Intelligentes Engineering

Liebherr-Components automatisiert Sägezentrum

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Präzisionshandling für unhandliche Stahlrohre

Eine dieser Herausforderungen bestand auch in der Beschaffenheit des zu verarbeitenden Materials. Stahl ist ein schwerer Werkstoff und auf neun Metern Länge oft ungerade. Trotz der nötigen Kraft, um Stahlrohre zu bewegen, dürfen auf dem Material keine Griff-Riefen oder Beschädigungen zurückbleiben. Hinzu kommt, dass die Kassetten Störkonturen von lediglich bis zu zwei Millimetern zulassen. Eine präzise Handhabung ist daher trotz der Ungenauigkeiten im Material entscheidend. Involon stattet die Roboter deshalb mit Magnetgreifern aus, die das Beschädigungsrisiko minimieren und über eine hohe Präzision verfügen.

Um die Akzeptanz der neuen Anlage in der Belegschaft von Anfang sicher zu stellen, wurden die Mitarbeiter von Liebherr schon in der Planungsphase ins Projekt einbezogen. So konnten sie ihre Bedenken äussern und ihr Know-how und ihre Erfahrungen einbringen. Auch im Abnahmeprozess waren sie stark involviert. Sie fühlen sich deshalb abgeholt und sind gut geschult im Umgang mit dem neuen Sägezentrum. Entsprechend hoch ist nun auch die Identifikation mit der neuen Anlage.

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Weniger Fehler, mehr Effizienz: Partnerschaft als Schlüssel zum Projekterfolg

Von der Planung bis zur Inbetriebnahme der Anlage lagen lediglich 1,5 Jahre. Eine derart kurze Projektdauer ist bei einer Vielzahl von Partnern nicht selbstverständlich. Bibiela führt den Erfolg auf direkte Abstimmungen, telefonisch und vor Ort, kurze Wege und eine gute Zusammenarbeit zurück: «Wir haben von Anfang an auf Augenhöhe miteinander kommuniziert. Regelmässige Abstimmungen helfen zudem, Probleme schnell zu erkennen und dann eine Lösung zu finden.»

Auch in Oberopfingen ist man mit dem neuen Sägezentrum sehr zufrieden. Im Umgang mit dem empfindlichen Material zeigt die automatisierte Anlage eine deutliche Verbesserung. Die Fehlerquote ist zudem gesunken. «Bei neuen Anlagen gibt es anfangs immer Stellschrauben, die man nachjustieren muss. Doch unterm Strich funktioniert mittlerweile alles zufriedenstellend”, berichtet Vanessa Hartmann, Leiterin Industrial Engineering bei der Liebherr-Components Kirchdorf GmbH. «Wir haben hier nicht nur ein neues Sägezentrum, sondern eins, dass deutlich besser und effizienter ist als das Vorgängermodell.»

Auch Frau Hartmann unterstreicht die gute Zusammenarbeit. «Alle Partner haben vom ersten Tag an vollen Einsatz gezeigt und waren absolut verlässlich, trotz des Zeitdrucks. Wir hatten 1000 Fragen und bekamen auf alle davon eine gute Antwort.» Am Standort in Kirchdorf an der Iller sind weitere Anlagen mit Automatisierung durch Roboter geplant. Die positiven Erfahrungen in diesem Projekt bestärken diese Entscheidung.

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