Intelligentes Engineering

Liebherr-Components automatisiert Sägezentrum

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Automatisierter Sägeprozess: Vom Hochregallager bis zur Palette

Die neue Anlage verfügt über zwei Sägeplätze, die von zwei ABB-Sechsachsrobotern vom Typ IRB 8700 bedient werden. Diese können bis zu 1,2 Tonnen Gewicht heben und sich je nach Gewicht und Grösse der Rohre einzeln oder koordiniert im sogenannten Multimove-Modus bewegen. Mit der Funktion Multimove von ABB Robotics lassen sich bis zu vier Roboter sowie zusätzliche Geräte wie Werkstückpositionierer mit nur einer Robotersteuerung betreiben. Das reduziert den Hardwareaufwand und vereinfacht die Programmierung.

Das Sägezentrum ist direkt an das Hochregallager angeschlossen. Das Material ist hier als Langgut in Kassetten verstaut. Die Planung des Zuschnittes erfolgt mittels einer Optimierungssoftware, die mit dem Roboter vernetzt ist. Die passende Kassette wird dann ins Sägezentrum geleitet, wo ein Linienlaser erkennt, in welcher Höhe das Material gegriffen und wieder abgelegt werden muss.

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Ein ABB-Roboter vom Typ IRB 7600 – montiert auf einer 19 Meter langen Verfahrachse vom Typ IRT 710 – nimmt den Zuschnitt aus der Säge und legt diese für den Weitertransport auf Paletten ab. Dabei stehen 17 Palettenplätze zur Verfügung. Darauf legt der Roboter Kanthölzer zur Ladungssicherung der runden Teile auf den vorbereiteten Paletten auf und bestückt die Paletten je nach Grösse des Zuschnitts.

Nach dem Beschnitt geht das Reststück zurück ins Lager. Bisher wurden die übrigen Abschnitte in einem Reststückregal untergebracht. Die intelligente Lagerverwaltungssoftware sorgt nun jedoch dafür, dass auch Reststücke in den Kassetten abgelegt, erfasst und weiterverarbeitet werden können. Die Roboter bestücken die Kassetten nicht sortenrein, sondern nutzen den Raum in den Kassetten optimal, was wiederum Platz im Lager spart und Abfälle reduziert.

Obwohl das Sägezentrum vollautomatisiert arbeitet, hat die Arbeitssicherheit höchste Priorität. Ein hauseigenes Monitoring-Tool von Involon speichert alle relevanten Roboter-Parameter. Zudem stattete das Unternehmen die Anlage mit Kameras zur Fernüberwachung aus. Zusätzlich sind alle Roboter mit der zertifizierten Sicherheitssoftware Safemove von ABB Robotics ausgestattet, und die Anlage selbst ist von einem Zaun umgeben. Sobald dieser geöffnet wird, stoppen die Roboter automatisch. Die Ladezone ist mit einer zweistufigen Lichtschranke ausgestattet. So kann eine Säge weiterarbeiten, während bei den anderen Paletten getauscht oder Wartungsarbeiten durchgeführt werden.

«Sondermaschinenbau ist Forschung am lebenden Objekt», erklärt Simon Bibiela, COO der Involon Automation GmbH. «Jede Anlage ist einzigartig, und die Begebenheiten vor Ort sind von Kunde zu Kunde unterschiedlich. Das macht jedes Projekt herausfordernd aber zugleich auch spannend.»

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