Mit rund 49 300 Fachbesuchern aus über 90 Ländern, mehr als 800 Ausstellern und mit über 1100 Robotern stellte die automatica 2025 einen Rekord auf. Die internationale Leitmesse für intelligente Automatisierung und Robotik unterstrich ihre technologische Führungsrolle für die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) in die industrielle Praxis.
In den sechs Messehallen wurden insgesamt 1120 Roboter ausgestellt.
(Bild: Messe München GmbH)
Im Mittelpunkt der vier Messestage der automatica standen praxisreife Lösungen in Bereichen wie: KI-gestützte Robotik, Automation für den Mittelstand, Healthtech-Lösungen, mobile Robotik, vernetzte Produktion und industrielle IoT-Integration. Aus Sicht von Dr. Reinhard Pfeiffer, Co-CEO Messe München, ein erfolgreicher Themenmix. «Die automatica ist einmal mehr Impulsgeber für die gesamte Branche. Die Messe ist besucher- und ausstellerseitig trotz konjunkturellem Gegenwind deutlich gewachsen. Das zeigt: Sie ist der Pflichttermin der Branche.» Auch Exhibition Director Anja Schneider ist begeistert: «Mit 800 Ausstellern und sage und schreibe 1120 Robotern vor Ort ist die automatica eine unglaublich beeindruckende Leistungsschau über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Was mich ganz besonders freut: ihr ausgeprägter Charakter als Arbeitsmesse.»
Eine positive Messebilanz zieht ebenfalls Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer VDMA Robotik + Automation. «Die automatica 2025 hat gezeigt: Robotik und Automation sind der Schlüssel für starke Wettbewerbsfähigkeit. Mit praxisnahen KI-Lösungen, Automation für den Mittelstand und vernetzter Produktion hat sie ihren globalen Führungsanspruch eindrucksvoll bestätigt: Sie ist der Ort, an dem Weltneuheiten und die Zukunft der Automation Premiere haben.»
Aus allen Bereichen ziehen die Aussteller ein positives Fazit zur automatica 2025. «Die automatica ist nicht nur für Fanuc, sondern für die gesamte Robotikbranche in Europa eine der wichtigsten Veranstaltungen», sagt Takayuki Ito, Präsident der International Federation of Robotics (IFR) und zuvor Vice President bei Fanuc. «Hier kommen weltweit führende Technologieunternehmen und Anwender zusammen, um Ideen auszutauschen, Innovationen zu entdecken und die Zukunft der Automatisierung voranzutreiben. Als Präsident der IFR schätze ich diese Plattform für den internationalen Dialog und die Zusammenarbeit sehr.»
Ein ebenfalls positives Fazit zieht Reinhold Gross, CEO der Robotersparte von Kuka. «In diesem Jahr erleben wir bemerkenswertes Interesse von Kunden, die bislang noch nicht automatisieren. Für uns war die automatica 2025 daher die ideale Bühne, um zu zeigen, dass ‚making automation easier‘ weit über einen einfachen und intuitiven Zugang zur Robotik hinausgeht.» Dass nicht zuletzt deshalb immer mehr mittelständische Unternehmen automatisieren, sieht auch Martin Bender, Geschäftsführer Bender+Wirth, aus der Perspektive des Anwenders. «Ich schätze den fachlichen Austausch mit den Ausstellern und spüre, dass ich als Vertreter eines KMU auf der automatica absolut richtig bin», so Bender. «Die Messe inspiriert und motiviert mich, neue Dinge auszuprobieren und mit der Automatisierung voranzuschreiten.»
Auf der automatica 2025 hat Neura Robotics die neue Generation seines Humanoiden vorgestellt. «Die Messe hat es uns ermöglicht, zehntausenden Menschen unsere Vision und Produkte zu präsentieren», sagt David Reger, Gründer & CEO Neura Robotics. «Und wir fühlen uns geehrt von der unglaublich positiven Resonanz und dem grossen Interesse an den mehr als 60 Robotern von Neura.»
Auf ebenfalls erfolgreiche Messetage blickt MVTec Software zurück. «Auch dieses Jahr konnten wir zahlreiche gute Gespräche führen – sowohl mit potenziellen Neukunden als auch mit langjährigen Partnern. Der Trend, wonach die automatica für uns wie auch für die gesamte Machine-Vision-Branche an Bedeutung gewinnt und zur unverzichtbaren Austauschplattform wird, setzt sich damit unvermindert fort», sagt Geschäftsführer Dr. Olaf Munkelt.
In der Befragung durch das Meinungsforschungsinstitut Gelszus bewerteten 94 Prozent der Aussteller die Messe mit ausgezeichnet bis gut. Besonders gelobt wird die Qualität der Besucher (88 Prozent) und der gestiegene Anteil an Neukunden (87 Prozent). Entsprechend zufrieden blickt auch Frank Konrad, Vorsitzender, CEO Hahn Automation, auf die vier Messetage: «Die automatica 2025 hat einmal mehr verdeutlicht, wie entscheidend smarte Automation und Robotik für die Zukunft der Industrie sind. Agilität, Technologieoffenheit und eine konstruktive Standortpolitik sind entscheidend, um Europa als Automatisierungsstandort zukunftsfähig zu machen. Wir nehmen viele starke Impulse aus München mit und gehen mit einer klaren Botschaft aus dieser Woche: Die Zukunft ist automatisiert – und wir sind bereit, sie gemeinsam mit unseren Kunden zu gestalten.»
Stand: 08.12.2025
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Die gute Bewertung durch die Aussteller spiegelt sich auch bei den Besuchern wider. Die Top-Ten-Besucherländer nach Deutschland waren Österreich, Italien, Schweiz, Südkorea, China, Polen, Grossbritannien, Tschechien, USA und Niederlande. Der Anteil internationaler Besucher lag bei 38 Prozent. 99 Prozent der Befragten bewerteten die Messe mit «ausgezeichnet» bis «gut». Darüber lobten 95 Prozent der Besucher die Präsenz der Marktführer, ebenfalls 95 Prozent bestätigten den Leitmessecharakter der automatica und bezeichnen die Atmosphäre auf der Messe als gut bis sehr gut.
«Mein erster Besuch auf der automatica war eine fantastische Erfahrung», sagt Branchenexperte Jake Hall («The Manufacturing Millenial»). «Ich habe einen tiefen Einblick in Produktinnovationen gewonnen und gleichzeitig neue Technologien, Start-ups und Bildungsangebote kennengelernt, die die Zukunft der Branche prägen werden.» Wie viele Besucher nutzte auch er aktiv das umfangreiche Rahmenprogramm. 14 Showcases und Bühnen, mehr als 270 Keynotes, zehn Guided Tours und drei Workshops ermöglichten Austausch und Wissenstransfer auf höchstem Niveau. Dabei stand das Thema Healthtech besonders im Fokus mit vielen Branchenexponaten der Aussteller und u.a. dem zweitägigen Medtecsummit.
Um die Megatrends in Robotik und KI drehte sich der munich_i Hightech-Summit. Die top besetzte Veranstaltung – u.a. mit Speakern von Google Deepmind, Microsoft und Nvidia – kuratierte auch in diesem Jahr das Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der Technischen Universität München. Prof. Lorenzo Masia, Executive Director des MIRMI, bilanziert. «Die automatica ist der optimale Ort, um die Fähigkeit des Instituts zu präsentieren, sich auf die aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Robotik und KI einzustellen. Und natürlich auch, um Kontakte zu den Branchen zu knüpfen, mit denen wir einen intensiveren Austausch und Brainstorming wünschen.»
Save the Date: automatica 2027
Die nächste automatica findet von 22. bis 25. Juni 2027 erneut parallel zur Laser World of Photonics – Weltleitmesse und Kongress für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Photonik – sowie der World of Quantum in München statt.