Hoffnung auf Präsenzmesse Motek/Bondexpo im Oktober 2021 zum Anfassen

Redakteur: Andreas Leu

Für die industrielle Automatisierungsbranche wird das bewährte Messeduo Motek/ Bondexpo die wichtigste Fachmesse im kommenden Herbst sein. Alle Beteiligten bereiten sich auf die Präsenzveranstaltung vom 5. bis 8. Oktober 2021 in Stuttgart vor.

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Der Wunsch von Ausstellern und Besuchern: zukunftsorientierte Automatisierungsprojekte face to face voranbringen.
Der Wunsch von Ausstellern und Besuchern: zukunftsorientierte Automatisierungsprojekte face to face voranbringen.
(Bild: P. E. Schall GmbH & Co. KG)

Der Messeveranstalter, die P. E. Schall GmbH & Co. KG, bereitet derzeit die 39. Motek – internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung – gemeinsam mit der 14. Bondexpo – internationale Fachmesse für Klebtechnologie – für den 5. bis 8. Oktober 2021 in Stuttgart vor. Aussteller und Fachbesucher warten gleichermassen darauf, sich endlich wieder persönlich treffen zu können und Neuigkeiten rund um Produktion, Montage, Zuführtechnik, Handhabungstechnik sowie Fügetechnik in der industriellen Fertigung auszutauschen. Unternehmen wollen konkret zeigen, wie die Entwicklung bei Digitalisierung, Automatisierung und Robotik während der vergangenen Monate vorangeschritten ist und welche neuen Anwendungspotenziale daraus entstanden sind. «Die ganze Branche sehnt sich nach dem Wiedersehen und freut sich auf Fachgespräche, Diskussionen, neue Produkte und Lösungsansätze. Deshalb sind wir optimistisch und unternehmen mit allen Beteiligten alles Erforderliche, um die dann ge­gebenen Rahmenbedingungen für einen sicheren Messeablauf zu erfüllen», sagt Geschäftsführerin Bettina Schall. Und: «Die Motek/Bondexpo wird das wichtigste Branchenevent im Herbst 2021 sein.»

«Automation intelligence for production and assembly»

Es geht um nichts weniger als die Zukunft: Unternehmen und Betriebe haben Automatisierung und Digitalisierung forciert sowie Fertigungsabläufe und industrielle Materialflüsse optimiert und angepasst. Die Gewährleistung der lückenlosen Lieferketten und zugleich die Einhaltung von Sicherheitsvorgaben und Null-Fehler-Produktion machen es wichtiger denn je, «automation intelligence for production and assembly» industriell effektiv umzusetzen. Machine Learning und künstliche Intelligenz sind längst keine Schlagwörter mehr – und der Stellenwert der Software steigt zunehmend. Der Messeveranstalter hat deshalb die Nomenklatur und Produktklassifikation im Punkt «Software für die Montage» entsprechend ausgearbeitet und erweitert: Unter anderem sind jetzt die Planungs- und Simulationssoftware, Projektmanagementsoftware sowie Software für Roboter- und Anlagensteuerung als Produktgruppen aufgeführt. Der Fokus auf den Komplex Software wird auch dadurch deutlich, dass sich das Thema zentriert in Halle 1 abspielen wird, wo Aussteller aus dem Bereich Software ihre Lösungen präsentieren können.

Präsenzmesse bringt Akteure zusammen

Als einmalige Kommunikationsplattform bringt die Motek/Bondexpo alle Akteure zusammen und befeuert die Zusammenarbeit besonders bei aktuellen Treiberthemen der Industrie. Dazu gehört auch die klimafreundliche und energieeffiziente Produktion, informiert Prof. Dr.-Ing. Jörg Franke, Leiter Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. «Letztendlich kann durch eine konsequente Integration regenerativer Energiequellen sowie geeigneter Energiespeicher­lösungen die Produktion vollständig CO2- neutral gestaltet werden», meint er. Die energie- und ressourcenoptimierte Produktion ist einer der Forschungsschwerpunkte an seinem Institut; ein Projekt befasst sich mit der Umstellung der elektrischen Energieversorgung in der Produktion auf Gleichstrom. Prof. Franke betont die Vorteile der Zusammenarbeit von Industrie und Forschung: «Gerade die enge Verzahnung von Industrie und weltweit führender Forschung in den Bereichen Automatisierung, Produktion und Materialien ist ein bedeutender Wettbewerbsvorteil, den auch mittelständische Unternehmen stärker nutzen könnten.» Prof. Franke freut sich auf den direkten Dialog auf der Präsenzmesse: «Das persönliche Gespräch ist und bleibt unübertroffen.»

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