Intelligente Automatisierungslösungen Automation in der Intralogistik

Von Daniel Oszczeda, Balluff 3 min Lesedauer

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Automatisierung ist ein strategische Notwendigkeit in der Intralogistik. IO-Link als standardisierte Kommunikationstechnologie vereinfacht Verdrahtung und Inbetriebnahme. Ergänzt durch 3D-Vision, Condition Monitoring und RFID entstehen flexible Systeme, die die Effizienz erhöhen.

IO-Link-Topologie auf dem Förderband – von der Stromversorgung bis zu Condition-Monitoring-Sensoren.(Bild:  Balluff)
IO-Link-Topologie auf dem Förderband – von der Stromversorgung bis zu Condition-Monitoring-Sensoren.
(Bild: Balluff)

IO-Link für die Intralogistik

Jede Automatisierungslösung erfordert die Auswahl der passenden Kommunikationstechnologie für den Datenaustausch zwischen allen Systemkomponenten und angeschlossenen Geräten. Die eingesetzte Technologie beeinflusst zahlreiche Aspekte – von Installations- und Inbetriebnahme-Aufwand bis hin zu einfacher Wartung und einem fehlerfreien Betrieb. Deshalb nutzen heute viele Unternehmen IO-Link als Rückgrat ihrer Automatisierungssysteme in der Intralogistik. Wesentliche Vorteile von IO-Link: Sie sind Protokollunabhängig, Offener Standard, flexibel und Skalierbar.

  • Vereinfachte Verdrahtung: IO-Link verwendet Standard-3-Draht-Kabel mit gängigen M12-Steckern. Dies reduziert Kosten und Installationszeiten und ersetzt mehrere Schnittstellen.
  • Schnellere Inbetriebnahme: IO-Link ermöglicht mehr Flexibilität im Design und beschleunigt den Systemstart. Es sorgt für höhere Transparenz und vereinfachte Wartung und erleichtert die SPS-Programmierung und Geräteparametrierung.
  • Drag-and-drop-Funktionalität: Tools wie das Balluff Engneering Tool ermöglichen die einfache Erstellung von Konfigurationsdateien für Profinet- und EtherCAT-Netzwerke.
  • Minimierte Ausfallzeiten: Der Geräteaustausch erfolgt als echtes Plug-and-Play, ohne erneute Programmierung. Das System übernimmt bisherige Einstellungen automatisch.

Predictive Maintenance und Condition Monitoring

In intralogistischen Systemen gelten Antriebe als kritischste Komponenten. Der optimale Ansatz ist eine kontinuierliche Zustandsüberwachung mit fortschrittlichen Vibrations- und Temperatursensoren, die über integrierte Datenvorverarbeitung und intelligente Algorithmen verfügen. Diese Systeme ermöglichen die permanente Überwachung kritischer Komponenten.

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Balluff CMTK ist ein Plug-and-Play-On-Premise-System für industrielles Condition Monitoring. Es ermöglicht eine schnelle Implementierung und nahtlose Integration in bestehende Umgebungen, ohne IT- oder Automationsnetzwerke zu belasten. Das CMTK unterstützt alle IO-Link-Sensoren, einschliesslich fortschrittlicher BCM-Sensoren für Vibrations- und Temperaturüberwachung. Die Konfiguration und Visualisierung erfolgt browserbasiert, ohne zusätzliche Software. Dashboards, Trendanalysen und Alarmfunktionen ermöglichen eine proaktive Wartung. Das System lässt sich auf bis zu 44 Sensoren erweitern und unterstützt sowohl Auswertungen von Frequenzspektren als auch Trendanalysen.

So können Wartungsteams frühzeitig Unwuchten, Fehlausrichtungen oder Lagerprobleme erkennen. Algorithmen für die Erkennung von Anomalien analysieren kontinuierlich die Sensordaten und vergleichen Echtzeitwerte mit Basislinien sowie definierten Grenzwerten.

3D-Vision in Palettierung und Fulfillment

3D-Vision-Technologie revolutioniert Automatisierung in Palettierung und Fulfillment, indem sie Robotern präzises Sehen ermöglicht. Lösungen wie die Balluff «rc_visard 3D-Kamera» kombinieren Tiefenerkennung mit integrierter Intelligenz, sodass Roboter Position, Orientierung und Grösse von Objekten erkennen auch in dynamischen oder chaotischen Umgebungen. Mit Softwaremodulen wie BoxPick (Depalettierung) oder ItemPick (Kommissionierung) liefern diese Systeme sofort nutzbare Greifkoordinaten an den Roboter. Dies ermöglicht eine schnellere Implementierung, reduzierte Integrationskosten und höhere Flexibilität. Indem manuelles Kommissionieren ersetzt wird, spart 3D-Vision wertvollen Platz, erhöht Durchsatz und Genauigkeit und sorgt für einen reibungslosen Betrieb.

RFID und automatisierte Bestandsverwaltung

In vielen intralogistischen Bereichen unterstützt die RFID-Technologie die Automatisierung und steigert Effizienz und Rückverfolgbarkeit. Strategisch platzierte RFID-Lesegeräte – z. B. an Wareneingängen, Fördertechnik und Lagerplätzen – erfassen Daten automatisch während der Warenbewegung. Dies reduziert Fehler, beschleunigt Inventuren und sorgt für stets aktuelle Bestände. RFID dokumentiert jede Bewegung eines Artikels – vom Wareneingang bis zum Versand. Dies ist wichtig für Compliance, Qualitätssicherung und Rückrufmanagement.

  • Echtzeitdatenerfassung. RFID aktualisiert Bestände automatisch und erreicht Genauigkeiten von über 99 %.
  • Schnellerer Materialfluss. Förder- und Robotersysteme mit RFID erkennen Artikel sofort und reduzieren Engpässe.
  • Integration ins WMS. RFID-Daten ermöglichen die dynamische Lagerplatzvergabe, optimierte Kommissionierung und automatische Nachschubprozesse.
  • Reduzierte Arbeitskosten. Durch Wegfall manueller Scans können Mitarbeiter höherwertige Aufgaben übernehmen.

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