Berner Medtech Ökosystem trägt Früchte Erfolgreiche Bern Medtech Vereinbarung wird um drei Jahre verlängert

Von CSEM 3 min Lesedauer

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Der Kanton Bern verfolgt weiterhin das Ziel, sich bis 2030 als international führender Medizinalstandort zu etablieren. Seit über drei Jahren bündeln die Insel Gruppe, die Universität Bern und das Technologie Innovationszentrum CSEM ihr medizinisches und technologisches Spitzenwissen in gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurde ihre Partnerschaft um weitere drei Jahre verlängert, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Industriebetriebe und Start-ups nachhaltig zu stärken.

Erfolgreiche angewandte Forschungs-Zusammenarbeit in Bern wird verlängert – Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Insel Gruppe, UniBE und CSEM. (V.l.n.r: Jens Krauss, VP Medtech bei CSEM; Prof. Dr. Virginia Richter, Rektorin der Universität Bern; Prof. Dr. med. Jennifer Diedler, CEO der Insel Gruppe; und Dr. Alexandre Pauchard, CEO CSEM).(Bild:  CSEM)
Erfolgreiche angewandte Forschungs-Zusammenarbeit in Bern wird verlängert – Unterzeichnung der Vereinbarung zwischen Insel Gruppe, UniBE und CSEM. (V.l.n.r: Jens Krauss, VP Medtech bei CSEM; Prof. Dr. Virginia Richter, Rektorin der Universität Bern; Prof. Dr. med. Jennifer Diedler, CEO der Insel Gruppe; und Dr. Alexandre Pauchard, CEO CSEM).
(Bild: CSEM)

Seit dem Entscheid des Berner Grossen Rates am 13. Juni 2023 bezüglich der Ansiedelung einer Abteilung des Technologie-Innovationszentrums CSEM wurde die medizinische und klinische Forschung auf dem Inselcampus aktiv vorangetrieben. In den Jahren 2023 – 2025 wurden 24 Kooperationsprojekte gestartet, darunter Arbeiten in der Frauenheilkunde, Neurologie, Diabetologie, Endokrinologie, Ernährungsmedizin und Metabolismus, Pneumologie, Kardiologie und Chirurgie. Gemeinsames Ziel all dieser Forschungsinitiativen: Mit neuen Sensor-Technologien sowie dem Einsatz von künstlicher Intelligenz und Algorithmen die Betreuung und Überwachung von Patientinnen und Patienten vereinfachen und die Ärzteschaft in Diagnostik und Therapie-Optimierung wirksam unterstützen.

Der Bern Medtech Collaboration Call (BMCC) wurde erstmals 2023 und seither insgesamt viermal ausgeschrieben. In dieser Zeit haben Forschungs-Teams aus den Reihen des Inselspitals und der Medizinischen Fakultät der Universität Bern rund 90 Projektvorschläge für eine Zusammenarbeit mit CSEM eingereicht. Auf Basis der Empfehlungen von medizinischen, klinischen und technischen Experten und Expertinnen hat das BMCC-Evaluationskomitee 32 der eingereichten Vorschläge bewilligt, das entspricht rund 35.5%. Aufgrund der positiven Ergebnisse wurde die Partnerschaft durch Beschluss des Berner Grossen Rates am 3. Juni 2025 um weitere drei Jahre verlängert, mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Industriebetriebe und Start-ups auch in 2026, 2027 und 2028 nachhaltig zu stärken.

Prof. Dr. Virginia Richter: «Diese Partnerschaft zeigt, wie Forschung Wirkung entfaltet, wenn sie konsequent auf Umsetzung ausgerichtet ist. Gemeinsam mit CSEM bringen wir medizinische Fragestellungen schneller aus dem Labor in konkrete Lösungen – genau das braucht ein führender Medizinalstandort.»

Prof. Dr. med. Jennifer Diedler: «Innovation muss im Klinikalltag ankommen – sonst bleibt sie Theorie. Die gemeinsamen Projekte mit CSEM zeigen, dass Technologie Diagnostik, Betreuung und Effizienz spürbar verbessern kann. Darum setzen wir diese Zusammenarbeit gezielt fort.»

Dr. Alexandre Pauchard: «Die räumliche Nähe auf dem Inselcampus ist ein strategischer Vorteil. Sie beschleunigt Innovation und stärkt Bern im internationalen Wettbewerb um die besten Medtech Lösungen nachhaltig.»

Konkrete Medtech Innovationen aus Bern

Ende November 2025 wurden acht neue Forschungsprojekte gestartet. Die grosse thematische Bandbreite und die hohe Qualität der eingereichten Gesuche unterstreichen das starke Interesse an digitalen Lösungen im Spitalbereich sowie das Innovationspotenzial an der Schnittstelle von Medizin und Ingenieurwesen.

Ein Beispiel dafür ist das Projekt ELAINE, das exemplarisch für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Frauenklinik der Insel Gruppe und CSEM steht. Ziel ist die kontinuierliche Überwachung von Schwangeren und ihren Babys vor und während der Geburt mittels eines leichten, tragbaren Elektroden Bauchbands. Die Lösung soll die Schwangerschaftsüberwachung komfortabler und alltagstauglicher machen – mit weniger Spitalbesuchen und mehr Autonomie für die Betroffenen bei gleichbleibend hoher medizinischer Qualität. Aufbauend auf den bisherigen Projektergebnissen bringt das geplante Start up VidaSense, unterstützt unter anderem von Innosuisse und dem EU Projekt Newlife, diese Technologie nun zur Marktreife. Der Start der klinischen Studien ist noch für dieses Jahr vorgesehen.

Neue Wege in der Blutdrucküberwachung

Zahlreiche weitere BMCC Projekte fokussieren auf die Weiterentwicklung und klinische Evaluation der kontinuierlichen, optischen Blutdrucktechnologie von CSEM – insbesondere in Anwendungsfeldern, in denen eine manschettenlose Messung einen klaren Mehrwert bietet. Die langjährige Expertise von CSEM in diesem Bereich führte bereits 2018 zur Gründung des Spin offs Aktiia und zur Markteinführung des medizinisch geprüften Blutdruckmessgeräts Hilo, das heute international erfolgreich eingesetzt wird.

Aktuell wird die Technologie in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken für Kardiologie, Pädiatrie, Neurologie und Neurochirurgie des Inselspitals in mehreren klinisch relevanten Kontexten untersucht: bei Patientinnen und Patienten mit behandeltem Bluthochdruck, bei Frauen mit Präeklampsie während der Schwangerschaft (Projekt LONGBP), bei adipösen Kindern und Jugendlichen (Projekt CARIOCA) sowie bei Menschen mit Störungen des autonomen Nervensystems (Projekt NIVS ANS).

Gemeinsames Ziel: bessere Versorgung, geringere Kosten

Allen Projekten gemeinsam ist das Ziel, über den heutigen Versorgungsstandard hinauszugehen. Durch neue, nicht invasive und mobile Monitoring Technologien sollen medizinische Betreuung und Nachsorge stärker in den Alltag der Patientinnen und Patienten integriert werden. Damit leisten die Projekte einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der Versorgungsqualität und Lebensqualität – bei gleichzeitiger Entlastung des Gesundheitssystems.

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