Prototyp vorgestellt Organische Displays aus dem 3D-Drucker

Von Hendrik Härter

Den Prototypen eines komplett mit 3D-Druck-Verfahren gefertigten OLED-Displays haben Forscher vorgestellt. Damit sollen sich künftig preiswert OLED-Displays herstellen lassen. Doch Helligkeit und Auflösung der OLED-Displays müssen noch verbessert werden.

Der Prototypen eines OLED-Displays kommt komplett aus dem 3D-Drucker.
Der Prototypen eines OLED-Displays kommt komplett aus dem 3D-Drucker.
(Bild: University of Minnesota)

Forscher der University of Minnesota haben erstmals ein flexibles OLED-Display gedruckt. Ziel solle es werden, kostengünstige OLED-Displays in grossem Umfang mit 3D-Druckern von jedermann zu Hause hergestellt werden können, anstatt in teuren Fabrikanlagen.

Bei der OLED-Technik wird Elektrizität in Licht mithilfe einer organischen Materialschicht umgewandelt. OLED-Displays finden sich bei Fernsehgeräten oder in Smartphones. «OLED-Displays werden in der Regel in grossen, teuren und sehr sauberen Produktionsanlagen hergestellt», sagt Michael McAlpine, Professor am Kuhrmeyer Family Chair der Fakultät für Maschinenbau an der University of Minnesota. «Wir wollten herausfinden, ob wir ein OLED-Display auf einem Tisch-3D-Drucker drucken können, der dafür speziell angefertigt wurde und etwa so viel kostet wie ein Tesla Model S.»

Die Gruppe hatte zuvor versucht, OLED-Displays mit 3D-Verfahren zu drucken. Doch es gab Probleme mit einer einheitlichen Lichtabgabe der emittierenden Schichten. Andere Gruppen druckten teilweise Displays, verliessen sich aber auch auf die Rotationsbeschichtung (Spin-Coating) oder die thermische Verdampfung, um bestimmte Komponenten abzuscheiden und funktionale Geräte zu schaffen.

Kombination mehrerer Druckverfahren

Jetzt kombinieren die Forscher der University of Minnesota zwei verschiedene Druckverfahren, um die sechs Layer zu drucken. Sie sind notwendig für ein vollständig in 3D gedruckten, flexibles Display mit organischen Leuchtdioden. Sowohl die Elektroden, die Verbindungen, die Isolierung und die Verkapselung der OLED wurden im Extrusionsverfahren gedruckt, während die aktiven Schichten mit demselben 3D-Drucker bei Raumtemperatur aufgetragen wurden. Der Prototyp des 3D-gedruckten OLED-Displays misst auf jeder Seite etwa 1,5 Zoll, also ungefähr 3,8 cm, und verfügte über eine Auflösung von 64 Pixel.

Im nächsten Schritt wollen die Forscher den 3D-Druck für OLED-Displays dahingehend verbessern, dass sich die Auflösung als auch die Helligkeit des Displays verbessert. Die dafür notwendige Technik haben die Forscher.

Dieser Beitrag stammt von unserem Partnerportal elektronikpraxis.vogel.de

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