der grossvolumigen EDLC-Fertigung auch preislich profitieren kann.

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