Funkschaltgeräte im Einsatz Vereinfachte Prozessüberwachung bei Drehteller-Spritzgiessmaschinen

Von Andreas Leu

Funk statt Kabel: Nach diesem Grundsatz sorgen Funkschaltgeräte von Steute für eine sichere, zuverlässige und eben kabellose Signalübertragung in vielen Anwendungsfällen. Interessant ist diese Lösung u. a. für den Kunststoff-Spritzguss, insbesondere bei Mehrkomponenten-Verfahren.

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2K-Spritzguss-Fertigungsverfahren
2K-Spritzguss-Fertigungsverfahren
(Bild: Steute)

Bei solchen Anwendungen kommen häufig Drehtellermaschinen zum Einsatz. Sie schaffen die Voraussetzung dafür, dass in einer Form zunächst die Grundform des Bauteils entsteht und dann – nach einer Drehung um zum Beispiel 90 oder 180 Grad – die zweite Komponente angespritzt wird. So vermeidet man Bauteilverzug und beschleunigt die Produktion.

Eine Herausforderung besteht dabei in der Überwachung der Schieberpositionen des Spritzgusswerkzeugs und damit letztlich der korrekten Schliessvorgänge. Wenn sich die Schieber nicht in der korrekten Position befinden und das Werkzeug zufährt, sind teure und – fast noch wichtiger – zeitraubende Reparaturen die Folge.

Sichere Verriegelung

Um das zu vermeiden und zugleich auf eine aufwändige und anfällige Kabelzuführung zu verzichten, können Anwender einen Funk-Positionsschalter oder einen Funk-Induktivsensor von Steute nutzen. Der Funkschalter oder -sensor registriert die Schieberendlage und gibt ein entsprechendes Signal an eine Funk-Empfangseinheit im Schaltschrank. Erst wenn die Empfangseinheit das Signal «Schieber geschlossen» an die Maschinensteuerung sendet, wird der nächste Spritzgiessvorgang gestartet.

Weil diese Lösung der eleganteste (weil einfach einzurichtende und verschleissfreie) Weg der Signalübertragung von einem rotierenden Maschinenelement ist, wird sie inzwischen von namhaften Kunststoffverarbeitern genutzt. Dabei kommt meistens ein Positions­schalter aus dem Steute-Programm zum Einsatz (zum Beispiel der ES 13), der in Verbindung mit einem Funk-Universalsender (RF 96 ST oder RF I/O) «funkfähig» wird. Als Alternative stehen Funk-Induktivsensoren der Baureihe RF IS zur Verfügung.

Die Investition in einen solchen Funkschalter oder -sensor (einschliesslich Auswerteeinheit und Integration in die Maschinensteuerung) ist überschaubar, der Nutzen hingegen sehr gross, weil Beschädigungen des Werkzeugs auf sehr einfache Weise zuverlässig vermieden werden. Ähnliche Lösungen sind übrigens auch in der Metallverarbeitung bereits im Einsatz – zum Beispiel bei der Überwachung der Werkstückposition an Abkantpressen.

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