Phoeniqs nimmt den leistungsstärksten kommerziellen KI-Supercomputer der Schweiz in Betrieb. Die neue Infrastruktur ermöglicht den Betrieb anspruchsvoller KI-Anwendungen mit voller Kontrolle über Daten, Modelle und Workloads. Phoeniqs unterstützt sowohl führende Open-Source-Modelle als auch eigene Entwicklungen und kundenspezifische Modelle.
Der KI-Supercomputer von Phoeniqs ist für die Ausführung, das Training und die Orchestrierung komplexer KI-Modelle, wie Large Language Models, im industriellen Umfeld optimiert. Er kombiniert High-Performance-Computing mit kompromissloser Datensicherheit.
(Bild: Phoeniqs)
Phoeniqs, der Innovationscampus Uptown Basel und der Arealentwickler Fankhauser haben am 17. Juni 2026 in Arlesheim den leistungsfähigsten kommerziellen KI-Supercomputer der Schweiz offiziell in Betrieb genommen. Für den Wirtschaftsstandort und der digitalen Souveränität der Schweiz ist das ein wichtiger Schritt. «Infrastrukturen zu kontrollieren ist eine entscheidende Standortfrage», freut sich Isaak Reber, Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft in seiner Grussbotschaft.
Mit dem rasanten Wachstum künstlicher Intelligenz steigt der Bedarf an leistungsfähigen, sicheren Infrastrukturen stark an. Viele globale KI-Plattformen wurden primär für internationale Skalierung konzipiert. Für Unternehmen und öffentliche Institutionen stellt sich deshalb immer stärker die Frage, wo Daten verarbeitet werden, welchem Recht sie unterstehen und wie sich sensible KI-Anwendungen langfristig kontrolliert betreiben lassen. Der neue KI-Supercomputer in Arlesheim schliesst diese Lücke gezielt: Er ermöglicht es, komplexe AI-Modelle, datenintensive Workloads und produktive KI-Anwendungen lokal zu betreiben, ohne Abhängigkeit von ausländischen Hyperscalern und ohne Datenabflüsse ins Ausland. «Wir bieten Unternehmen eine sichere und souveräne Alternative zu internationalen Hyperscalern, insbesondere dort, wo Datensouveränität, regulatorische Anforderungen und Kontrolle über AI-Workloads entscheidend sind», ist Thomas Taroni, Gründer und Executive Chairman von Phoeniqs überzeugt.
Betrieben von Phoeniqs und entwickelt auf Basis modernster Technologien zusammen mit Nvidia, IBM und Dell, bietet das System Unternehmen und Institutionen Zugang zu Hochleistungsrechenkapazitäten, die bislang oftmals nur über internationale Hyperscaler verfügbar waren. Mit aktuell 192 Nvidia H100 GPUs zählt die Infrastruktur zu den leistungsfähigsten kommerziell verfügbaren KI-Systemen der Schweiz. Gegenüber vielen heute eingesetzten KI-Infrastrukturen bietet das System damit eine bis zu zehnfach höhere Rechenleistung.
«Mit unserer AI-Infrastruktur schaffen wir die Grundlage, damit Unternehmen und öffentliche Institutionen leistungsfähige AI-Anwendungen in der Schweiz entwickeln und betreiben können – unter Einhaltung höchster Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und digitale Souveränität», erklärt Thomas Taroni. Deshalb arbeitet Phoeniqs intensiv mit Open Source Modellen und setzt auf Eigenentwicklungen. «Durch unseren offenen Technologieansatz behalten unsere Kunden die volle Kontrolle über ihre Modelle, Daten und AI-Workloads, ohne unnötige Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern», präzisiert Thomas Taroni.
Ein wichtiger Treiber für den Marktzugang ist die exklusive Partnerschaft mit Sunrise. Sie verbindet die KI-Infrastruktur-Kompetenz von Phoeniqs mit dem B2B-Netzwerk des Schweizer Telekommunikationsunternehmens. Damit erhalten Unternehmen Zugang zu KI-Lösungen, die in der Schweiz entwickelt, gehostet und betrieben werden.
Uptown Basel als Standort für die nächste Industriegeneration
Mit der Inbetriebnahme des KI-Supercomputers wächst Uptown Basel als Innovationscampus für Technologien, die die Industrie von morgen prägen. In Arlesheim, rund zehn Minuten von Basel entfernt, entsteht ein Ökosystem, das Quantum Computing, künstliche Intelligenz, Industrie, Energie, Cybersecurity, Cloud-Infrastruktur, Life Sciences, Start-ups und Venture Capital an einem Ort zusammenbringt. «Uptown Basel schafft den Raum und die Infrastruktur für Technologien, die morgen entscheidend sein werden. Mit dem AI-Supercomputer entsteht ein weiterer zentraler Baustein unseres Innovationsökosystems – und ein starkes Signal für den Technologie- und Wirtschaftsstandort Schweiz», betont Bardo Magel, CEO der Uptown Basel Group.
Der KI-Supercomputer ergänzt den bereits auf dem Campus aktiven ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer der Schweiz. Während der Quantencomputer auf hochspezialisierte Optimierungs- und Simulationsaufgaben ausgerichtet ist, adressiert der KI-Supercomputer die stark wachsende industrielle Nachfrage nach skalierbaren AI-Modellen und produktiven Anwendungen.
Heute umfasst Uptown Basel 18 Unternehmen mit rund 400 Arbeitsplätzen auf einem Areal von 75 000 Quadratmetern. Drei Gebäude sind in Betrieb. In den kommenden Jahren wird der Campus weiter wachsen: Bis 2027 sind mehr als 21 Unternehmen und rund 1100 Arbeitsplätze vorgesehen, bis 2030+ sollen 50 bis 100 Unternehmen und rund 2500 Arbeitsplätze auf dem Areal entstehen.
Dass Hochleistungsrechnen und ökologische Verantwortung Hand in Hand gehen können, beweist das bauliche und energetische Konzept von Uptown Basel: «Hochleistungs-AI braucht mehr als Rechenleistung. Sie braucht Orte, die dafür gebaut sind. Mit Uptown Basel haben wir genau einen solchen Ort geschaffen: ein Areal, das Energie, Kühlung, digitale Infrastruktur und nachhaltige Entwicklung zu einem funktionierenden Gesamtsystem verbindet», betont der Architekt und Arealentwickler Hans-Jörg Fankhauser.
KI-Supercomputer als Teil des Energiesystems
Der Rechner ist Teil des Gesamtsystems aus stabiler Stromversorgung, effizienter Kühlung, Netzstabilität, Sicherheit und Betriebstechnik. Die Stromversorgung erfolgt über Swissgrid und Primeo Netz. Für den AI-Betrieb stehen rund drei Megawatt Leistung bereit. Ergänzt wird das System durch Batteriespeicher zur Glättung von Lastspitzen, thermische Pufferspeicher und eine zusätzliche Notstromversorgung auf Basis von Bio-Diesel.
Stand: 08.12.2025
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Für die Kühlung kommt ein geschlossenes, wassergekühltes System zum Einsatz. Die Wärme wird direkt auf Rack-Ebene abgeführt, bevor sie sich im Raum ausbreiten kann. Die AI-Racks erzeugen im Betrieb Abwärme von rund 50 Grad Celsius. Diese Energie wird in Warmwasser umgewandelt, zur Beheizung des Areals genutzt und in den regionalen Wärmeverbund von Primeo Wärme eingespeist.
Phoeniqs mit Sitz in Pfäffikon SZ ist ein Schweizer Anbieter souveräner Cloud- und KI-Infrastruktur, der es Unternehmen ermöglicht, daten- und AI-gesteuerte Workloads unter vollständiger Kontrolle, mit hoher Sicherheit und unter Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu betreiben. Das Unternehmen kontrolliert den gesamten Technologie-Stack – von der Hardware über das Betriebssystem bis hin zur Cloud-Infrastruktur und den AI-Plattformen – und gewährleistet damit vollständige digitale Souveränität sowie Unabhängigkeit von extraterritorialen Rechtsvorschriften. Phoeniqs bedient Unternehmen und Organisationen des öffentlichen Sektors in ganz Europa in stark regulierten und sicherheitskritischen Umgebungen, darunter im Finanzwesen, Gesundheitswesen, in Forschung und öffentlicher Verwaltung.
Über Uptown Basel
Uptown Basel ist ein internationaler Innovationscampus und Kompetenzzentrum für die Industrie 4.0. Auf dem Schorenareal in Arlesheim bei Basel entsteht ein rund 75 000 Quadratmeter grosser Entwicklungs- und Produktionsstandort, an dem sich ausgewählte Technologieunternehmen und weitere Organisationen ansiedeln. Im Vordergrund stehen Industrieproduktion, Gesundheitswesen, Medizintechnik sowie die Querschnittsfunktion Digitalisierung. QuantumBasel, Teil der Uptown Basel Group, betreibt den ersten kommerziell nutzbaren Quantencomputer-Hub der Schweiz; die Partnergesellschaft QAI Ventures fördert und investiert in Startups aus diesem Bereich. Als Plattform für vernetzte Unternehmen treibt Uptown Basel den branchen- und disziplinenübergreifenden Wissenstransfer voran und fördert die Entstehung neuer Lösungen an der Schnittstelle von Technologie und Industrie. Insgesamt ist die Ansiedlung von 50 bis 100 Firmen mit bis zu 2500 Arbeitsplätzen geplant. Das Investitionsvolumen beträgt über 500 Millionen Franken. Uptown Basel wird von der privaten Eigentümerschaft der Familie Monique und Thomas Staehelin ermöglicht und durch Fankhauser Arealentwicklungen umgesetzt.
Über Fankhauser Arealentwicklungen
Fankhauser Arealentwicklungen ist auf die Entwicklung, Planung und Umsetzung komplexer Grossprojekte spezialisiert. Unter der Leitung von Hans-Jörg Fankhauser begleitet das Unternehmen seit über drei Jahrzehnten die Transformation und Neugestaltung anspruchsvoller Areale und schafft zukunftsfähige Standorte für Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft. Als Gesamtentwickler verantwortet Fankhauser Arealentwicklungen die Umsetzung von Uptown Basel. Fankhauser Arealentwicklungen ist verantwortlich für die visionäre Planung, die architektonische Umsetzung und das nachhaltige Infrastrukturkonzept des Innovationscampus Uptown Basel.