Weiterbildung Weiterbildung in additiver Fertigung

Redakteur: Andreas Leu

Wer sich mit additiven Fertigungsverfahren auseinandersetzt, merkt schnell, dass er mit normalem fertigungstechnischem Know-how an Grenzen stösst. Ein berufsbegleitender Weiterbildungskurs an der ZHAW hilft hier weiter.

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(Bild: zhaaw)

Additive Fertigungsverfahren — umgangssprachlich 3D-Druck — gewinnen zunehmend an Bedeutung. Während diese Technologie zunächst der Herstellung von Prototypen und Modellen diente, hält sie inzwischen auch Einzug in die Serienfertigung. In verschiedenen Bereichen des Maschinenbaus, der Medizintechnik oder der Flugzeugindustrie haben sich additive Fertigungsverfahren für die Produktentwicklung und die Produktion bereits etabliert.Der Weiterbildungskurs (WBK) Additive Fertigung (3D-Druck) vermittelt die verschiedenen additiven Fertigungsverfahren und die korrespondierenden Prozesse zur Vor- und Nachbereitung von diversen Anwendungen und vertieft diese in praktischen Übungen.

Darüber hinaus zeigt er die Vorteile gegenüber der konventionellen Fertigung wie auch die Grenzen der industriellen additiven Fertigung auf.

Folgende Zielgruppen spricht der WBK Additive Fertigung (3D-Druck) an:

  • Ingenieure FH/ETH
  • Techniker HF
  • Interessierte Fachpersonen aus Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie und ähnlichen Industriezweigen
  • F & E, Produktion, Verkauf, Marketing
  • Technische Universitäten, Fachhochschulen (FH) und Höhere Fachschulen (HF)

Berufsbegleitende Weiterbildung

Der WBK Additive Fertigung (3D-Druck) wird berufsbegleitend absolviert und umfasst 9 Halbtage zu je 4 Lektionen, insgesamt also 36 Lektionen. Der Weiterbildungskurs umfasst verschiedene Aktivitäten wie Input-Sequenzen, praxisorientierte Übungen und Fallbeispiele, Gruppenarbeiten, Arbeiten an der Maschine sowie Selbststudium. Es werden keine CAD-Kenntnisse vorausgesetzt.

Der WBK Additive Fertigung (3D-Druck) besteht aus 4 Modulen.

Modul 1: Additive Fertigungsprozesse und Maschinen

  • Additive Fertigung (3D-Drucken) in Gesellschaft und Industrie
  • Vorstellung der wichtigsten additiven Verfahren, Maschinen und Anwendungen (Prinzip, Vorteile, Nachteile, Nachbearbeitung/Beschichtung)
  • Ökonomische und ökologische Aspekte: additive vs. konventionelle Fertigung

Modul 2: Materialien und Bauteilprüfung in der additiven Fertigung

  • Materialien für den Maschinenbau bzw. die Produktentwicklung (Kunststoff, Metall, Keramik, Komposite usw.)
  • Bauteilprüfung oder Charakterisierung
  • Verfahren zur Nachbehandlung

Modul 3: Konstruktion und Gestaltung

  • IT-Vorbereitungen für die additive Fertigung
  • Additive-Fertigungsgerechte Konstruktion/Produktentwicklung (Konstruktionsempfehlungen)

Modul 4: Additive Fertigung in der Praxis

  • Praktisches Arbeiten (Bauteile und Maschinen vorbereiten)
  • Fused Deposition Modeling (Kunststoff)
  • Stereolithografie (Kunststoff)
  • Selektives Laserschmelzen (Metall)

zhaw.ch

Anmeldung

Durchführungsort:

ZHAW School of Engineering Zentrum für Produkt und Prozessentwicklung (ZPP) Lagerplatz 22, 8400 Winterthur

Ansprechpartner:

Dr. Andreas Kirchheim, Dozent für Produktionstechnik & additive Fertigung
Telefon +41 58 934 76 25
Nächster Kursstart:27. September 2018

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