Firmenjubiläum Überall digitale Signalverarbeitung

Redakteur: Andreas Leu

Stettbacher Signal Processing AG blickt auf 25 Jahre zurück.

Firma zum Thema

Das SSP-Team.
Das SSP-Team.
(Bild: Stettbacher)

Das vergangene Vierteljahrhundert war geprägt von einer unwahrscheinlich rasanten technischen Entwicklung. Die digitale Verarbeitung von Signalen, beispielsweise in der Mess- und Regelungstechnik, aber auch darüber hinaus, hat sich weitgehend durchgesetzt. Das widerspiegelt sich auch in der 25-jährigen Firmengeschichte der Stettbacher Signal Processing AG (SSP).Es gab nie einen Businessplan oder eine Marketinganalyse. Die Firma SSP entstand ganz nebenbei, als Jürg Stettbacher — damals wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Signal- und Informationsverarbeitung der ETH Zürich — etwa 1994 feststellte, dass die neuen Methoden und Möglichkeiten der digitalen Signalverarbeitung in der Schweizer Industrie noch nahezu unbekannt waren. Aus diesem Grund organisierte er eine Reihe von Informationsveranstaltungen und Kursen zum Thema. Der Anklang war gross.

Start als «Kellerfirma»

Digitale Signalprozessoren (DSP), die sich leistungsmässig von den damals verbreiteten 8- und 16-Bit-Mikroprozessoren deutlich abhoben, standen gerade in ihrer Blüte. Das Potenzial war enorm, und Stettbacher wurde von proaktiven Firmen um Unterstützung angefragt. In seinem unbeheizten Büro im Keller — aber immerhin mit ISDN und einem 64-k-Modem mit der Welt verbunden — entwickelte er Algorithmen sowie Hard- und Software für die ersten Kunden. Dabei war sein Blick immer nach vorn gerichtet: Statt Windows 95/98 lief auf seinen Rechnern Linux, statt 8051- oder H8-Controllern setzte er nebst DSP frühe Embedded-PC im 104-Format mit DX4-Prozessor ein. Bereits mit den ersten Projekten war die junge Firma SSP sehr erfolgreich. Ihr gelang beispielsweise die Entwicklung eines präzisen, berührungslosen 3-D-Treffererfassungssystems für militärisches Training, an dem namhafte Firmen zuvor gescheitert waren. Das machte natürlich ein wenig stolz, bewies aber auch, dass Fachkenntnis, eine gründliche Analyse und eine sorgfältige Umsetzung zum Ziel führen. Das blieb denn auch bis heute der Leitfaden der Firma, die in der Folge langsam und kontrolliert wuchs.

Einstieg in Antriebstechnik

Die Ära der DSP neigte sich im Verlauf der 2000er-Jahre ihrem Ende zu. Es vollzog sich eine Konvergenz mit den neuen 32-Bit-ARM-CPU. Daneben waren aus der programmierbaren Logik, den PLD und GAL, die grossen FPGA gewachsen, was für die Signalverarbeitung dank Parallelisierung nochmals deutlich leistungsfähigere Möglichkeiten eröffnete.

Die SSP hat ihr Tätigkeitsfeld stetig erweitert. Zuerst in Richtung Leistungselektronik. Mit ihren selbst entwickelten 1- und 3-phasigen digitalen Wechselrichtern mit PFC schaffte die Firma den Einstieg in die Antriebstechnik bis ca. 10 kW. Ihre Erfahrungen aus der Bildverarbeitung flossen in die Entwicklung der O-3000-Kameras ein, deren Open-Source-Treiber und Demo-SW frei verfügbar sind. Und schliesslich — vor einigen Jahren — startete die Firma mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, die praktisch die gesamte Vielfalt des bisherigen Know-hows vereinen, nämlich Sensorik und Auswertung, Steuerung und Regelung, Antriebstechnik, Batteriemanagement, Hardware und Software, Algorithmen, Simulation usw.

SSP ist sich treu geblieben. Die Firma mit ihren inzwischen 16 Mitarbeitern will weiterhin für ihre Kunden ein verlässlicher Partner sein und gute, nachhaltige Lösungen entwickeln, basierend auf neuester Technologie und mithilfe von solidem Fachverstand.

Das vergangene Vierteljahrhundert war geprägt von einer unwahrscheinlich rasanten technischen Entwicklung. Die digitale Verarbeitung von Signalen, beispielsweise in der Mess- und Regelungstechnik, aber auch darüber hinaus, hat sich weitgehend durchgesetzt. Das widerspiegelt sich auch in der 25-jährigen Firmengeschichte der Stettbacher Signal Processing AG (SSP).Es gab nie einen Businessplan oder eine Marketinganalyse. Die Firma SSP entstand ganz nebenbei, als Jürg Stettbacher — damals wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Signal- und Informationsverarbeitung der ETH Zürich — etwa 1994 feststellte, dass die neuen Methoden und Möglichkeiten der digitalen Signalverarbeitung in der Schweizer Industrie noch nahezu unbekannt waren. Aus diesem Grund organisierte er eine Reihe von Informationsveranstaltungen und Kursen zum Thema. Der Anklang war gross.

Start als «Kellerfirma»

Digitale Signalprozessoren (DSP), die sich leistungsmässig von den damals verbreiteten 8- und 16-Bit-Mikroprozessoren deutlich abhoben, standen gerade in ihrer Blüte. Das Potenzial war enorm, und Stettbacher wurde von proaktiven Firmen um Unterstützung angefragt. In seinem unbeheizten Büro im Keller — aber immerhin mit ISDN und einem 64-k-Modem mit der Welt verbunden — entwickelte er Algorithmen sowie Hard- und Software für die ersten Kunden. Dabei war sein Blick immer nach vorn gerichtet: Statt Windows 95/98 lief auf seinen Rechnern Linux, statt 8051- oder H8-Controllern setzte er nebst DSP frühe Embedded-PC im 104-Format mit DX4-Prozessor ein. Bereits mit den ersten Projekten war die junge Firma SSP sehr erfolgreich. Ihr gelang beispielsweise die Entwicklung eines präzisen, berührungslosen 3-D-Treffererfassungssystems für militärisches Training, an dem namhafte Firmen zuvor gescheitert waren. Das machte natürlich ein wenig stolz, bewies aber auch, dass Fachkenntnis, eine gründliche Analyse und eine sorgfältige Umsetzung zum Ziel führen. Das blieb denn auch bis heute der Leitfaden der Firma, die in der Folge langsam und kontrolliert wuchs.

Einstieg in Antriebstechnik

Die Ära der DSP neigte sich im Verlauf der 2000er-Jahre ihrem Ende zu. Es vollzog sich eine Konvergenz mit den neuen 32-Bit-ARM-CPU. Daneben waren aus der programmierbaren Logik, den PLD und GAL, die grossen FPGA gewachsen, was für die Signalverarbeitung dank Parallelisierung nochmals deutlich leistungsfähigere Möglichkeiten eröffnete.

Die SSP hat ihr Tätigkeitsfeld stetig erweitert. Zuerst in Richtung Leistungselektronik. Mit ihren selbst entwickelten 1- und 3-phasigen digitalen Wechselrichtern mit PFC schaffte die Firma den Einstieg in die Antriebstechnik bis ca. 10 kW. Ihre Erfahrungen aus der Bildverarbeitung flossen in die Entwicklung der O-3000-Kameras ein, deren Open-Source-Treiber und Demo-SW frei verfügbar sind. Und schliesslich — vor einigen Jahren — startete die Firma mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, die praktisch die gesamte Vielfalt des bisherigen Know-hows vereinen, nämlich Sensorik und Auswertung, Steuerung und Regelung, Antriebstechnik, Batteriemanagement, Hardware und Software, Algorithmen, Simulation usw.

SSP ist sich treu geblieben. Die Firma mit ihren inzwischen 16 Mitarbeitern will weiterhin für ihre Kunden ein verlässlicher Partner sein und gute, nachhaltige Lösungen entwickeln, basierend auf neuester Technologie und mithilfe von solidem Fachverstand.

stettbacher.ch

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