Smart Maintenance rückt in den Fokus

Redakteur: Andreas Leu

Anfang 2018 findet die Messe Maintenance zusammen mit der Solids in Zürich statt. David Henz, Head of Cluster Industrial bei Easyfairs, gibt Auskunft, warum sich der Besuch dieser Ausstellungen lohnt.

Firma zum Thema

(Bild: easyfairs)

Andreas Leu— Die im Februar 2018 stattfindende Messe Maintenance fokussiert auf die Instandhaltung technischer Einrichtungen. Die Instandhaltung wird heute gerne gleichgesetzt mit dem Lifecycle einer Maschine oder Anlage und inzwischen auch mit der Nachhaltigkeit in Verbindung gebracht. Wie wird dieses Thema in der schweizerischen Industrie wahrgenommen?

David Henz: Wir stellen fest, dass das Thema industrielle Instandhaltung, Wartung und Arbeitssicherheit vermehrt an Wichtigkeit zunimmt. Aufgrund der Globalisierung und des damit einhergehenden «freien» Warenverkehrs, nimmt der Kostendruck für Schweizer Unternehmen noch mehr zu. Dadurch sind Unternehmen in der produzierenden Industrie gezwungen, ihre Maschinen ständig am laufen bzw. die Ausfallzeiten möglich gering zu halten. Auch das stärkere Bewusstsein der Konsumierenden für nachhaltige Produktion und Produkte fördert die Sensibilität für eine nachhaltige Produktion.

Die Messe findet bereits zum 11. Mal statt. Gibt es für die Ausgabe 2018 bei den Themenkreisen, die das Publikum interessieren, bereits Änderungen bzw. Anpassungen?

Grundsätzlich stehen auch in diesem Jahr wieder unsere bewährten Themen rund um die gesamte Wertschöpfungskette der Maintenance im Vordergrund. Wir versuchen dabei das gesamte Spektrum der industriellen Instandhaltung abzudecken.

Wir schauen mit der Maintenance Schweiz aber auch ganz bewusst in die Zukunft und rücken daher das Thema Smart Maintenance in den Fokus. Dieses konzentriert sich auf alle Themen rund um Predictive Maintenance, Data Analysis, Condition Monitoring, CMMS und Remote Maintenance sowie Retrofit.

Gibt es an der Messe 2018 neue Aussteller? Was sind die Beweggründe dieser Unternehmen, an der Veranstaltung teilzunehmen?

Von unseren über 80 Ausstellern, die 2018 auf der Maintenance Schweiz ausstellen, sind rund ein Viertel «neu» im Vergleich zur Ausgabe 2017. Damit liegen wir ziemlich im Mittel der letzten Jahre, was sehr erfreulich ist, da diese Aussteller frische Produkte und Neuheiten auf die Messe bringen und dem Besucher so Mehrwert für seinen Messebesuch bieten. Die Beweggründe sind dabei hauptsächlich der direkte Kontakt zu unseren Fachbesuchern, die unsere Plattform ermöglicht. Durch unser All-inclusive-System ist ein Messeauftritt finanziell erschwinglich und mit überschaubarem Aufwand möglich. Dies, kombiniert mit einem interessierten Fachpublikum aus der ganzen Schweiz, macht den Auftritt für viele Unternehmen sehr attraktiv.

Die Austragung der Maintenance Schweiz findet zusammen mit der Solids Zurich (Messe für Schüttgut) statt. Welche Synergien haben diese zwei Messen? Gibt es weitere Besonderheiten und spezielle Rahmenprogramme für die Besucher?

Zum einen benötigen natürlich alle Maschinen und Technologien, die auf der Solids Zurich gezeigt werden, Wartung und Instandhaltung. Teilweise sind diese gar besonders wartungsintensiv aufgrund der bearbeiteten Schüttgüter. Daneben sprechen wir besucherseitig die gleichen Industrien und Märkte an und bewegen uns u. a. im Umfeld der chemischen und pharmazeutischen Industrie, der Lebensmittelindustrie, der Kunststoffverarbeitung sowie im Maschinen-, Geräte- und Anlagenbau. Für interessierte Unternehmen ergeben sich so spannende Verbindungen zwischen neuen Produkten und Trends aus beiden Märkten an einem Ort. Für uns als Veranstalter bietet sich zudem der Vorteil der idealen Nutzung unserer Ressourcen, personell wie auch marketingseitig. Alles in allem profitieren alle involvierten Parteien von der Verbindung der beiden Fachmessen.

Wie viele Aussteller an der Messe teil? Aus welchen Branchen stammen sie, und was sind ihre wichtigsten Angebote und Schwerpunkte?

Wie gesagt freuen wir uns, auch in diesem Jahr wieder über 80 Unternehmen als Aussteller begrüssen zu dürfen. Die Angebote und Dienstleistungen unserer Aussteller sind dabei so vielfältig wie der Instandhaltungsmarkt selbst und reichen entsprechend von Produkten und Dienstleistungen zur Arbeitssicherheit über Anlagenverwaltung, Facility Management und Software-Lösungen bis zu Beratungen und Dienstleistungen rund um die technische Beratung und die Aus- und Weiterbildung.

Das Thema Digitalisierung und Internet of Things (IoT) ist in aller Munde. Werden diese Themen auch in den Märkten Instandhaltung und Schüttgut für die Zukunft als wichtig erachtet.

Die Entwicklungen in der Instandhaltungsbranche hängen direkt mit den Entwicklungen in der produzierenden und verarbeitenden Industrie zusammen. Die Digitalisierung und die dadurch entstehenden Möglichkeiten und Veränderungen im Markt beschäftigen selbstverständlich auch unsere Kunden. Allerdings stellen wir fest, dass die Schweiz als klassisches KMU-Land noch nicht in allen Bereichen auf diesen Zug aufgesprungen ist. Im Vergleich zum Ausland oder auch zu der von diversen Instituten skizzierten «Ideal-Situation» hinkt die Branche vielerorts noch ein, zwei Schritte hinterher. Genau da wollen wir mit unserem Fokusthema Smart Maintenance ansetzen und den betroffenen Unternehmen konkrete Schritte auf dem Weg zu sinnvoller Digitalisierung im Instandhaltungsumfeld aufzeigen.

Diese Themen — und weitere spannende Trends — werden auch in unserem ScienceCenter behandelt, das den Besuchern mittels kostenlosen Kurzreferaten viel Wissen vermittelt und dadurch zusätzlichen Mehrwert schafft. Wir versuchen den Messebesuch zusätzlich anzureichern und freuen uns, mit renommierten Experten aus Hochschulen und führenden Unternehmen zusammenzuarbeiten. Weitere Infos zu den Referaten finden sich auf unserer Homepage.

Gibt es News vom Veranstalter Easyfairs über Organisatorisches oder Personelles?

Nachdem die Maintenance Schweiz für die Durchführungen 2015 und 2016 von unserem Büro in München organisiert und veranstaltet wurde, betreuen wir seit der Durchführung 2017 die Maintenance Schweiz wieder von unserem Office in Basel aus. Das Gleiche gilt selbstverständlich für die jeweiligen Parallel-Messen Solids und Pumps & Valves. Daneben steht Easyfairs Switzerland seit März dieses Jahrs unter der Führung des neuen Managing Directors Roland Brand, der ebenfalls in der Schweiz ansässig ist und die Leitung von Siegbert Hieber vom Münchner Office übernommen hat.

easyfairs.com

Zur Person

David Henz, Head of Cluster Industrial, ist bei Easyfairs seit 2009, zuerst als Sales Executive, verantwortlich für Automation Schweiz, später als Head of Sales für das gesamte Messeportfolio. Nach dreijähriger Abwesenheit als Key Account Manager im HR-Consulting, seit 2015 zurück bei Easyfairs und nun verantwortlich für das Cluster Industrial, das die Messen Maintenance Schweiz, Solid Zurich, Pumps & Valves sowie automation & electronics.

(ID:47616967)